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Daniel Müller (21) hatte Freising in Halbzeit eins in Führung gebracht.

Fußball - Landesliga

SE Freising: Der Dreier lag auf dem Silbertablett

  • vonMatthias Spanrad
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Die Landesliga-Fußballer des SE Freising sind beim ASV Dachau nicht über ein 1:1 hinausgekommen. Florian Bittner vergab in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter.

Freising – Mit einem Remis zufriedengeben mussten sich die Fußballer des SE Freising am ersten regulären Landesliga-Spieltag des Jahres 2020. Beim ASV Dachau kamen die Lerchenfelder am Samstag nur zu einem 1:1 (1:0). Dabei vergaben sie in der Schlussminute die große Elfmeter-Chance zum sicheren Sieg.

Es lief bereits die Nachspielzeit auf dem Kunstrasenplatz in Dachau, als die Freisinger Kicker die drei Zähler quasi auf dem Silbertablett serviert bekamen. SEF-Kapitän Andreas Schredl war mit nach vorne geeilt und mit dem Ball in den Strafraum eingedrungen. Dort holte ihn ein Dachauer Akteur derart rüde und ungeschickt von den Beinen, dass Schiedsrichter Felix Brandstätter gar nicht anders konnte, als auf den Punkt zu zeigen. Co-Spielertrainer Florian Bittner übernahm die Verantwortung – und verpasste den 2:1-Siegtreffer. Er zielte durchaus platziert aufs Eck, ASV-Keeper Hendrik Natzer war allerdings auf der Hut und entschärfte den Penalty.

Enttäuschung bei den SEF-Fußballern

Danach war Schluss – und die Enttäuschung bei den Freisinger Fußballern groß. Ob’s eine gefühlte Niederlage war? „Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden“, resümierte Bittner. „Es ist natürlich bitter, den entscheidenden Elfmeter zu verschießen.“ Allerdings habe Abstiegskandidat Dachau auch sehr hohen Aufwand betrieben und sich deswegen den Punkt redlich verdient. Seine Mannschaft habe zu ängstlich gespielt, kritisierte Bittner, phasenweise habe das Selbstvertrauen gefehlt. „Außerdem konnten wir auf dem kleinen Kunstrasenplatz vieles nicht spielerisch lösen.“

Die mitgereisten Freisinger Fans hatten zuvor zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten gesehen: In den ersten 45 Minuten gab zuerst der SEF den Ton an, ohne sich die Vielzahl an Chancen zu erspielen wie noch im Nachholspiel gegen Kastl (3:1). Dachau, das um den Anschluss an die Relegationsränge kämpft, startete zwar couragiert, Freising zog dem ASV jedoch bald den Zahn. Nach nicht einmal zehn Minuten flankte Linksverteidiger Florian Härtel scharf in den Strafraum, wo Daniel Müller, der am Samstag zu seinem ersten Startelfeinsatz seit Mai vergangenen Jahres kam, goldrichtig stand und einnickte (9.). Ansonsten war in diesem Abschnitt, den die Gäste weitgehend im Griff hatten, nicht mehr viel los. Einzig Nikolai Davydov, der Doppeltorschütze vom vergangenen Samstag, war einmal allein auf weiter Flur, scheiterte aber an Dachau-Schlussmann Natzer (21.).

Große Chance für Nikolai Davydov

Kurz nach dem Wiederanpfiff stand erneut Davydov im Fokus, als sein Schuss knapp am Pfosten vorbeistrich (48.). In der Folgezeit meldeten sich dann allerdings die Hausherren immer mehr zu Wort und kamen ebenfalls zu Tormöglichkeiten – was den SE Freising zunehmend vor Probleme stellte. „Heute haben einige eine Chance bekommen, sich zu zeigen“, monierte Co-Spielertrainer Florian Bittner, „von manchen hätte ich mir aber mehr erwartet“.

Das sollte sich rächen, denn elf Minuten vor dem Abpfiff kam Dachau zum Ausgleich. Freising schaffte es nicht, das Leder zu klären – eine ASV-Flanke segelte an Freund und Feind vorbei vors Tor, wo Miridon Rexhepi stand und einnetzte (79.). Die Partie ging in die Nachspielzeit, der bittere Ausgang – aus Freisinger Sicht – ist bekannt.

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