Der SV Vötting will nach dem Re-Start etwas gutmachen.
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Der SV Vötting will nach dem Re-Start etwas gutmachen.

Trotz Platz drei in der Liga viel Luft nach oben.

SV Vötting:2021 soll es endlich Klick machen

  • vonRedaktion Freising
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Der SV Vötting steht zwar aktuell auf Rang drei der Tabelle. Trotzdem gaben die letzten Spiele vor der Lockdown Grund zur Besorgnis. 2021 soll jetzt alles besser werden.

Vötting - „Sicher gibt es deutlich optimalere Situationen für einen Fußballverein“, sagt Anton Hirschfeld, Abteilungsleiter des SV Vötting, im Rückblick auf 2020. „Die Folgen werden wir wohl erst in paar Jahren sehen, wenn weniger Jungs aus dem Nachwuchs hochrücken, weil viele wegen Corona aufgehört haben.“ Bei den eingefleischten Fußballern aus dem Herrenbereich sei die Moral dagegen ungebrochen: „Da hat jeder Bock und freut sich, wenn es wieder losgehen kann.“

Vielleicht wollen die Vöttinger auch einfach etwas gutmachen. Wenn man eine Bilanz aus den drei Kreisklassen- und zwei Ligapokalspielen 2020 zieht, ist zu konstatieren, dass der Herbstmeister des Vorjahres schwächelte. In der Liga setzte es gegen Spitzenteam TSV Nandlstadt eine knappe Niederlage, der SVV rutschte auf den dritten Platz ab. Auch gegen abstiegsbedrohte Gegner tat sich die Truppe von Trainer Manuel Haupt schwer: Beim SV Hörgertshausen benötigte man eine Aufholjagd, um den 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Erfolg zu drehen.

„Leichtigkeit aus der Hinrunde hat gefehlt“

„Es hat uns ein wenig die Leichtigkeit aus der Hinrunde gefehlt“, sagt Hirschfeld. „Normalerweise gibt es immer eine Art Klickmoment, nach dem es dann wie von selber läuft. Den haben wir im Herbst nicht gehabt. Also mussten wir uns die Siege erarbeiten.“ Nützlich waren vor allem die Standards – aus dem Spiel heraus gab es seltener Erfolgserlebnisse. Hirschfeld: „Wir sind wahrscheinlich eine der wenigen Mannschaften, die durch jede Spielsituation zum Tor kommen können.“

Auch deshalb sieht der Abteilungsleiter dem Aufstiegsrennen optimistisch entgegen: „Die Mannschaft ist immer noch genauso gut, die Voraussetzungen werden für alle gleich sein, und wir haben die Möglichkeit, wieder unsere Form der Hinrunde aufzubauen.“ Das Team sei auch nicht in der Verfolgerrolle – mit einem Dreier im Nachholspiel gegen den SC Freising könne man auf Platz zwei vorrücken. „Die konstanteste Mannschaft wird am Ende aufsteigen. Das Rennen zwischen Tabellenführer Au, Nandlstadt, Marzling und uns ist komplett offen. Auch Vatanspor, das sich wieder verstärkt hat, will ich noch nicht abschreiben.“

SV Vötting: Keine Neuzugänge für die Rückrunde geplant 

Trotz der großen Konkurrenz werden die Vöttinger im Winter nicht personell nachlegen: „Wir sind gut aufgestellt, und momentan ist der Transfermarkt – wenn man es im Profijargon ausdrücken möchte – ohnehin abgekühlt.“ Dass kaum ein Spieler derzeit den Club wechseln will, liege auch an Corona: „Ich stelle mir das schwer vor, sich in eine Mannschaft zu integrieren, wenn man nicht einmal zusammen ein Bier trinken gehen kann.“

Auch auf der Abteilungsleiterposition, die Hirschfeld im Sommer interimsweise von Maxi Peschek übernommen hatte, deutet sich keine Veränderung an: „Es ist Stand jetzt geplant, dass ich das weitermache.“ 

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