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Zehn fatale Minuten: SE Freising schenkt Führung gegenSpVgg Landshut durch kollektiven Blackout her

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Zu viele Fehler leistete sich der SE Freising um Spielertrainer Florian Bittner (l.) im Spiel gegen die SpVgg Landshut – vier Gegentore waren die Folge.
Zu viele Fehler leistete sich der SE Freising um Spielertrainer Florian Bittner (l.) im Spiel gegen die SpVgg Landshut – vier Gegentore waren die Folge. Foto: lehmann © lehmann

Mit 2:4 (1:1) hatten die Landesliga-Fußballer des SE Freising am Dienstagabend auch gegen die SpVgg Landshut das Nachsehen.

Freising – Das Positive: Nicht alles, was die Gelb-Schwarzen gezeigt hatten, war schlecht. An was es beim SEF aktuell hapert, ist offensichtlich – neun Gegentore in zwei Partien. Defensiv sind die Lerchenfelder durch die Umstellung auf Dreierkette noch weit von ihrer Form der vergangenen Jahre entfernt. Obwohl die letzte Freisinger Reihe eigentlich aus erfahrenen Akteuren besteht. Auch im Isar-Derby gegen die Gäste aus Landshut patzten die Hintermänner bei allen vier Gegentoren – zu viel für eine Partie auf diesem Niveau. Dabei war es vielversprechend losgegangen für den SEF.

30 Minuten lang tasteten sich beide Teams ab, offensive Aktionen waren hüben wie drüben Mangelware. „Dann sind wir nicht einmal unglücklich in Führung gegangen“, sagte Spielertrainer Florian Bittner. Denn das Tor entsprang keinem Zufallsprodukt, sondern war fein herausgespielt und eine Kombination zweier Neuzugänge. Marcos Hones hatte von links einen klasse Querpass an den rechten Spielfeldrand gespielt, Neuzugang Christian Schmuckermeier narrte noch einen Gegenspieler mit einer durchdachten Drehung und schloss dann mit Auge ins lange linke Eck ab (35.) – ein bärenstarker Einstand für den Ex-Wartenberger.

Die Führung hielt jedoch nur drei Minuten: Nachdem Keeper Jonas Trost eine Weltklasse-Parade gezeigt und gegen Stefan Alschinger eine Großchance zur Ecke geklärt hatte, stieg Vitus Kirchberger bei dieser am langen Pfosten nicht mit hoch, sodass Lucas Biberger sich die Ecke per Kopf aussuchen konnte (38.). Dennoch: Die Hausherren waren drin im Spiel.

Anders als zehn Minuten nach dem Seitentausch. „Diese zehn Minuten leisten wir uns aktuell leider noch“, so die Analyse von Spielertrainer Bittner. Eine Zeit, in der sich die Lerchenfelder – wie schon in Geretsried – wieder einen kollektiven Blackout leisteten und alles über den Haufen warfen, was in Durchgang eins noch geklappt hatte. Besonders bitter: Beide Treffer zur 3:1-Vorentscheidung waren mehr als vermeidbar und entsprangen katastrophalen Abspielfehlern erfahrener Verteidiger. Erneut Lucas Biberger (51.) und Florentin Seferi (54.) bedankten sich.

Kurzzeitig keimte noch einmal Hoffnung auf, als Freising binnen kurzer Zeit viermal wechselte, was dem Spiel merklich guttat. So verkürzte Luka Brudtloff aus kurzer Distanz auf Vorarbeit von Christian Schmuckermeier (65.). In der Folge lief Freising an, doch das 2:4 durch Dejan Ignjatic (78.) – nach einem erneuten Freisinger Abspielfehler – zerstörte alle Hoffnungen. (Matthias Spanrad)

SE Freising – SpVgg Landshut 2:4 (1:1)

Aufstellung: Trost – Mayr (58. Löw), Schmid, Kirchberger – Rudzki, Bittner (58. Mitko),
Fischer, Rist – Schmuckermeier C., Eppink (63. Brudtloff), Hones (63. Günzel).
Tore: 1:0 Schmuckermeier C. (35.), 1:1 Biberger (38.), 1:2
Biberger (51.), 1:3 Seferi
(54.), 2:3 Brudtloff (65.),
2:4 Ignjatic (78.).

Gelbe Karten: Hones, Kirchberger, Mitko.

Schiedsrichter: Maximilian Wirkner (FC Mertingen)

Zuschauer: 205.

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