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„Bin mir da nicht mehr so sicher“ – Coach Alex Plabst ist skeptisch, dass es im Februar wieder um Punkte geht.

Fußball

SE Freising: Personelle Entscheidungen erstmal zweitrangig

  • vonMatthias Spanrad
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Fußball-Landesligist SE Freising hält sich im Winter auf dem Transfermarkt zurück. Einen Abgang gibt es allerdings.

Freising An Fußball ist aktuell kaum zu denken – nicht nur, weil Väterchen Frost den Landkreis fest im Griff hat. Das letzte Punktspiel haben die Landesliga-Kicker vom SE Freising am 17. Oktober absolviert. Seitdem: Pause. Wann es weitergeht, steht in den Sternen. Testpartien sind theoretisch terminiert – doch ob diese stattfinden können, ist im Hinblick auf Corona fraglich. Im FT-Interview spricht SEF-Coach Alex Plabst über Wintertransfers, die Besonderheiten dieser Pause und den Fahrplan fürs Frühjahr.

Der SEF pausiert seit fast zwei Monaten. Wie ist es um die Stimmung in der Mannschaft bestellt?

Puh, wirklich oft gesehen haben wir uns nicht, vor allem, seit am 2. November jeglicher Betrieb eingestellt worden ist. Jetzt haben wir eben eine vorzeitige Winterpause, uns sind jedoch im Grunde nur zwei, drei Spiele weggefallen. Aber ein wenig haben wir uns dadurch schon aus den Augen verloren. Allerdings habe ich nicht den Eindruck, dass die Stimmung innerhalb unserer Mannschaft schlecht wäre, da läuft viel in WhatsApp-Gruppen ab.

Sind Sie im Reinen mit der Entscheidung, den Spielbetrieb einzustellen?

Für mich ist das schwer zu sagen, ich will mich dazu nicht großartig äußern. Natürlich hätte ich gerne im November mit meiner Mannschaft weitergespielt. Doch das hat ja wenig mit dem Bayerischen Fußball-Verband zu tun. Die politische Entscheidung gilt es zu akzeptieren. Ich hatte noch gehofft, dass es im Januar früher losgehen kann, aber danach sieht es nicht aus.

Wie geht ihr im Team mit dieser Situation um?

Es ist bei uns grundsätzlich so, dass wir in der Winterpause bis zum Jahreswechsel erst einmal nichts machen – und das werden wir so beibehalten. Auch in Sachen Online-Training wird sich nichts tun. Ich möchte die weiteren Entscheidungen abwarten, denke aber, dass sich die Jungs selbst fit halten, damit sie zum Start nicht bei null anfangen. Wenn wir wissen, ab wann ein Trainingsstart möglich ist, wird es sicherlich ein 14-tägiges Vorlaufprogramm geben.

Florian Härtel (22) trägt künftig das Trikot des Bezirksligisten SpVgg Haidhausen.

Die Winterpause ist auch die Zeit für Wechsel. Abwehrspieler Florian Härtel hat sich zur SpVgg Haidhausen in die Bezirksliga Ost verabschiedet. Stehen weitere Transfers an?

Beim Flo ist es so, dass er dort in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnt. Anfang des Jahres war er noch gut dabei, nach dem ersten Lockdown hat es für ihn aber nicht mehr zur Stammkraft gereicht. Er hat dann intern kundgetan, dass für ihn dafür der Aufwand zu groß ist. So haben wir uns darauf geeinigt, dass er in Haidhausen gut aufgehoben ist. Weitere Abgänge sind momentan nicht vorgesehen.

Sind Neuzugänge geplant?

Wir sind Sechster, nach oben und nach unten geht in der Rückrunde nicht mehr viel. Deswegen hat das bei uns keine Priorität. Trotzdem wollen wir die Saison auf dem bestmöglichen Platz abschließen.

Und Ihre Zukunft? Im Winter werden ja oft die Trainer-Verträge verlängert.

Wir haben dazu mit dem Verein noch keine Gespräche geführt. Heuer wird es allerdings schon auch nötig sein, dass die gesamte Situation bewertet wird, wie etwa ein Verein finanziell aus der Krise hervorgeht, und was im nächsten Jahr überhaupt machbar sein wird. Danach ist die Zeit da, personelle Entscheidungen zu treffen, auch mit den Spielern.

Im 20. Februar soll es, so plant es der Verband, mit Nachholspielen und dem Ligapokal weitergehen. Inwieweit ist das realistisch?

Anfangs habe ich schon gedacht, dass das machbar ist. Seitdem der Teil-Lockdown jedoch bis zum 10. Januar verlängert wurde, bin ich mir da nicht mehr so sicher.

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