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Plan geht auf: Freising fährt „außerordentlichen“ Sieg ein

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SEF-Coach Plabst (r.) hatte nach dem Spiel gegen Pfarrkirchen fast ausschließlich Gutes zu berichten. © Habschied

Es gibt Spiele im Laufe einer Saison, die können eine Mannschaft nachhaltig prägen. Für die Fußballer des SE Freising war das Gastspiel beim TuS Pfarrkirchen am Samstagnachmittag vielleicht so eines – trotz massiver personeller Engpässe siegten die Lerchenfelder im Rottal souverän mit 2:0 (0:0).

Freising – Viel hätte man bei den Buchmachern während der zurückliegenden Woche nicht bekommen, wenn man auf einen Dreier für den SEF gesetzt hätte: Stürmer Andi Hohlenburger nicht da, zudem fast eine Handvoll wichtiger Spieler verletzt oder im Urlaub – die Reise zum TuS Pfarrkirchen war in sportlicher Hinsicht eine ins Ungewisse. Am Ende blieb die Erkenntnis, dass es wohl derzeit egal zu sein scheint, welche elf Spieler Trainer Alex Plabst ins Rennen schickt.

Die Gelb-Schwarzen dominierten die 90 Minuten beinahe nach Belieben und belohnten sich im zweiten Durchgang mit zwei Toren. „Heute habe ich einen außerordentlichen Sieg gesehen“, lobte Plabst hinterher: „Unser Plan ist voll aufgegangen.“ Dieser hatte vorgesehen, zunächst einmal den Ausfall der Kräfte zu kompensieren und nicht nicht früh ins Hintertreffen zu geraten.

Wieder hatte sich Freisings Coach für eine Dreier-Defensiv-Kette entschieden, die sicher stand und während der ersten 45 Minuten keine TuS-Chance zuließ. Nur ein Mal hatte der SEF eine brenzlige Situation zu überstehen, als ein Pfarrkirchener Stürmer im Duell mit Andi Schredl zu Fall kam, ein Elfmeterpfiff jedoch berechtigter Weise ausblieb. Die einzige Freisinger Chance vergab Andi Manhart (41.).

Den Gegner komplett im Griff hatten die Gäste aus der Domstadt dann im zweiten Durchgang: Freising marschierte immer mehr in Richtung Tor der Rottaler, zum Pechvogel avancierte aber dabei Andi Manhart: Zunächst vergab Freisings Youngster, der Hohlenburger im Sturm ansonsten klasse vertrat, im Doppelpack und freistehend die Führung, dann klatschte einer seiner scharfen Schüsse auch noch an den Pfosten.

„Wo andere aufgeben, hat er weitergemacht“, lobte der Coach: „Deswegen war er für mich im doppelten Sinn der Mann des Spiels.“ Denn an den am Ende zwei entscheidenden Szenen war der junge Stürmer unmittelbar beteiligt. In der 61. Minute wurde er über außen wunderbar freigespielt, seine butterweiche Hereingabe nickte Sebastian Thalhammer zur SEF-Führung ein. Fünf Minuten vor Schluss belohnte sich der 19-Jährige für sein Engagement: Domagoj Tiric hatte Manhart das Leder in den Lauf gelegt, und der schloss – allein vor TuS-Keeper David Gallauer – ab (85.).

Da war er doch noch, der unerwartete SEF-Sieg, und Trainer Plabst sah sich bestätigt: Von Akteur eins bis 21 sei man nahezu gleichwertig aufgestellt. „Und wir schaffen es immer besser, geduldig zu bleiben und die Drangphasen der Gegner zu minimieren.“ 

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