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Paukenschlag kurz vor Weihnachten: TSV Eching und Coach Michael Schütz gehen getrennte Wege

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Trainer Michael Schütz beobachtet das Spiel seiner Mannschaft.
Der Erfolg blieb aus: Trainer Michael Schütz hatte bei den Zebras von Beginn an keine leichte Aufgabe. © Lehmann

Die sportliche Situation hat den Ausschlag gegeben: Die Ära Michael Schütz beim TSV Eching ist vorzeitig beendet. Verein und Trainer gehen im Guten auseinander.

Eching – Bezirksligist TSV Eching und Trainer Michael Schütz gehen getrennte Wege. Das gaben Manfred Oster, der 1. Vorsitzende der Zebras, und Fußball-Abteilungsleiter Fabian Goldstein kurz vor dem Weihnachtsfest bekannt. „Wir haben uns mit Michi zusammengesetzt und lange beraten. Es ist nichts im Argen. Wir wollen aber den Turnaround schaffen und brauchen einen neuen Impuls“, erklärt Oster. Schütz’ Nachfolger stehe noch nicht fest. „Wir sind in Gesprächen“, so der Vereinschef.

TSV Eching überwintert auf dem letzten Tabellenplatz

Der Grund für die Trennung ist die sportliche Situation: Die Echinger überwintern auf dem letzten Tabellenplatz der Bezirksliga Nord. „In den letzten Spielen vor der Winterpause waren wir auf Augenhöhe, doch wir haben nicht mehr viel Zeit und fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz“, sagt Oster. Als Schütz im vergangenen Winter für die Saison 2021/22 unterschrieben hatte, da war der TSV auf Landesliga-Kurs. Nach dem Abbruch der Runde unter Anwendung der Quotientenregel rutschte Eching auf Rang zwei ab. Es folgten die Abgänge zahlreicher Schlüsselspieler, unter ihnen Kapitän Thomas Niggl und Torjäger Maxi Ceballos.

Schütz: „Als ich angefangen habe, stand ich vor einem Scherbenhaufen.“

„Als ich angefangen habe, stand ich vor einem Scherbenhaufen“, sagt der 51-jährige Schütz. Es brauchte Zeit, um die „zusammengewürfelte Mannschaft“ auf Kurs zu bringen. „Ich glaube, dass wir super gearbeitet haben. Aber wir hatten keinen Erfolg“, betont der scheidende Trainer. Es fehlte ein Stürmer vom Format eines Ceballos, der für den Ligakonkurrenten FSV Pfaffenhofen in 17 Spielen 14 Tore erzielte – ein Treffer mehr als der gesamte TSV-Kader.

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Schütz selbst brachte einen Gedanken bei der Vorstandschaft ein: „Vielleicht ist es besser, das Geld in einen Spielertrainer oder einen Spieler zu investieren, der nicht nur von außen, sondern auf dem Platz einwirken kann.“ Beide Seiten bestätigten, dass sie sich im Guten trennten.

Elf Spiele haben die Echinger Zebras noch, um den Abstieg zu verhindern. Weil der direkte Klassenerhalt aktuell zehn Zähler entfernt ist, kann dieser Weg wohl nur über die Relegation führen.

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