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Isabell Gmelch: Vom FC Ingolstadt zum TSV Eching - stets einen Blick auf die eigene Entwicklung

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Isabell Gmelch: Der Neuzugang aus Ingolstadt fühlt sich beim TSV Eching sehr wohl.
Isabell Gmelch: Der Neuzugang aus Ingolstadt fühlt sich beim TSV Eching sehr wohl. © Kugler

Von ihrem Trainer wurde Isabell Gmelch als „Zukunft des TSV Eching“ bezeichnet. Passend dazu will die 18-Jährige noch lange bei den Zebras bleiben.

Eching - Vom FC Ingolstadt zum TSV Eching zog es das 18-jährige Nachwuchstalent Isabell Gmelch. Nun kämpft die Flügelflitzerin aus Reichertshofen (Landkreis Pfaffenhofen) mit dem Damenteam um den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga.

Isabell, wie bist Du damals auf die Idee gekommen, Fußball zu spielen?

Isabell Gmelch: Ich komme aus einer fußballverrückten Familie. Meine Mutter war früher selbst Jugendleiterin und Trainerin und ich habe zwei ältere Brüder, mit denen ich immer auf dem Fußballplatz war. Die spielen auch heute noch beim TSV Reichertshofen. Irgendwann wollte ich es dann selbst auch probieren. Meine Eltern haben mich dabei immer unterstützt und mich ins Training gefahren. Zusätzlich schauen sie auch jetzt noch jedes Spiel zu, das motiviert mich natürlich umso mehr.

Du selbst hast Deine Karriere ebenfalls beim Heimatverein Deiner Familie begonnen. Wie ging es dann weiter?

Mit fünf Jahren habe ich beim TSV Reichertshofen angefangen zu spielen. Anfangs noch bei den Jungs. In der D-Jugend hatten wir eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Baar-Ebenhausen. In der C-Jugend bin ich zu den Mädels des FC Ingolstadt gewechselt, bevor ich im Sommer zum TSV Eching gekommen bin.

TSV Eching: Zusammenhalt und freundliche Atmosphäre überzeugen Isabell Gmelch

Wie ist der FC Ingolstadt auf Dich aufmerksam geworden und wie verlief Deine Zeit beim FCI?

Es gab im Sommer einen Sichtungstag, bei dem ich ein Probetraining absolviert habe und dann anschließend auch genommen wurde. Dort habe ich die gesamte restliche Jugendzeit gespielt. Insgesamt war ich dort vier Jahre, weil ich als C-Jugendspielerin schon in der B-Jugend spielte. Im ersten Jahr habe ich in der 2. Mannschaft der U17-Juniorinnen gespielt. Im darauf folgenden Jahr habe ich den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft. Die weiteren drei Jahre habe ich mit meiner Mannschaft in der Bayernliga gekickt.

Nach der Jugend kam dann die Entscheidung, von den Schanzern nach Eching zu wechseln. Wie bist Du damals auf das Team aus dem Landkreis Freising aufmerksam ge-worden?

Der Bruder meiner Ingolstädter Teamkollegin Antonia Chowanietz war Trainer beim TSV Eching. Zusätzlich haben wir mit Ingolstadt ein Freundschaftsspiel gegen die Echingerinnen bestritten. Dort hat mir sofort die freundliche Atmosphäre gut gefallen und der Zusammenhalt im Team, weshalb ich Antonia nach den Kontaktdaten der Trainer gefragt habe. Anschließend habe ich mich bei Jan Strehlow gemeldet, bin zum Probetraining gekommen und dann nach Eching gewechselt.

Wie sind die Bedingungen beim TSV Eching im Vergleich zu der Zeit in Ingolstadt?

Wir haben beim TSV zweimal in der Woche regulär Training. Zusätzlich wird vor dem Mittwoch-Training und am Freitag eine Zusatzeinheit angeboten. Dort üben wir insbesondere Schnelligkeit und Technik. Vom Verein bekommen wir alles, was wir brauchen, zum Beispiel Trainingskleidung und anderes Equipment. Bei Verletzungen haben wir sogar Physios, die uns betreuen. Die Bedingungen sind also ähnlich gut wie bei Ingolstadt und auf einem sehr hohen Niveau.

