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Belohnung für den aufopferungsvollen Kampf: Die Freisinger hatten die letzten Wochen viele Punkte verloren, dieses Mal gelang ein Heimsieg gegen Spitzenreiter Karlsfeld. 

Landesliga Südost

Riskante Rechnung geht auf

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Freising – Vielleicht ein Zähler gegen den Tabellenführer? Am Ende wurden es für den SE Freising gegen Eintracht Karlsfeld sogar drei. Der 2:0 (1:0)-Sieg war verdient

Trainer Alex Plabst war dieses Mal als Bastel Wastel gefragt. Dem gesunden Rest des Kaders fehlen mehrere Offensivspieler, nach den Ausfällen von Andi Hohlenburger und Daniel Gädke hatte die Eintracht gar keinen gelernten Stürmer mehr zur Verfügung. Damit musste Plabst zwei offensive Mittelfeldspieler in die vorderste Reihe beordern, eine Maßnahme, die dem SEF aber nicht zum Nachteil gereichen sollte. „Dafür“, lobte Plabst hinterher, „ist es heute gut gelaufen, ich kann zufrieden sein.“

In der Vorbereitung auf diesen 15. Spieltag war Plabst nicht gerade optimistisch, erstmals fiel des Wort Abstiegskampf. Vielleicht einen Zähler gegen den Tabellenführer holen, davon war die Rede. Am Ende waren die Hausherren nicht nur das bessere Team, sondern gewannen völlig verdient.

„Natürlich war da viel Risiko dabei“, so Plabst. „Aber ich bin froh, dass die Rechnung aufgefangen ist.“ Und die Rechnung war ganz einfach: Freising warf alles rein in dieses Match, in dem vielleicht niemand etwas von den Gelb-Schwarzen erwartet hatte. Engagement, Leidenschaft und Laufbereitschaft stimmten von der ersten Minute. Nikolai Davydov gab früh den ersten strammen Warnschuss ab (6.), ehe keine zehn Minuten später die doch etwas überraschende Führung für den SEF fiel. Nach einem gezielten Pass in die Spitze wäre Flo Bittner eigentlich im Strafraum gefoult worden, im Fallen spitzelte er das Leder aber weiter zu Davydov, der aus kurzer Distanz abzog (12.). Ansonsten waren die Freisinger um Ordnung bemüht, viel Kreatives war im Spiel nach vorne nicht zu erwarten. Josef Moosholzer kam auf dem ungewohnten rechten Flügel gar nicht zu recht. Doch auch Karlsfeld, immerhin seit einiger Zeit oben an der Tabellenspitze, blieb mit seinem Ex-SEF-Stürmer Martin Schön und dem aktuell Führenden der Torschützenliste, Andre Gasteiger, Vieles schuldig. Einzig Philip Lorber (24.) und Schön (43.) versprühten so etwas wie Torgefahr. Die Halbzeitführung für Freising war durchaus verdient.

Was fehlte, war die Vorentscheidung – und die fiel keine 20 Sekunden nach dem Wiederanpfiff. Plabst hatte Michael Schmid zur Pause gebracht. Der sollte denn gleich den entscheidenden Impuls geben. Einen strammen, aber eigentlich harmlosen Pass aus dem Strafraum ließ ein Karlsfelder Verteidiger am eigenen 16er durch die Hosenträger rutschen, Domagoj Tiric reagierte geistesgegenwärtig und schloss ab (46.).

In der Folge nahmen die Eintracht-Aktionen zwar zu, Freising verteidigte aber gemeinschaftlich nicht nur den Sieg, sondern sogar die 2:0-Führung. Einmal kratzte Routiner Schmid gerade noch einen TSV-Schuss von der Linie (51.), zudem parierte Keeper Patrick Negele zwei Mal bärenstark bei einem Freistoß (52.) und einem Kopfball aus fünf Metern (80.). Doch auch Freising war noch einmal in Person von Nikolai Davydov dran (80.), ein 3:0 wäre dann aber vielleicht doch des Guten zu viel gewesen.

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