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Talentierter Defensivallrounder: Maximilian Mayer (19) ist einer der Hoffnungsträger beim TSV Eching

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Portraitfoto von Maximilian Mayer im Trikot des TSV Eching.
Zweikampfstark und technisch versiert: Innenverteidiger Maximilian Mayer spielte sich nach seinem Wechsel vom FC Ismaning bei den Zebras ins Rampenlicht. © Amelie Beer

Die Fußballer des TSV Eching haben eine schlimme Hinrunde hinter sich. Doch es gab auch Gewinner: Maximilian Mayer überzeugte – und das in vielerlei Hinsicht.

Eching – Es ist bisher eine Saison zum Vergessen für den TSV Eching. Die Zebras überwintern als Tabellenschlusslicht der Bezirksliga Nord, sie haben nur drei Spiele gewonnen. Die Folgen des gewaltigen Umbruchs im Sommer sind unübersehbar. Maximilian Mayer ist einer der wenigen Lichtblicke. Der 19-jährige Defensivallrounder überzeugte in seinen ersten Monaten im Herrenbereich mit blitzsauber geführten Zweikämpfen und einem klugen, präzisen Spielaufbau.

Ausgerechnet die Corona-Pandemie war einer der Gründe für Mayers Wechsel im Sommer nach Eching – und dafür, dass sein persönlicher Aufstieg abgebremst wurde. „Ich habe mir durch die Corona-Pause in der vergangenen Saison weniger Chancen ausgerechnet, in Ismaning den Sprung in die Erste Mannschaft zu schaffen“, erzählt der 19-Jährige. Er rechnete damit, dass die FCI-Trainer nach dem Wiederbeginn erst mal auf erfahrene Akteure setzen. Nur deshalb dachte er über einen Wechsel nach.

Fußballerische Ausbildung in Heimstetten und Ismaning

Der TSV Eching klopfte an. Michael Schütz, der damals Trainer war, mittlerweile jedoch nicht mehr im Amt ist, zeigte Interesse. Mayer sah den Wechsel als Möglichkeit, sich auf gutem Niveau dem Tempo und der Zweikampfhärte bei den Herren anzupassen. „Eching war eine Chance“, sagt Mayer. Für das Talent ist „Fußball die absolute Nummer eins“.

Maximilian Mayer begann im Alter von fünf Jahren zum Fußballspielen. Im Nachwuchs kickte er für den SV Heimstetten und in den höheren Altersklassen für den FC Ismaning. Nicht die schlechtesten Adressen in der Region. „Man merkt ihm die sehr gute Ausbildung an“, sagt Schütz, der ehemalige Coach der Zebras. Er führte Mayer ans Bezirksliga-Niveau heran und merkte schnell: „Maxi ist sehr talentiert und bringt alles mit. Er ist technisch versiert und, obwohl er jung ist, schon sehr zweikampfstark“, so Schütz. Zusammengefasst: „Er hat unglaublich gute Anlagen.“

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Mayer selbst bezeichnet den „ruhigen Spielaufbau, schnelle Seitenverlagerungen und Diagonalpässe“ als seine Stärken. „An meiner Technik arbeite ich beim Kicken in der Soccerhalle.“ Und obwohl er mit 1,82 Metern deutlich kleiner ist als sein Innenverteidigerkollege Luka Topic, steht er ihm im Defensivkopfball in nichts nach. Es ist ein Qualitätsmerkmal, wenn Fußballer Dinge auf dem Platz leicht aussehen lassen.

So sicher, wie er auf dem Platz wirkt, fühlte er sich zu Saisonbeginn aber nicht immer. „Die Umstellung von der U 19 in den Herrenbereich ist schon groß. Es ist alles schneller und körperlicher. Am Anfang war es schwer“, erzählt Mayer. Doch er wurde unterstützt. „Es ist gut, dass wir erfahrene Spieler haben. Christian Niederstrasser hat viel mit mir geredet, und auch Luka Topic hat mir geholfen.“ Und weiter: „Mit den Spielen bin ich relativ zufrieden.“

Mayers Vorbild: Sergio Ramos

Der Innenverteidiger stand gleich am ersten Spieltag in der Startelf. Sechs Partien bestritt er über die vollen 90 Minuten, einmal wurde er ein- und zweimal ausgewechselt. Dass es nicht für mehr Einsätze reichte, lag nicht an fehlender Qualität. Im Gegenteil, Mayer wurde vermisst, als ihn erst das Coronavirus und später eine Mandelentzündung ausbremsten. Im ersten Spiel nach der Corona-Pause musste er total erschöpft nach 30 Minuten ausgewechselt werden. Es ging nicht mehr.

Sonst ist Mayer ein Spieler, der keine Schwäche zeigen will. „Falls ich mal Schmerzen habe, versuche ich sie zu unterdrücken“, sagt Echings Abwehrtalent. Eine Fähigkeit, die eines seiner Vorbilder perfektioniert hat: „Wenn ich mir Videos anschaue, dann von Sergio Ramos“, so der 19-Jährige über den spanischen Verteidiger. Ob Mayer auch den drohenden Abstiegsschmerz unterdrücken könnte? „Wir haben uns anfangs schwergetan, aber in den Wochen vor der Winterpause gesteigert.“ Wenn er fit bleibt und seine Entwicklung weitergeht, steigen die Chancen der Zebras auf den Klassenerhalt. (Moritz Stalter)

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