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Mit Feuereifer bei der Sache: Trainer und Teammanager Alex Plabst hat bereits die Weichen für die kommende Saison gestellt.

Fußball - Landesliga

SEF-Coach Plabst: „Wir sind aus dem Gröbsten raus“

  • vonMatthias Spanrad
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Die Fußballer des SE Freising können nach dem Kastl-Sieg in Dachau befreit aufspielen. Der Trainer und Teammanager hat derweil seine Hausaufgaben gemacht.

Freising – Seit gut einem Monat ist Alex Plabst nun der neue starke Mann bei den Landesliga-Fußballern des SE Freising – als Trainer und Teammanager in einer Person. Der Kader für die neue Saison steht bereits, so früh wie noch nie in den vergangenen Jahren, und auch ansonsten sieht es vor dem Auswärtsspiel beim ASV Dachau (Samstag, 13 Uhr) danach aus, als würde der 52-Jährige in seiner neuen Doppelrolle vieles richtig machen.

Lange überlegen musste Alex Plabst in der Winterpause nicht. Weil Nils Haack (44), der nominelle Sportchef beim SEF, aus beruflichen Gründen kürzertreten muss, boten die Verantwortlichen dem Coach diesen neuen Posten an. Und Plabst ist mit Feuereifer bei der Sache: „Jetzt bin ich auch für die finanzielle Planung der Saison zuständig“, berichtet Plabst. „Ich habe ein Budget, mit dem ich haushalten muss.“ Er könne damit gut basteln, sagt der Teammanager. Und immerhin sind die Mittel in der Savoyer Au so gut, dass bereits fast alle Akteure für ein weiteres Jahr zugesagt haben – alle bis auf drei Spieler. „Aber da muss ich mir noch überlegen, ob sie in meiner Planung eine Rolle spielen.“

„Einen solchen Umbruch wollte ich nicht nochmal.“

Ansonsten wird das Gesicht des SEF in der neuen Saison ähnlich aussehen wie in dieser Spielzeit. „Das war mir wichtig“, resümiert Plabst. „Denn einen solchen Umbruch wie in der letzten Sommerpause wollte ich nicht nochmal.“ Ob es darüber hinaus weitere Neuzugänge geben wird, das steht noch nicht fest. Vor allem defensiv scheint bislang alles zu passen: Aktuell stellt der SEF mit den wenigsten Gegentreffern die beste Verteidigung der Landesliga.

Wo sich stattdessen noch etwas tun könnte, ist die Offensive. „Hier haben wir schon ein Problem“, erklärt Plabst. „Doch das will ich auch nicht allein am Ausfall von Andreas Hohlenburger festmachen.“ Allerdings merkt man das dem SEF schon an: Die Chancen wären an sich da, jedoch fehlt den Freisingern seit dem Ausfall des Goalgetters ein Vollstrecker, der die Bälle einfach reinmacht. Coach Plabst: „Daniel Gädke oder auch Andi Manhart sind noch nicht so weit, um die Dinger so abgebrüht wie Andi Hohlenburger zu versenken.“

SE Freising: Wichtiger Sieg im Nachholspiel 

Ansonsten können die Lerchenfelder recht entspannt in die ausstehenden zwölf Saisonpartien gehen. Der 3:1-Erfolg im Nachholspiel gegen Kastl am vergangenen Samstag hat einiges an Druck rausgenommen. „Es war ein hochgefährliches Spiel“, blickt Plabst zurück. „Mit dem Sieg sind wir jetzt jedoch aus dem Gröbsten raus.“ Der Vorsprung auf die Abstiegsrelegation beträgt bereits zwölf Punkte, „damit haben wir das Ticket so gut wie sicher“.

Und was gibt der Teammanager Plabst dem Trainer Plabst für das Restprogramm mit auf den Weg? Da muss der 52-Jährige schmunzeln. Der wichtigste Auftrag sei gewesen, „das Spiel gegen Kastl zu gewinnen“. Nun gäbe es im Grunde nur zwei Möglichkeiten: Entweder dümpeln die Freisinger im Niemandsland der Tabelle dahin oder sie versuchen noch, oben das eine oder andere Team zu ärgern. „Da entscheide ich mich natürlich für die zweite Variante“, sagt Plabst lachend. Erlbach und die Aufstiegsrelegation sind nur einen Steinwurf entfernt – „zudem liegt jetzt am Wochenende der ganze Druck auf Dachau“. Es bleibt spannend, welchen Einstand die Lerchenfelder ihrem neuen Teammanager heuer noch liefern werden.

Aufstellung SE Freising:

Negele – Aiteniora, Schredl, Mayr, Härtel – Bittner – Davydov, Schmuckermeier, Zanker, Tiric – Gädke.

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