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Nach Blessur zurück: Michael Schmid.

Landesliga

Zum Liga-Ausklang werden die Kräfte gebündelt

  • vonMatthias Spanrad
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Der SE Freising bestreitet in diesem Jahr nur noch ein Spiel um Landesliga-Punkte. Am Freitag gastiert der SV Erlbach.

Freising – Alex Plabst, Trainer bei den Fußballern des SE Freising in der Landesliga Südost, kennt da nix. Prinzipiell ist diese merkwürdige Saison für die Lerchenfelder Fußballer gelaufen. Nach oben können die Gelb-Schwarzen alle Ambitionen begraben. Schon die Auftritte vor Corona waren durchwachsen, und auch in diesem Herbst haben die Lerchenfelder nicht den Eindruck erweckt, als würden sie konstant oben angreifen können. Einzig der Sieg in Töging war richtig überzeugend. „Spätestens seit dem Ende der Hinrunde war absehbar, dass es heuer nicht langen wird“, resümiert Plabst ganz ohne Gram. „Nach zwei fast perfekten Jahren schaffen wir es nicht in die Spitzengruppe.“ Beruhigend: Auch nach unten sind die Eintracht-Mannen abgesichert, 43 Zähler, rechnet der Coach und Sportchef vor, dürften locker reichen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass da noch was anbrennt“, so Plabst. „Den einen oder anderen Zähler werden wir schon noch holen.“

Vielleicht am Freitagabend im Heimspiel gegen den SV Erlbach (19.30 Uhr). Obwohl es „nur“ noch um die bekannte Goldene Ananas geht, duldet, ja erwartet Plabst bei den Seinen keinen Motivationseinbruch. Ganz im Gegenteil, charakterlich, das hat Plabst schon öfters betont, sei diese SEF-Elf blitzsauber, „daran gibt es keinen Zweifel.“ Und eine vernünftige Platzierung wolle man schon erreichen, „Rang fünf bis acht muss unser Ziel sein“, diktiert der Trainer seiner Eleven ins Hausaufgabenheft.

Deswegen haben sich die Freisinger gegen den SV Erlbach, einen der „haushohen Meisterschaftsfavoriten“, wie Plabst sagt, einiges vorgenommen. „Wenn Erlbach bei uns was reißen will“, gibt sich Freisinger Coach selbstbewusst, „werden die was dafür tun müssen.“ Erlbach darf sich also auf einen heißen Tanz einstellen und wird auf einen Gegner treffen, der mutig offensiv auftreten will.

Deswegen bietet Plabst zum letzten Ligaspiel des Jahres – in den kommenden Wochen stehen vier Partien im Ligapokal an – alles auf. Sogar Stürmer Andi Hohlenburger steht nach über einem Jahr vor seinem ersten Startelf-Einsatz, Defensiv-Stütze Michael Schmid kehrt nach überstandener Rippenblessur auch wieder zurück.

Im Frühjahr wird Plabst seine Augen dann schon auf die nächste Saison richten, die ausstehenden Spiele seien ein „funktionales Testen“, wie es Plabst nennt. Hergeschenkt werden keine Partie, schon aus Wettbewerbsgründen, jedoch wollen die Gelb-Schwarzen einiges ausprobieren und vor allem die U19-Nachrücker an den Herrenbereich heranführen. Luka Brudtloff, 17-jähriges Sturmtalent, soll dann beispielsweise mehr Minuten bekommen als bisher. Plabst: „Er machte seine Sache schon richtig gut, muss nur noch den Jugendstil los werden,“ betont Plabst. Auch Markus Kronauer oder Fabian Löw (beide Abwehr) sollen Herrenfußball-Luft schnuppern. „Wir werden das aber“, verspricht Plabst abschließend, „ernsthaft angehen.“

Aufstellung:

Negele – Aiteniora, Schmid, Kirchberger, Schredl – Bittner – Manhart, Mayr, Tiric, Schmuckermeier – Hohlenburger.

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