Hans Burg war kein Kopfballmonster
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Hans Burg traf nach Belieben für den SVA.

Lewandowski und sein Torrekord

SV Palzings Ex-Goalgetter Hans Burg war kein Kopfballungeheuer: „Lieber Fallrückzieher“

  • VonNico Bauer
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Er war der Garant für den Verbleib des SVA Palzing in der Bezirksliga. Mit seinen Toren prägte der inzwischen 51-jährige Hans Burg einst eine Ära.

Palzing - Der heute 51-jährige Wolfersdorfer kann mit Bayerns Bundesliga-Rekordschütze Robert Lewandowski mitfühlen – und beneidet ihn vor allem um sein Kopfballspiel. „Er ist halt perfekt“, sagt Hans Burg. Und wenn er den 41-Tore-Mann sieht, dann denkt er an einen Standardsatz seines legendären Ex-Trainers Wolfgang Donders: „Er sagte den Stürmern, dass man nie aufhören soll.“

Hans Burg lief in seiner ganzen Karriere für keinen anderen Verein als den SVA Palzing auf. Sein größtes Angebot kam vom Regionalligisten SV Lohhof unter Ludwig Trifellner. „Dort hat es mir nicht so getaugt“, sagt Burg zu seinem Probetraining. Den Wechsel verhinderte auch die frühe Trainingszeit, die dem Maler beruflich Probleme gemacht hätte. Und dann waren da noch der Sportclub Freising und später SE Freising. Dort hätte man ihn nur zu gerne verpflichtet. Burg erinnert sich, dass der ewige Palzinger einmal wackelte: „Ich hatte mir den Wechsel zum Sportclub überlegt, aber dann hatte ich ein Gespräch mit Trainer Donders und bin geblieben.“

Als E-Jugendlicher gleich bei der C-Jugend mittrainiert

In Wolfersdorf ist es früher wie heute Tradition, dass man die Kinder zum Fußballtraining nach Palzing bringt. Als Hans Burg zum SVA kam, gab es noch keine E-Jugend. Deshalb trainierte er im ersten Jahr in der C-Jugend zusammen mit der fünf Jahre älteren Vereinslegende Christian Radlmaier, der später Fußballprofi wurde. Es gibt noch einen weiteren Berührungspunkt – und zwar in Form von Kinder-Fußballschuhen, die erst Christian Radlmaier, dann Hannes Radlmaier und am Ende Hans Burg trugen. „Mit den Schuhen wurden schon viele Tore geschossen“, witzelt die einstige Tormaschine.

Hans Burg war dann auch in der ersten Stunde dabei, als der SVA Palzing eine E-Jugend gründete. Er machte in diesem Jahr 55 Tore. Und erinnert sich noch an den Abschluss: „Wir haben dann das Finale im Sparkassen-CUP 0:9 gegen Eching verloren. Bis dahin dachten wir, dass wir gar nicht verlieren können.“

(Nico Bauer)

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