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Bei Markus Weinbach und dem SV Ampertal Panzing gibt es momentan nur einen Platz und zwar ganz oben. In der Liga genauso wie in der Torschützenliste.

Torschützenkönig des SV Ampertal Panzing

Markus Weinbacher will „Vorsprung irgendwie verteidigen“

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16 Tore waren seit eh und je Markus Weinbachers Saisonziel. Mit 18 Treffern schoss er den SV Ampertal Palzing in der Kreisliga 2 und sich selbst auf der Torjägerliste zur Winterpause ganz nach oben.

16 Tore waren, wie auch in den vergangenen Jahren, sein Saisonziel. Mit bereits 18 Treffern nach der Hinrunde schießt Markus Weinbacher momentan eine Bude nach der nächsten. Im Interview mit Fussball Vorort verrät er, wieso es bei ihm persönlich und mit seiner Mannschaft gerade so phänomenal läuft.

18 Tore in 14 Spielen. Das ist im Schnitt mehr als ein Tor pro Partie. Wie machst du das?

Gute Fitness: Ich habe viel abgenommen und für mich selbst trainiert. Deswegen läuft es besser und dann ist so ein Lauf momentan auch möglich.

Zur Winterpause führt ihr die Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf den Zweiten und zwölf auf den Dritten an. Seid ihr überhaupt noch einzuholen?

Ja, bei der Drei-Punkte-Regelung geht das sogar sehr schnell. Wir gehen es in der Rückrunde wieder Spiel für Spiel an und bereiten uns gut vor. Wir wissen genau, dass wir auch schnell eingeholt werden können. Wir haben das vor einigen Jahren schon selbst erlebt, als wir in die Kreisliga aufgestiegen sind. Da haben wir dann fast 15 Punkte aufgeholt in der Rückrunde. Das ist alles möglich und deshalb können wir unsere Situation realistisch einschätzen. 

Was ist das Saisonziel nach einem neunten Rang im vergangenen Jahr?

Wir wollen oben bleiben. Das will jeder und jeder wird versuchen, den Platz so lange wie möglich zu verteidigen. Wir wissen auch, dass Schwaig eine sehr sehr gute Mannschaft hat und in der Rückrunde nicht mehr viele Spiele verlieren wird. Wir werden versuchen, unseren Vorsprung irgendwie zu verteidigen.

Was hat sich zur letzten Saison geändert, dass es momentan so viel besser läuft?

Wir haben uns spielerisch verbessert. Konditionell waren wir schon immer gut dabei die letzten Jahre. Die Mannschaft ist noch näher zusammengewachsen und die Stimmung im Team ist perfekt. Das zeichnet uns momentan auch aus, dass wir immer 90 Minuten zusammenstehen.

„Wörth hat uns nicht ins Spiel kommen lassen“

Mit 18 Toren schießt du beinahe jedes zweite Tor für dein Team. Wie schätzt du deine Bedeutung für die Mannschaft ein?

Für mich ist es wichtig, dass ich der Mannschaft helfen kann und das ist mir - Gott sei Dank - mit meinen 18 Toren gelungen. Als Stürmer will man natürlich immer Tore schießen, aber im Endeffekt ist es eigentlich egal, wer die Tore bei uns schießt. Wir haben einige Spieler, die auch sechs, sieben Kisten gemacht haben. Wir sind in der Hinsicht gut aufgestellt. Zum Schluss ist das Wichtigste, dass wir gewinnen.

Wie habt ihr es geschafft über die ganze Hinrunde konstant sehr gute Leistungen abzurufen?

Unsere Ziel war immer erstmal, dass wir eine bessere Saison spielen als letztes Jahr. Wir haben jedes Mal von Spiel zu Spiel geschaut. Wir haben uns kein bestimmtes Ziel in Form einer Platzierung vorgenommen. Das hat auch super funktioniert. Wir sind jeden Gegner konzentriert angegangen. Jeder im Team hat das gleiche Ziel gehabt, das war uns wichtig. So können wir am Wochenende wieder unsere Leistung abrufen und den Gegner schlagen.

Eure einzige Niederlage war im vorletzten Spiel gegen den elftplatzierten SV Wörth? Was war da los?

Wörth war eine gute Mannschaft, die das sehr gut und clever gemacht hat. Die haben uns gar nicht so richtig ins Spiel kommen lassen. Wir haben außerdem nicht unseren besten Tag gehabt und haben viele Fehler gemacht. Es ist klar, dass man irgendwann verliert. Dass es jetzt gegen Wörth so weit sein musste, war natürlich schmerzhaft. Am Ende haben wir aber verdient verloren.

2014 bist du vom SV Högertshausen zu Ampertal-Palzing gewechselt. Was waren damals deine Beweggründe?

Ich wollte mich noch mal verändern. Palzing ist ein super Verein, das habe ich immer gewusst. Von dem Trainer, der mich damals geholt hat, wollte ich viel lernen. Das habe ich auch geschafft und lerne jetzt auch viel von Nachfolger Summerer. Das war mir einfach wichtig. Damals wurde ein Neuaufbau gestartet und da wollte ich mitwirken. Ich bereue bis heute nicht, dass ich den Schritt gemacht habe.

Ziel Torjägerkanone: Weinbacher kündigt große Feier an

Was macht den Verein so besonders?

Da passt einfach alles von oben herab. Von der Vorstandschaft bis zur Abteilungsleitung. Wir haben eine super Mannschaft, die super harmoniert. Da macht es richtig Spaß, in jedes Training zu gehen. Wir machen auch privat viel und sehen uns oft. Das passt einfach rundum, egal wer das ist, da sind alle mit inbegriffen. Das ist das Schöne daran.

Ist Torschützenkönig ein Ziel, das du diese Saison gerne erreichen möchtest?

Ja, klar. Das habe ich noch nie geschafft. Ich war auch schon zweimal knapp dran. Wichtig ist für uns aber erstmal, dass wir vorne dranbleiben, egal wer dann die Tore schießt. 

Nimmst du dir noch eine bestimmte Anzahl an Treffern für diese Saison vor?

Nein, mein Ziel war wie jedes Jahr 16 Tore. Die habe ich eigentlich immer geschafft und diese Saison schon nach der Vorrunde. Jetzt nehme ich das einfach so mit, wie es kommt, aber natürlich freue ich mich über jeden Treffer.

Was machst du mit den 15 Kästen ERDINGER Weißbier, solltest du sie gewinnen?

Mit denen wird ein riesen Fest gemacht. Da werden dann alle Beteiligten eingeladen, der ganze Verein: Vorstandschaft, Fans, Sponsoren und natürlich die Mannschaft.

Interview: Kirsten Pfister

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