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Domagoj Tiric: Der Freisinger hatte kurz nach dem Seitenwechsel die Riesenmöglichkeit zur Führung , vergab aber genauso wie seine Kollegen vorher und nachher. 

SE Freising wieder nur 0:0

Trotz Top-Chancen: SE Freising bleibt weiterhin torlos

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Freising – Mit einem 0:0 gegen den FC Unterföhring verabschiedeten sich die Fußballer des SE Freising in die Winterpause. Am Ende stand jedoch die Erkenntnis, dass – wie schon öfters in dieser Saison – für die Elf von Trainer Alex Plabst mehr drin gewesen wäre.

Interessant war schon, wie das zweite Aufeinandertreffen mit den Kickern aus Unterföhring ablaufen würde. Im August war reichlich Zunder drin, Münchner Vorstadtkicker hatten sich wegen zwei Platzverweisen und strittigen Gegentoren verschaukelt gefühlt. Und vornweg: Auch dieses Mal erlebten nicht alle Akteure den Schlusspfiff auf dem Feld, und zumindest in einer Situation gab es Diskussionen.

Die Gäste starteten druckvoller, während Freising Zeit benötigte, um sich auf dem Kunstrasen in der Savoyer Au zurechtzufinden. Einmal konnte SEF-Keeper Patrick Negele einen satten Schuss gerade noch über die Querlatte lenken (7.), wenig später verfehlte ein Freistoß nur knapp (11.) sein Ziel.

Nach einer halben Stunden fanden die Lerchenfelder immer besser in die Partie und hatten nicht nur die dickeren Chancen, sie spielten auch zielstrebiger mit der besseren Grundausrichtung, die ohne echten Stürmer in der Startelf auskommen musste. „Da müssen wir aus den Chancen vielmehr machen“, kritisierte Trainer Alex Plabst hinterher. Er hatte recht, eigentlich hätte die Eintracht schon vor der Pause in Führung gehen müssen. Flo Schmuckermeier hätte sich das Leder an der Strafraumgrenze nur noch wohlüberlegt zurechtlegen müssen (27.), wenig später war Youngster Daniel Zanker in aussichtsreiche Schussposition gekommen (30.). Zudem landete ein Freistoß von Florian Bittner nur knapp daneben (33.).

Der Reigen an (Groß-)Chancen ging nach dem Seitentausch munter weiter, Domagoij Tiric hatte nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff die Führung auf dem Schlappen (48.). Endgültig Fahrt nahm die Partie nach knapp einer Stunde auf – und zumindest kurzzeitig gab es Diskussionen über eine strittige Szene. Unterföhrings Luka Coporda hatte Höhe der Mittellinie Schmuckermeier über die Klinge springen lassen, Freisings Offensivmann hätte einen guten Zug zum Tor gehabt. Schiedsrichter Julian Kreye blieb gar nichts anderes übrig, als den schon verwarnten Coporda mit Gelb-Rot vom Platz zu schicken (54.). Wüstende Proteste der Gäste waren die Folge. Wer nun aber glaubte, Freising würde den elften Saisonsieg in Überzahl nach Hause fahren, der irrte. Zwar drängte der SEF, doch Sebastian Hofmaier und Michael Schmid scheiterten im Doppelpack, FC-Keeper Shorunkeh-Sawyerr kratzte den Ball gerade noch von der Linie (67.). Zehn Minuten vor dem Ende war auch noch Pech im Spiel. Der eingewechselte Daniel Gädke hatte alles richtig gemacht und eine butterweiche Flanke entgegen der Laufrichtung des Keepers aufs Tor geköpfelt. Das Leder trudelte gegen den Innenpfosten und sprang von dort wieder heraus. „An sich haben wir heute ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Plabst seine Elf. „Ohne Tore ist so ein Unentschieden aber dann halt einfach das Höchste der Gefühle.“

SE Freising - FC Unterföhring 0:0

Aufstellung:Negele – Aiteiora, Hofmaier, Schmid, Schredl – Bittner, Mayr, Schmuckermeier, Zanker – Brzovic (79. Gädke), Tiric.
Gelbe Karten: Mayr, Hofmaier, Brzovic.
Gelb-Rot:Coporda (54., wiederholtes Foul).
Schiedsrichter: Julian Kreye (SpVgg Unterhaching).
Zuschauer: 70.

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