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Völlige Extase: Die Fans des FC Moosinning feiern mit ihrer Mannschaft beim Spiel in Erkheim. 

Sportgeflüster aus Freising

Relegation: Die Bonusspiele für Fans und Ausrichter

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Jetzt geht sie dann bald wieder los, die schönste Jahreszeit für viele Fußballeristi, auch im Landkreis Freising. Nicht unbedingt die Fußball-WM in Russland ist damit gemeint, die ist doch längst zu einem Schlachtvieh mit dickem Preisetikett mutiert.

Dopingdiskussionen rund um das heißestes Sporteisen der Welt tun längst ihr Übriges. Gemeint sind vielmehr: die Relegations-Partien im Amateurbereich, die endgültig über Auf- und Abstieg entscheiden. Bekommen die Zusatzspiele im Profibereich gerade massiv – und berechtigterweise, mag mancher zustimmen – Gegenwind von Vereinen wie Holstein Kiel, haben sich die Tod-oder-Gladiolen-Spiele, um einen berühmten Holländer zu zitieren, im Amateurbereich zu einem Renner entwickelt in den letzten Jahren, auch Dank sozialer Medien. Fußballfans aus dem ganzen Landkreis verabreden sich zu den verschiedenen Bonusspielen oft fremder Teams, Termine sind schon Tage zuvor im Kalender dick markiert und die Sitzplätze auf den Tribünen rasch belegt. Und das ist gut so, zeigt es doch den Wert, den das „Hobby Fußball“ immer noch einnimmt Land auf, Land ab.

Gefragt sind heuer aber die Vertreter des Fußballverbandes, um Szenen wie im vergangenen Jahr in Hohenkammer zu vermeiden. Nach Schlusspfiff der Partie Pulling gegen Unterbruck stürmten zahlreiche Zuschauer den Platz, sogar eine Handvoll Polizeiautos musste anrücken, nachdem eine Rauferei sogar mehrere Verletzte gefordert hatte. Vorbildcharakter für die zahlreichen Kinder hatte das nicht. Klar, mancher hätte sich im Griff haben müssen. Jedoch, und da wird jeder, der mit Sport zu tun hat, zustimmen, lassen Emotionen auch irrationale Handlungen zu. Vielmehr liegt es deswegen am Verband, die Austragungsorte der Relegationsspiele weise auszuwählen. Ohne jemand zu nahe zu treten: Plätze wie der in Hohenkammer sind einfach nicht für Relegationsspiele gemacht, gerade, wenn zahlreiche Zuschauer erwartet werden. Es genügt einfach nicht, wenn Spielleiter die finanziell lukrativen Begegnungen ihren Heimatvereinen zuschustern, und dann darauf hinweisen, es habe sich sonst niemand für die Austragung gemeldet.

Die Geister, die der BFV rief ob der Stärkung der Relegation, sollte er in den Griff bekommen. Parkplätze, Gastronomie, Raum für genügend Zuschauer beider Fanlager, aber auch geeignete Schiedsrichter und genügend Ordner – alles muss stimmen, damit das Paket Relegation das Interesse der Zuschauer rechtfertigt. Aufgerufen sind auch alle Fußballfans in der Region. Schön zu sehen ist es aus journalistischer Sicht, wenn das Interesse am Amateurfußball nicht abebbt und beispielsweise wie letztens 1200 Zuschauer in der Savoyer Au eine „normale“ Landesligapartie besuchen.

Jedoch sei an die Vernunft der Fans appelliert. Natürlich spielen Emotionen eine Rolle, wenn sich in nur einem Spiel Erfolg oder Misserfolg einer ganzen Saison entscheiden kann. Am Ende ist und bleibt es doch nur: ein Freizeitsport. Vielmehr sollten die Fans doch mit kreativen Bannern, Sprechgesängen und einfach nur guter Stimmung aufwarten, um die Relegation zu einem echten Erfolgsmodell zu machen.

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