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Versammlung im Strafraum: Trotz mehr und besserer Chancen auf Seiten des SEF hieß der Derby-Sieger am Ende VfB Hallbergmoos. 

Die Wege trennen sich

Beim SE Freising geht der Blick nach unten nach unglücklicher Niederlage

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Nach diesen 90 Minuten Fußball gab es viel zu besprechen, aber grundsätzlich eben keine zwei Meinungen zum Landesliga-Derbysieg des VfB Hallbergmoos gegen den SE Freising.

Hallbergmoos – Der 2:1-Erfolg der Gastgeber war ziemlich glücklich, der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften lag einfach nur in der Effektivität vor dem gegnerischen Tor.

Bei den Hallbergmoosern fehlte diesmal der wichtigste Mann. Trainer Gedi Sugzda lag mit Grippe im Bett. Er wurde vertreten von seinem Co-Trainer Peter Beierkuhnlein auf dem Platz und dem anderen Co-Trainer Fredi Ostertag an der Seitenlinie. „Ich habe jetzt eine Quote von 100 Prozent als Cheftrainer“, witzelte Beierkuhnlein, „jetzt kann ich gleich wieder aufhören.“ Der erfahrene Verteidiger hatte die wohl wichtigste Entscheidung des Spiels getroffen, als er nach zwölf Minuten und drei Freisinger Großchancen auf Fünferkette umstellte. „Das war eigentlich erst später geplant, aber es hat uns Stabilität gegeben“, sagte Beierkuhnlein über die Maßnahme, mit der man schon zuletzt in Traunstein erfolgreich war. „Und dann waren wir in der ersten Halbzeit hundertprozentig effektiv“, sagte Beierkuhnlein zu den beiden Toren seiner Mannschaft. Daniel Bauer war an beiden beteiligt und damit Matchwinner in seinem ersten Landesliga-Derby. „Dieses Spiel ist schon cool“, sagt Bauer, der in der Jugend das Freisinger Trikot getragen hat. „Wir haben die Konter gut gesetzt“, betonte der zweifache Tor-Vorlagengeber, „aber am Ende war der Sieg natürlich glücklich.“

Das Pendant zu Daniel Bauer auf der Seite der Freisinger war Florian Schmuckermeier, der kurz nach der Pause den Anschlusstreffer machte und eine Viertelstunde vor dem Ende das 2:2 eigentlich hätte machen müssen. „Ich war da einfach etwas überrascht“, sagte er später über die Szene, die den Fans beider Parteien den Atem stocken ließ. Die 90 Minuten betrachtet, konnten Schmuckermeier & Co. erhobenen Hauptes nach Hause fahren, aber halt ohne Punkt: „Wir haben eine sehr engagierte Leistung gebracht und die zweite Halbzeit klar dominiert. Wenn wir so weiter spielen, dann holen wir in den drei Spielen bis zur Winterpause noch einige Punkte“, so der Offensivmann.

SEF-Coach Alex Plabst konnte mit dem Lob von Hallberger Seite nichts anfangen: „Wir haben uns nicht für unsere Leistung belohnt und bei den Toren zwei individuelle Lauffehler gemacht.“ Den Gastgebern sagte er voraus, dass sie bei derart gnadenloser Effektivität ein Meisterschaftsanwärter sein werden.

Bei seinem Team blickt Plabst in der Tabelle eher nach unten: „Wir haben zwar die beste Abwehr der Liga, schießen aber keine Tore. Deshalb müssen wir in die Existenzregion der Tabelle schauen und nicht in die Luxusregion. Für die Luxuszone musst du Tore machen.“

In den drei Spielen bis zur Winterpause müsse man aufpassen, um nicht bedrohlich nahe an die Ränge für die Abstiegsrelegation heranzurücken. Der weiterhin überschaubare Abstand zu den vorderen Plätzen ist für ihn kein Thema mehr.

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