Verheerende Lage in Spanien: Über 800 Corona-Tote an einem Tag - Militär bringt Leichen weg

Verheerende Lage in Spanien: Über 800 Corona-Tote an einem Tag - Militär bringt Leichen weg
In Zeiten des Triumphs: Die Palzinger bejubeln den Aufstieg in die Bezirksliga. 

SVA Palzing - ein Rückblick

Harte Landung nach dem Triumph

  • schließen

Bezirksliga-Aufsteiger SVA Palzing blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2019 zurück. 

Palzing – Nichts zu verlieren hat Aufsteiger SVA Palzing, wenn im März die Bezirksliga in das letzte Saisondrittel startet. „Wir hatten den Aufstieg im vergangenen Jahr nicht auf der Rechnung“, sagt Trainer Sepp Summerer und dachte sich: „Wenn wir zusammenbleiben, werden wir auch eine Liga höher zurechtkommen.“ Diese Lockerheit kann zum Trumpf im Abstiegskampf werden.

Der Palzing-Rückblick auf das vergangene Fußballjahr beginnt im Sommer 2018. Als der SVA in die vergangene Kreisligasaison startete, war keinem im Verein bewusst, wie gut die Mannschaft ist. Das ausgegebene Saisonziel war ein Mittelfeldplatz. Doch dann trumpfte das Team von Trainer Summerer auf. Erfahrene Spieler wie Torjäger Markus Weinbacher (22 Tore) spielten die vielleicht beste Saison ihrer Karriere und junge Talente wie der zu Saisonbeginn erst 17-jährige Louis Goldbrunner (elf Tore) zeigten Leistungen, die man nicht erwarten konnte.

In der Hinrunde blieb der SVA ungeschlagen und holte 35 von 39 möglichen Punkten. Einzig die Sportfreunde Schwaig hielten den Anschluss, sie lagen zum Jahreswechsel aber bereits sechs Punkte hinter dem SVA. Während der Winterpause dachte Summerer erstmals an den Aufstieg: „Als wir das letzte Spiel vor der Winterpause gewonnen hatten und eine gute Vorbereitung absolviert hatten, wusste ich, dass es etwas werden kann.“

Und dann starteten die Palzinger mit sieben Siegen aus der Winterpause. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Schwaig wuchs auf elf Punkte an. Die Dominanz seiner Mannschaft war auch für Summerer überraschend. Eine mögliche Erklärung: „Schwaig war im Rhythmus. Wir sind immer kompakt geblieben und haben unseren Lauf von vor der Winterpause fortgesetzt“, so der Trainer. Vier Spieltage vor Schluss hatte der SVA im Heimspiel gegen den FC Langengeisling die Chance, die Meisterschaft klarzumachen. So früh, dass der Verein nicht darauf vorbereitet war. SVA-Pressesprecher Wolfgang Aumann betonte, dass weder Meister-Shirts noch Schampus geplant seien. „Meines Wissens nach ist noch kein Zelt aufgebaut“, so Aumann vor der Partie.

Schade eigentlich, denn die Palzinger gewannen nach einem Doppelpack von Marcel Radlmaier mit 2:0 gegen Langengeisling, eine Mannschaft, die Summerer vor der Saison als eine der besten Mannschaften der Liga“ eingestuft hatte. Für den 64-Jährigen Trainer war der Aufstieg mit seinem Jugendverein ein Riesenerfolg. „Wer hätte das vorher geglaubt, das ist ein toller Moment“, so Summerer.

