Brachte Kammerberg zurück ins Spiel: Emmanuel Ojo (l.) verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff auf 1:2.
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Brachte Kammerberg zurück ins Spiel: Emmanuel Ojo (l.) verkürzte kurz vor dem Pausenpfiff auf 1:2.

„Brechen uns das Genick“

Kammerberg trotzt Landesliga-Primus: Was wäre ohne Patzer drin gewesen?

  • vonMoritz Stalter
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Die SpVgg Kammerberg ärgert Eintracht Karlsfeld und sich selbst. Ohne individuelle Fehler wäre gegen den Landesliga-Primus wohl noch mehr drin gewesen.

Kammerberg – Was wäre für die SpVgg Kammerberg möglich, wenn sie ihre individuellen Fehler abstellen würde? Beim 3:3 gegen den TSV Eintracht Karlsfeld brachte sich das Team von Trainer Matthias Koston zum wiederholten Male um den Lohn. Oder wie es Koston ausdrückte: „Die Patzer brechen uns das Genick.“

Kammerberg, Siebtplatzierter der Bezirksliga Nord, spielte gegen den Tabellenführer der Landesliga Südost gut mit. Die Gäste probierten, dominant aufzutreten und die Hausherren früh anzulaufen, doch die SpVgg befreite sich immer wieder aus der Umklammerung. Auch nachdem Kubilay Celik einen Fehlpass im Aufbau mit dem TSV-Führungstor bestraft hatte (9.), blieb Kostons Elf ihrer Linie treu und versuchte, hinten rauszuspielen. Die Partie war ausgeglichen – kurz vor der Pause erlaubte sich die Spielvereinigung aber den nächsten Aussetzer: Martin Schön nutzte den Fehler seiner ehemaligen Teamkollegen zum 2:0 (39.). Kammerberg wäre wohl nicht mehr in das Match zurückgekommen, wenn Michael Dietl wenig später den Ball ins und nicht knapp neben das Tor gechippt hätte. Da aber Emmanuel Ojo in der Nachspielzeit durch einen abgefälschten Schuss verkürzte, war die Partie plötzlich wieder offen.

In Halbzeit zwei brachte Koston seine schnellen Offensivleute Sebastian Waas und Robin Streit. Und mit diesen Einwechslungen kamen Chancen: Eine der Kammerberger Möglichkeiten nutzte Streit zum Ausgleich (61.), doch Dominik Pöhlmann brachte die Gäste in der 75. Minute abermals in Führung. Die Vorarbeit kam dieses Mal nicht von einem Kammerberger Kicker. Da mit Waas fünf Minuten später ein weiterer Joker der SpVgg traf, endete die Partie 3:3 – und damit konnten vor allem die Gastgeber gut leben.

„Wir spielen ansehnlich, es gibt aber auch noch ein paar Dinge, die wir besser machen müssen“, bilanzierte Koston. Sein Augenmerk galt insbesondere dem Passspiel: „Von der Qualität her ist das Passspiel gut, wir erlauben uns jedoch immer wieder zu einfache Ballverluste. Wir müssen begreifen, dass nicht jede Balleroberung zu einem Kontertor führen muss“, betont der SpVgg-Trainer.

Seinem Team steht übrigens gleich der nächste Härtetest bevor: Am kommenden Freitag (19 Uhr) sind die Kammerberger nämlich beim Südwest-Landesligisten TSV Jetzendorf im Einsatz.  stm

Kammerbergs Joker stechen

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