Thomas Zellermeyr: Marzlings Trainer bevorzugt eine offensive Spielweise.
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Thomas Zellermeyr: Marzlings Trainer bevorzugt eine offensive Spielweise.

Rückblick Kreisklasse

SV Marzling: Mut zum Risiko birgt auch Gefahren

  • vonRedaktion Freising
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Der SV Marzling ist bekannt für einen offensiven Spielstil. Dies birgt allerdings auch die Gefahr für viele Gegentore. Bisher zahlt sich der Spielstil aus.

Wer Partien des SV Marzling im Jahr 2020 beobachtete, wurde meist gut unterhalten. 29 Tore fielen in nur fünf Partien, das sind durchschnittlich knapp sechs Treffer. „Das ist natürlich Teil unserer Philosophie, für die wir in der Liga auch bekannt sind, dass wir gerne nach vorne und auch gerne mit drei Angreifern spielen“, meint SVM-Coach Thomas Zellermeyr. Die Spielweise bringt aber auch Nachteile mit sich. Dies habe man bei der Partie gegen die den TSV Paunzhausen gesehen, das man erst in letzter Sekunde mit 5:4 für sich entschied. „Klar ist unser Stil riskant, aber wir gleichen das dann wieder aus, indem wir auch bei Rückständen zurück kommen.“ Das hat im Herbst 2020 gut geklappt – außer im Spitzenspiel gegen den TSV Au, das mit 0:3 verloren ging. „Man muss einfach sagen: Die Auer waren uns in allen Belangen überlegen und wir viel zu weit weg“, sagt Zellermeyr. 

SV Marzling: Chancen auf Relegationsplatz

Trotz der Niederlage habe man den Anschluss an die Spitzengruppe gehalten. Drei Punkte trennen die Marzlinger vom Relegationsplatz zwei. „Wir haben uns schon ein paar Chancen verbaut. Aber wir geben nicht auf. Wir arbeiten schon ein paar Jahre hier in Marzling zusammen. Dieses Jahr haben wir für den Aufstieg vermutlich zwei Möglichkeiten, über die Liga oder über den Ligapokal. Aber unser Kader ist recht klein und es ist schwierig, über eine Saison gegen diese starke Konkurrenz konstant zu punkten“, sagt Zellermeyr. Auch um diese Konstanz in der Restsaison leisten zu können, beginnen die Marzlinger jetzt schon mit der Saisonvorbereitung – wenn auch nur virtuell. Zweimal in der Woche sind die Spieler angehalten, joggen zu gehen. Im Anschluss trifft sich das Team für ein Krafttraining unter Co-Trainer Florian Wolf. „Das ist super vorbereitet und klappt super,“ betont Zellermeyr. Wenn es dann wieder auf den Rasen geht, legt Zellermeyr vor allem Wert darauf, die offensive Spielweise durch defensive Elemente zu ergänzen: „Wir wollen vor allem daran arbeiten, dass wir unsere Kompaktheit gegen den Ball erhöhen.“  

(seb)

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