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Der Schuss ins Glück: Freisings Stürmer Andreas Hohlenburger (r.) ließ Grünwalds Torwart Patrick Nothhaft keine Chance. In der Summe traf er dreimal.

SE Freising wieder zurück in der Erfolgsspur

Plabst: „Das Spiel gegen Ball und Gegner war viel intensiver“

  • VonMatthias Spanrad
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Vorsicht, wir sind noch da! Der SE Freising hat sich nach einer kurzen Schwächephase eindrucksvoll zurückgemeldet – der Relegationsplatz kann ihnen jetzt nicht mehr genommen werden.

Grünwald/Freising – Ein deutliches Lebenszeichen sendeten am Freitagabend die Fußballer des SE Freising. Die Lerchenfelder gewannen nicht nur mit 4:0 (2:0) beim TSV Grünwald, sondern sicherten sich damit auch mindestens das Ticket für die Aufstiegsrelegation: Von Platz zwei ist der SEF seit diesem Wochenende nicht mehr zu verdrängen.

Es waren deutliche Worte, die Eintracht-Coach Alex Plabst während der Woche gesprochen hatte, auch bei der Jahreshauptversammlung des SEF am Donnerstagabend. Und die schienen Wirkung gehabt zu haben: Lieferten die Lerchenfelder Landesliga-Fußballer in den vergangenen Partien eher blutleere Auftritte ab, so sicherten sich die Freisinger Männer nun einen völlig verdienten 4:0-Auswärtssieg in Grünwald, der am Ende keinen einzigen Zweifel ließ. „Beide Halbzeiten bekommen von mir Grünes Licht“, resümierte Trainer Alex Plabst am Ende. „Das Spiel gegen Ball und Gegner war viel intensiver.“

Wenn es am Freitagabend vor allem im ersten Durchgang etwas zu kritisieren gab, dann die inkonsequente Chancenauswertung der Gelb-Schwarzen. Spielerisch hatten die Gäste das Geschehen gegen die Münchner Vorstädter komplett im Griff und erinnerten wieder an den souveränen SEF dieser Saison. Das Leder lief durch die Freisinger Reihen, und auch in der Offensive schien Vieles zu klappen. Dennoch dauerte es fast eine halbe Stunde, ehe der SEF verdient in Führung ging. Burak Özdemir hatte gefühlvoll in die Gasse auf Andreas Hohlenburger durchgesteckt, der locker zum 1:0 einschob (26.). Nur wenige Minuten später folgte der zweite Streich – und dieses Mal verdingte sich Hohlenburger als Vorbereiter für James Joseph: Dessen Schuss konnte Grünwald zunächst abwehren, den Nachsetzer drückte der Nigerianer aber mit dem Kopf über die Linie (33.). In der Folge hätte der SEF das Match bereits in der ersten Halbzeit entscheiden können, vor allem Burak Özdemir gefiel durch kluge Aktionen. Vor dem TSV-Gehäuse agierten die Freisinger aber zu sorglos.

Und auch im zweiten Durchgang schossen die Gäste weiter munter aufs Tor, setzten ihre Gelegenheiten jedoch entweder knapp neben das Tor, oder fanden in Grünwalds Keeper Patrick Nothhaft ihren Meister – etwa Özdemir bei einem satten Freistoß (52.). In der Schlussphase der Partie vollendete der SEF dann aber seine Hohlenburger-Festspiele: Erst versenkte Freisings Goalgetter mit der gütigen Hilfe eines Grünwalder Verteidigers zum 3:0 (80.), ehe sich der 26-Jährige mit seinem dritten Tor des Tages und dem 25. Saisontreffer nach einem feinen Solo zurück an die Spitze der Torjägertabelle schoss (90.+2). Wie nachhaltig der Erfolg in Grünwald aber war, wird sich zeigen. „Die Antwort auf diese Frage“, so Plabst, „darf die Mannschaft am Mittwoch in Kastl geben.“

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