Isabell Gmelch: „Zukunft des TSV Eching“

Wie schwer war für Dich der Sprung von der Jugend in die Damenmannschaft?

Ich finde, dass das schon nochmal eine ziemlich große Umstellung war, da eben auch die Spiele viel körperlicher sind. Da muss man sich dann doch erstmal ein wenig reinfinden. Ich habe einige Monate gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe. Mittlerweile komme ich aber damit ganz gut klar.

Was macht Dein neues Team aus?

Der Zusammenhalt und der Spaß in der Mannschaft. Wir motivieren uns immer, auch wenn es mal nicht so läuft. Wir geben nie auf, auch wenn wir in Rückstand sind. Geholfen hat mir auch, dass jeder gut aufgenommen und keiner ausgegrenzt wird.

Dein Trainer Jan Strehlow bezeichnet Dich aufgrund Deines Talents auch „als die Zukunft des TSV Eching“. Wie stehst Du zu dieser Aussage und in welchen Bereichen willst Du Dich noch verbessern?

Ich denke, dass ich noch viele Jahre spielen kann und aufgrund meines Alters frischen Wind in die Mannschaft bringe. Ich will auch möglichst lange noch bei Eching spielen, da es mir hier sehr gut gefällt. Ich glaube, dass ich der Mannschaft durch meine Schnelligkeit und technische Stärke helfen kann. Auch kann ich als Linksfuß sehr gut über links Flanken nach innen schlagen.

Wie würdest Du Jan als Trainer beschreiben?

Ich finde, dass er die Trainingseinheiten sehr abwechslungsreich gestaltet und auch sehr gut erklärt. Auch bei Übungen schreitet er oft ein, zeigt uns unsere Fehler auf und wie wir es besser machen können. Ich konnte in den wenigen Monaten auf jeden Fall schon sehr viel lernen. Außerdem bin ich froh, dass er uns die Möglichkeit gibt, weitere Zusatzeinheiten zu machen. Wir haben aber noch weitere Trainer. Unseren Co-Trainer Diego Puchta, der einen immer motiviert und für jeden Spaß zu haben ist und Stefan Bergmoser, der vor allem die 2. Mannschaft coacht, aber gleichzeitig als Torwarttrainer zur Verfügung steht. Mir gefällt es in Eching super.

Wie ist das Verhältnis zur zweiten Mannschaft und spielen dort auch junge Talente für die erste Mannschaft?

Draußen trainieren wir meist getrennt, außer es sind zu wenig Mädels da. In der Halle spielen wir aber zusammen, da dort meistens weniger da sind. In der zweiten Mannschaft spielen vor allem junge Spielerinnen, die teilweise erst 15 Jahre und den Sprung schaffen können. Zum Beispiel Kapitänin Maya Schell, da sie technisch sehr stark und ehrgeizig ist.

Was sind Deine persönlichen Ziele, insbesondere auch mit der Mannschaft?

Für mich ist es wichtig, dass ich mich immer weiter entwickle und so gut wie immer ins Training gehe. Ich will mit der Mannschaft noch viel erreichen, hoffentlich auch noch einmal einen Aufstieg. Für diese Saison ist das Ziel auf jeden Fall der Klassenerhalt in der Bezirksoberliga. Wichtig ist auch, dass wir als Team zusammenbleiben und die Trainingsbeteiligung hochhalten. Ich bin einfach sehr ehrgeizig, was man auch daran sieht, dass ich fast in jedem Training war.

Was war bisher Dein schönstes Erlebnis?

Das schönste bisher waren die Aufstiege in die Bezirksoberliga und in die Landesliga mit der B-Jugend des FC Ingolstadt.

Hast Du noch einen Tipp für den Nachwuchs?

Ich persönlich finde, dass man sich immer ein Ziel setzen sollte, um sich stetig weiter zu entwickeln. Auch wenn es mal nicht so läuft, wie man es sich wünscht, sollte man auf keinen Fall aufgeben oder den Kopf hängen lassen.

Interview: Franziska Kugler

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