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Künftig wird Manuel Haupt (r.) seine aktive Spielerkarriere beenden und nur noch als Trainer agieren.

Spielertrainer will den SpVgg Kammerberg vor dem Abstieg retten

Manuel Haupt: „Wir werden uns den Ar*** aufreißen“ 

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Im Sommer wird Spielertrainer Manuel Haupt die SpVgg Kammerberg verlassen. Im Vorort-Interview spricht der 34-Jährige über den Wechsel und seine Zukunft beim SV Vötting-Weihenstephan.

Schon zu Beginn der Winterpause stand für die SpVgg Kammerberg der wohl wichtigste Wechsel im kommenden Sommer fest. Manuel Haupt wird in der nächsten Saison nicht mehr an der Linie des Bezirksligisten stehen und den Verein in Richtung SV Vötting-Weihenstephan verlassen. Damit beendet der Spielertrainer seine Karriere bei Kammerberg nach vier Jahren und wird in Zukunft nur noch als Trainer agieren. Aktuell steht Kammerberg mit 20 Zählern aus 20 Partien auf einem Relegationsplatz. Im Interview spricht der 34-Jährige über seine Zukunftsvorstellungen und den drohenden Abstieg mit Kammerberg.  

Manuel, letztes Jahr hieß es noch Platz drei. Warum kämpft ihr diese Saison um den Abstieg?

Wir sind mit einer komplett neuen Mannschaft in die Saison gestartet. Im Sommer mussten wir 14 Abgänge verkraften und haben 13 Neue dazu bekommen. Viele sind zu anderen Vereinen gegangen, um dort als Spielertrainer zu agieren. Aber das war schon krass. Bis sich aus den vielen Neuzugängen wieder ein Team entwickelt und alles aufeinander abgestimmt ist, braucht es einfach seine Zeit. Zudem verzichten wir in Kammerberg auf Spieler aus höheren Ligen, was wahrscheinlich bei wenigen Vereinen der Fall ist.

Wie willst du den drohenden Abstieg verhindern?

Wir stehen im Moment auf dem 14 Platz und uns fehlen fünf Punkte, um von dem Relegationsplatz wegzukommen. In der Vorbereitung lag unser Schwerpunkt besonders darauf, die Jungs zum Rückrunden-Beginn so fit wie möglich zu bekommen. Auch im taktischen Bereich haben wir uns einige Dinge einfallen lassen und viel Zeit investiert. Wir wollen uns in der Rückrunde vor allem weniger Gegentore fangen. In der Hinrunde haben manche Spieler zudem nicht immer alles gegeben. Wir werden uns den Ar*** aufreißen und alles dafür tun, die Liga zu halten.

„Fußball hat bei mir derzeit nicht mehr die höchste Priorität“

Wie kam der Wechsel zu Vötting-Weihenstephan zustand?

Dass ich den Verein im Sommer verlassen werde, war schon länger klar. Bei mir haben sich daraufhin mehrere Vereine, auch aus höheren Ligen, gemeldet. Unter diesen Teams war eben auch Vötting-Weihenstephan. Da ich aufgrund meiner beruflichen und privaten Situation nicht bereit bin, eine Stunde zum Training zu fahren, hat das meine Auswahl sehr eingegrenzt. Für Vötting habe ich mich entschieden, weil ich mit den Verantwortlichen sehr gute Gespräche geführt habe und die Mannschaft bestens aufgestellt ist.

Vötting-Weihenstephan steht im Mittelfeld der Kreisliga. Was erhoffst du dir dort?

Die Jungs haben in den letzten Jahren immer wieder oben mitgespielt und haben den Aufstieg in die Bezirksliga letzte Saison als Dritter nur knapp verpasst. Das Team ist gut aufgestellt und viele junge Spieler sind Bestandteil der ersten Mannschaft. Zudem ist der Abstand zwischen der ersten und zweiten Mannschaft nicht allzu groß, wodurch wir auf Spieler aus der Reserve zurückgreifen können. 

Du bist 34. Wohin soll deine Reise als Trainer noch gehen?

Im Moment kann ich das noch nicht sagen. Fußball hat bei mir derzeit nicht mehr die höchste Priorität, da ich mich mehr um meine Familie kümmern möchte. Was aber in den nächsten Jahren passiert, kann ich noch nicht sagen. Fußball macht mir Spaß und ich glaube, ich mache meine Sache als Trainer ganz gut. Grundsätzlich würden mich höhere Ligen interessieren, aber es muss auch zeitlich vereinbar sein. 

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