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Auch vor dem Derby gegen Attaching: Kirchdorf personell stark reduziert

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Das Hinspiel gegen den SC Kirchdorf gewann der BC Attaching knapp mit 2:1. Alles andere als ein erneuter Erfolg der Freisinger im letzten Spiel des Jahres wäre eine Überraschung.
Das Hinspiel gegen den SC Kirchdorf gewann der BC Attaching knapp mit 2:1. Alles andere als ein erneuter Erfolg der Freisinger im letzten Spiel des Jahres wäre eine Überraschung. © Michalek

Das Landkreisderby zwischen dem SC Kirchdorf und dem BC Attaching findet am Sonntag nicht auf Augenhöhe statt.

Kirchdorf – Der Tabellenvorletzte empfängt den Ranglistenzweiten und wird, wie schon in den vergangenen Wochen, mit einem stark dezimierten Aufgebot auflaufen müssen. Laut SCK Trainer Andreas Apold fehlen mehr als zehn Akteure, sieben davon Stammspieler.

„Bis zum Sonntag kommt auch keiner mehr zurück, da musst du gegen Attaching zusehen, dass du irgendwie auf gut Glück was holst“, hat der 44-jährige Übungsleiter noch Hoffnung. „Möglicherweise haben wir durch unseren kleinen Platz eine minimale Chance. Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung.“

Um diese Minimalchance der Gastgeber weiß auch Attachings Trainer Enes Mehmedovic: „Das ist für Kirchdorf ein Derby, und da hat es uns der SCK immer schwer gemacht. Die haben einen kleinen Platz, da geht alles nur über die Zweikämpfe. Wenn wir die da nicht annehmen, dann wird es ganz schwierig.“

Für seinen Gegenüber Andreas Apold sind Schwierigkeiten seit Wochen der ständige Begleiter. Kirchdorf ist mittlerweile auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht und kassierte zuletzt zehn Gegentore in zwei Spielen. „Mit so vielen Ausfällen bist du einfach nicht Kreisliga-tauglich. Da werden uns die Grenzen aufgezeigt. Du kannst nur schauen, dass du hinten den Kasten dichthältst“, urteilte Apold nach der 0:6-Klatsche in Walpertskirchen. Großartig Vorwürfe macht der 44-jährige Trainer seinen Jungs nicht. Derzeit helfen sogar drei reaktivierte Spieler aus der AH aus, die alles reinhauen. Da müsse man froh sein, dass überhaupt eine Mannschaft auf dem Feld steht. Die werde auch gegen Attaching wieder ihr Bestes geben, betont Apold, „Trotzdem könnte es ähnlich deutlich werden, wie gegen Walpertskirchen, wobei ich glaube, dass der Aufsteiger sogar die bessere Offensive hat. Attaching war zuletzt auch nicht mehr so gut drauf.“

Das ist nicht von der Hand zu weisen, denn der BCA schaffte in den letzten drei Partien nur einen Sieg. In Lengdorf gab es ein fades 0:0, und beim TSV Allershausen kassierte der Tabellenzweite sogar eine 1:2-Niederlage. Teamleiter Martin Ricks sprach danach davon, dass sein Team langsam auf dem Zahnfleisch daherkomme. Doch im Heimspiel gegen Taufkirchen gelang ein verdienter 3:1-Erfolg, Rang zwei war der Lohn. „Die Laune ist wieder gut. Nach zwei schwächeren Spielen haben wir eine Reaktion gezeigt, obwohl wir viele Ausfälle hatten“, freute sich Mehmedovic. „Wir waren sicher gestanden, haben Zweikämpfe angenommen, Zweikämpfe gewonnen, sind den zweiten Bällen hinterher gegangen – alles was wir zuletzt falsch gemacht hatten, haben wir gegen Taufkirchen wieder richtig gemacht.“

In die Rolle des Torjägers schlüpfte vergangenen Sonntag Maximilian Tessner. Er erzielte in Abwesenheit von Toptorjäger Didier Nguelefack zwei Treffer beim zehnten Saisonsieg. Keine Überraschung für den Trainer: „Tessner ist ein sehr guter Spieler, der länger gefehlt hat. Aber jetzt hat er mal drei Wochen am Stück trainieren können und das merkt man auch bei ihm. Er ist halt leider noch nicht bei 100 Prozent, wenn er die mal erreicht hat, ist das echt ein Superspieler“, glaubt Mehmedovic, dass sich sein Stürmer noch weiter steigern kann.

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