Ohne drei Routiniers ein Last-Minute-Sieg

- SEF gewinnt in Rain mit viel Glück 1:0

Freising (ar) - Dem SE Freising ist beim TSV Rain der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Und der kam mit Knalleffekt: In der 90. Minute drosch Joker Andi Schwarz das Leder zum 0:1 in die Maschen der Hausherren. Damit sicherte er der umgekrempelten Freisinger Mannschaft den ersten dreifachen Punktgewinn seit fünf Wochen.

Trainer Sepp Summerer hatte auf die Kritik an den letzten Vorstellungen reagiert und seine Startelf auf drei Positionen verändert. Robert Loidl fehlte verletzt, Kapitän Andreas Apold und Libero Thomas Zellermeyr mussten auf die Bank. Dafür rückten Toni Kopp, Max Lerchl und Onur Misirlioglu ins Team. Auf der Liberoposition vertraute der Coach Klaus Kapfenberger. Der löste seine Aufgabe mit Bravour, war als Ausputzer immer zur Stelle, wenn es einmal brenzlig wurde. Dafür gab es ein Extralob vom Vorgesetzten: "Klaus hat hervorragend gespielt," freute sich Sepp Summerer, dem die Erleichterung anzusehen war. Er hatte zwei Führungsspieler auf die Bank gesetzt, dafür zwei Junge gebracht, eine defensive Ausrichtung gewählt, und am Ende alles richtig gemacht.

Von Beginn an waren die Domstädter auf Sicherheit bedacht. Im Mittelfeld kompakt und diszipliniert machte man den Lechstädtern das Leben schwer. Die versuchten anfangs selbstbewusst, sich mit Kurzpässen durch die Freisinger Reihen zu spielen, mussten dieses Vorhaben aber bald aufgeben. Die drei offensiv ausgerichteten Kräfte Kopp, Markus Köppl und Rainer Hörmansperger sollten bei Gelegenheit den Spielaufbau der Hausherren früher stören. Es gelang auch, einige Ballverluste zu erzwingen, jedoch nicht daraus Kapital zu schlagen. Nach einem Patzer von Bernd Taglieber wäre Toni Kopp frei durchgewesen, doch TSV-Keeper Sascha Joeckel bereinigte die Situation (32.).

Die beste Gelegenheit für die Platzherren ergab sich nach einer der wenigen Unsicherheiten in der Freisinger Hintermannschaft. Stephan Zengerle nutzte ein Missverständnis und kam im Strafraum zum Schuss. Andi Sczudlek konnte parieren, allerdings auf schmerzhafte Art: Er bekam den Ball ans Kinn. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte TSV-Regisseur Denis Dinulovic einen Freistoß aus 25 Metern auf die Latte.

Nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild wie zuvor. Die Rainer waren feldüberlegen, fanden jedoch keim probates Mittel, den SEF-Abwehrblock zu knacken. Zweimal wurde es dennoch ganz gefährlich. In der 72. Minute musste Sczudlek ein Geschoss von Armin Janik ans Außennetz lenken. Vier Minuten darauf wurde Marc Kugler auf rechts freigespielt, dessen Flanke beförderte Christian Rott per Kopf an das eigene Lattenkreuz, Riesenglück für die Gäste. Sepp Summerer schöpfte sein Wechselkontingent voll aus, für seine ausgepowerten Offensivkräfte brachte er mit Andi Schwarz, Sascha Böhm und Benni Held drei frische Leute. Und diese drei waren es, die den entscheidenden Angriff in der 90. Minute inszenierten. Mit vereinten Kräften erkämpften sich Held und Böhm an der Mittellinie den Ball und starteten sofort durch, Schwarz schloss ab.

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