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Georg Appel (l.) wird sein Amt als Abteilungsleiter der Eintracht Freising an Nils Haack übergeben.

Eintracht findet neuen Abteilungsleiter

SE Freising klärt Zukunft: Haack beerbt Appel

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Anfang des vergangenen Jahres war es etwa, als Georg Appel, bis dahin in vielen Funktionen tätig für seinen Verein, den Sportclub Eintracht Freising, einen Auftrag erteilte: Im Frühjahr 2019, so verkündete er, werde er sein Amt als Fußball-Chef in der Savoyer Au niederlegen.

Freising – Wie dieser Abschied zu lösen ist, das war, neben dem Neuanfang nach dem knapp verpassten Bayernliga-Aufstieg, die größte Aufgabe. Die Vereins-Verantwortlichen und auch Appel selbst, der in seine Nachfolgersuche involviert war, haben eine Lösung gefunden. Offiziell ab April, wenn die neue Abteilungsführung gewählt wird, inoffiziell schon eher, wird Nils Haack (43) dieses Erbe antreten. Der ehemalige Landshuter und Attachinger Funktionär soll noch vorgestellt werden, aber auf Nachfrage der Heimatzeitung äußerte sich Haack bereits jetzt zu seinen Plänen und Aufgaben.

Georg Appel

Im vergangenen Herbst erreichte ihn die Anfrage, ob er es sich denn vorstellen könnte, die sportliche Verantwortung bei den Landesliga-Fußballern der Lerchenfelder zu übernehmen. Im Sommer erst hatte Haack bei der SpVgg Landshut, ebenfalls als Sport-Chef in der Landesliga, seinen Dienst quittiert, zu groß waren die Differenzen in der Vorstellung der zukünftigen Ausrichtung, zu wenig hätte sich das mit Job und Familie in Einklang bringen lassen.

Als die Anfrage aus Freising kam, erbat sich Haack Bedenkzeit, sprach mit der Frau daheim, brachte seinen Job mit ins Spiel – und sagte schließlich zu. „So ganz ohne Fußball“, musste Haack anerkennen, „geht’s halt dann doch nicht.“

Haack, der Hamburger Jung, der in seiner aktiven Zeit in der Hansestadt gegen so namhafte Spieler wie André Breitenreiter oder den heutigen Bayern-Manager Hasan Salihamidzic gespielt hat, will wieder mitmischen. „Und weil der Alex Plabst eh immer wieder gesagt hat, dass er gern mal was mit mir zusammen aufbauen würde“, erklärt Haack, „war das jetzt die beste Gelegenheit.“

Eine gewisse Verbundenheit – Haack spielte in der zweiten Mannschaft – sei zum SEF auch immer da gewesen. Klarstellen will er, dass es andere Strukturen in Freising sind, die eine Vereinbarkeit von Verein und Arbeit durchaus ermöglichen, eine Sache, weshalb sich Haack in Landshut ja eigentlich verabschiedet hatte. „Dort träumen alle schon von der Regionalliga und entsprechend sind die Strukturen bereits ausgelegt – das konnte ich nicht leisten.“

In Freising sei alles etwas beschaulicher, ohne jedoch minder professionell zu sein. Insgesamt, das weiß die Szene längst, liegt dem 43-Jährigen auch die Förderung des hauseigenen Nachwuchs am Herzen. Seine Aufgaben sieht Haack im Dienst eines klassischen Sportchefs, rein für die Erste Mannschaft. Das sei mit dem Verein so abgeklärt, alles weitere werde nun – nachdem Georg Appel zuvor alles selbst geschultert hat – auf mehrere Personen aufgeteilt.

Haack selbst kümmert sich um das Umfeld der Landesliga-Truppe, führt Vertragsgespräche, sondiert den Markt nach neuen Spielern. Und genau da möchte er seinem alten Klub, der „Spiele“ in Landshut, ein klein wenig die Angst nehmen, nachdem ihn bereits entsprechende Gerüchte erreicht hätten: In der laufenden Winterpause werde es keine Freisinger Abwerbeversuche für Akteure aus der Dreihelmenstadt geben, „das habe ich den Vereinsverantwortlichen so mitgeteilt.“ Was im Sommer passiere, das müsse man sehen. „Wenn ein Spieler interessant ist, dann rede ich mit ihm – das habe ich bisher immer so gehandhabt.“ Auch, wenn dieser aktuell in Landshut spielt.

Haack will sich viel lieber auf die neue Aufgabe konzentrieren, und da traut der 43-Jährige seinem neuen Klub für die anstehenden Rückrunde noch einiges zu. Letztes Jahr, da sei Platz zwei durchaus eine Überraschung gewesen. „Jetzt“, lobt Haack, „trägt die Arbeit von Alex Plabst Früchte, das ist eine eingespielte Truppe, die stehen nicht einfach so oben.“

Ob’s deswegen heuer für den großen Wurf reichen könnte? Das, beschwichtigt Haack, sei aktuell schwer einzuschätzen. Den FC Deisenhofen etwa halte er für ganz stark, „zudem glaube ich nicht, dass Wasserburg das bis zum Ende so durchziehen wird.“ Mit einem neuen Sportchef dürfte jedoch auch der SEF zu den heißen Eisen in der Rückrunde der Landesliga gehören.

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