Reiner Angsthasenfußball

Freising - SEF verabschiedet sich frühzeitig von seinen Aufstiegsträumen

Freising – Adieu, Landesligaaufstieg! Nur ganze vier Tage dauerte die Hochphase für den SE Freising, schon gegen den direkten Konkurrenten aus Garching - einen Aufsteiger - setzte es beim 1:3 erneut eine - die nun bereits vierte - Niederlage für die Domstädter. Dadurch bleibt den Gelb-Schwarzen zur Zeit nur Rang sechs - und bereits zehn Punkte Rückstand auf Tabellenführer Unterföhring.

Ruhig und gefasst wirkte Freisings Trainer Alexander Kutschera nach dem Gastspiel in Garching, dennoch war dem Übungsleiter die Verärgerung über die erneute Niederlage deutlich anzumerken. Vieles, so hätte man meinen können, würde sich nach dem 3:0 vom Mittwoch ändern. Ein wenig frischer Wind war da durch die Savoyer Au geweht, hoffnungsvoll reiste die SEF-Delegation gestern Nachmittag in die Münchner Vorstadt. Doch schon kurz nach dem Anpfiff fielen die Freisinger Jungspunde beim VfR wieder ins gewohnte Muster zurück. Denn da musste Andreas Sczudlek bereits das erste Mal hinter sich greifen (3.), frühe Gegentore scheinen sich zum Steckenpferd der Kutschera-Elf zu mausern. Garching hatte da einen weiten Einwurf in den Strafraum geschleudert. Aber anstatt das Spielgerät aus der Gefahrenzone zu entfernen, durfte Alexander Beer ungehindert die Führung erzielen. „Das war sowas von Angsthasenfußball, das gibt’s gar nicht“, polterte Kutschera nach dem Spiel. Nicht energisch und aggressiv genug waren die Gäste ans Werk gegangen, Garching hatte zu diesem Zeitpunkt dagegen wenig Mühe, in Führung zu gehen.

Danach spielten es die Hausherren clever, verschanzten sich zum Teil mit Mann und Maus am eigenen Strafraum und lauerten auf Konter. So wie Jens Herbert, der eben einen solchen kurz nach dem Seitenwechsel abschloss (50.) - die Vorentscheidung. Hoffnung keimte nur kurzzeitig auf, als Thomas Eckmüller 20 Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer erzielte (70.). Da probierten die Gäste noch einmal alles, Obersteiner holte die Kohlen dann aber endgültig aus dem Feuer (81.).

Damit hat sich auch Trainer Alex Kutschera vom Landesligaaufstieg verabschiedet, „und ich hoffe, die Spieler kriegen das auch endlich in den Köpfen rein.“

Erheblichen Nachholbedarf meldete der Trainer zudem für den Defensivbereich an. „Da sind eigentlich Spieler mit viel Erfahrung drin, die sollten das normal besser können.“ Einige Umstellungen werden folgen. Wird sich zeigen, ob die die gewünschte Wirkung bringen. ms

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