Der Höhenflug hält an: Stephan Fürst im Kopfball-Duell, Michi Rosenwirth beobachtet die Szene seines Kapitäns. leh

Nur nicht euphorisch werden

Attaching - Der BC Attaching marschiert unaufhaltsam weiter. In einer soliden Partie ohne großen Glanz bezwang man den harmlosen FC Croatia München mit 4:1 (2:0).

Der BCA wollte gegen den weit abgeschlagenen Tabellenletzten seine bisher makellose Heimbilanz weiter ausbauen und setzte die Gäste sofort massiv unter Druck. Der souveräne Schiedsrichter hatte die Begegnung gerade angepfiffen, da tauchte Michael Rosenwirth zum ersten Male vor dem Croatia-Tor auf. Vor der Partie hatte BCA-Trainer Plabst von seiner Mannschaft ein schnelles und konzentriertes Spiel gefordert. Das versuchten die Platzherren auch, unverzüg-lich umzusetzen. Und so dauerte es nur bis zur 12. Minute, bis Klaus Simon aus kurzer Distanz das Führungstor erzielte. Die Gäste bemühten sich in der Folgezeit zwar, das Spielgeschehen in die Hälfte des BCA zu verlagern. Das gelang ihnen aber bis auf wenige Einzelaktionen in kei-ner Phase der gesamten Partie. Auch bei Attaching flaute die druckvolle Anfangsoffensive teil-weise ab und Alex Plabst musste seine Elf lautstark aufwecken: „Zu wenig Bewegung im Spiel!“. Dann nahm der BCA wieder Fahrt auf. Rosenwirth zog vom rechten Strafraumrand einen scharfen Ball in die Mitte; diesen verpassten sowohl Simon als auch Toprak nur knapp. Wenige Minuten später gelang es dem aufmerksamen Simon doch noch, die Führung nach einem Getümmel im Strafraum auf 2:0 auszubauen (35.).

In der zweiten Halbzeit lief der Ball dann besser durch die Attachinger Reihen. Besonders bei druckvollen Aktionen des fleißi-gen Mesut Toprak musste Croatia-Keeper Horvat einige Male sein ganzes Können aufbieten. Auch der eingewechselte Öztas belebte die BCA-Offensive durch kluge Spielzüge. In der Schlussviertelstunde drehte dann die Offensive um Rosenwirth und Simon noch mal so richtig auf: Erst gelang dem Regisseur in einer Überzahlsituation mit einem gefühlvollen Heber über Keeper Horvat das 3:0 (73.). Dann bediente Öztas mit einem Zuspiel wie aus dem Lehrbuch seinen Mannschaftskameraden Simon mustergültig, der keine Mühe hatte, den Ball zum 4:0 unterzubringen (77.). Kurz vor Ende bekam Croatia noch einen Foulelfmeter zugesprochen, den Manuel Matic sicher verwandelte (90.). Das erwartete Schützenfest gegen einen völlig unstrukturierten Gegner, dessen Spieler sich häufig die Bälle ge-genseitig abnahmen, blieb aus. Denn oft genug fehlten die Ideen. Doch in Attaching blieb man selbstkritisch: „Unsere Taktik ist heute nicht aufgegangen. Dafür haben wir uns heute zu unkonzentriert präsentiert und müssen erkennen, dass wir seit drei Spielen nicht mehr überzeugen konnten“, so Nils Haack. Auch Stürmer Klaus Simon, der mit drei erzielten Toren eigentlich zufrieden sein könnte, fand ernste Worte: „Unserem Spiel fehlten zum Teil die Überraschungsmomente. Immerhin konnten wir drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt sammeln.“ Solch bescheidene Aussagen werden die Verantwortlichen sicher gerne hören. js

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