Er hatte in den Anfangsjahren seiner Trainerkarriere TSV Eching von der Landes- in die Bayernliga geführt und sprach aus Erfahrung, als er seinen Spielern sagte: „Genießt das alles. Das war eine so tolle Saison.“ Dass es eine Liga höher für die nur um den Klassenerhalt gehen kann, darüber waren sich den Palzinger einig. „Das ist schon eine andere Hausnummer. Heuer haben wir ja in der Vorbereitung gegen Bezirksligisten gespielt, die waren uns überlegen“, sagte Summerer in einem Interview nach dem Aufstieg. Und weiter: „Und so einfach wechselt keiner hierhin, auch nicht, weil Palzing jetzt auf einmal in der Bezirksliga spielt.“ Hoffnung machte ihm die Leistungssteigerung seiner Spieler: „Wir haben uns in dieser Saison weiterentwickelt. Es ist so, wenn alle fit sind und sich nicht verletzen, haben wir eine realistische Chance.“ Die Krux war: Es blieben nicht alle fit. In der Vorbereitung verletzte sich der Aufstiegsheld Weinbacher. Summerer ließ seine Kontakte spielen und überzeugte Thomas Eckmüller, nach Palzing zu wechseln. Eckmüller und Summerer verbindet trotz des Altersunterschieds von gut 30 Jahren eine Freundschaft. Der Stürmer hatte unter Summerer einst in Freising den Sprung in den Seniorenbereich geschafft und in seiner ersten Landesligasaison 15 Tore erzielt. Danach spielte und traf er unter anderem für die Bayernligisten Heimstetten und Buchbach.

Und Eckmüller kannte als Spielertrainer des FC Finsing die Bezirksliga. „Thomas ist ein Stürmer, der in einer Saison zweistellig treffen kann, wenn er fit ist“, so Summerer. Allerdings verletzte sich Eckmüller ebenfalls. „Und deshalb mussten wir ohne etatmäßigen Stürmer in die Saison starten“, erklärte Trainer Summerer. Palzing landete hart. Der SVA startete mit drei Niederlagen und holte am vierten Spieltag beim Remis in Rohrbach den ersten Punkt. Eine Woche später gelang in Eichstätt (4:1) der erste Sieg. Am siebten Spieltag traf Eckmüller beim 5:0-Auswärtssieg gegen den Türkischen SV Ingolstadt dreifach.

Danach wechselten sich bis zum zwölften Spieltag im Wechsel Heimniederlagen und Auswärtssiege ab. Bis zur Winterpause holten die Palzinger 19 Punkte. Damit belegen sie den besten der drei direkten Abstiegsplätze. Die Relegationsplätze sind einen, der sichere Klassenerhalt drei Punkte entfernt.

Kurios: Den Palzingern gelang noch kein Heimsieg. Ihren einzigen Punkt holten sie im Derby gegen den Mitaufsteiger und aktuellen Tabellendritten Schwaig (2:2). Auswärts präsentiert sich der SVA dafür enorm stark (18 Punkte). Nur Rohrbach (19) ist ligaweit besser. „Wir sind in der Liga angekommen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und auch mal zu Hause gewinnen“, sagt Summerer.

Dafür arbeitet er mit seinen Spielern in der Wintervorbereitung. Die startete am 10. Februar. „Es werden sechs intensive Wochen. Wir wissen jetzt, wo wir stehen und in welchen Punkten wir uns steigern müssen“, so Summerer. Und weiter: „Wir wollen mutig und offensiv agieren, trotzdem aber kompakt verteidigen. In den ersten fünf Spielen nach der Pause treffen wir auf vier direkte Konkurrenten. Danach werden wir wissen, wo wir stehen.“ Summerer wird alles für den Klassenerhalt geben. „Ich bin seit Beginn des Jahres in Rente und habe jetzt Zeit, selbst Sport zu machen, mal ein Buch zu lesen. Und ich kann mich noch intensiver mit der Vorbereitung beschäftigen.“

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Hallbergmooser Fußballschule hält die Kicker zu Hause auf Trab
Die Hallbergmooser Fußballschule hält die Kicker zu Hause auf Trab. Jeden Tag liefern Wolfgang Eberhardt und Mario Mutzbauer den Fußballern neue Challenges für daheim.
Hallbergmooser Fußballschule hält die Kicker zu Hause auf Trab
Koch wirbt um Verständnis, dass der Profisektor Vorrang hat
Die BFV-Spitze hat am vergangenen Sonntag ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter in einem Webinar mit Neuigkeiten zum ausgesetzten Spielbetrieb versorgt.
Koch wirbt um Verständnis, dass der Profisektor Vorrang hat

Kommentare