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Fühlt sich komplett ausgenutzt und verlässt den TSV Eching zum Saisonende: Fredi Ostertag.

Bei den Zebras fehlt transparentes Konzept

Abschied! Tausendsassa Ostertag fühlt sich ausgenutzt

TSV Eching - Abschied zum Saisonende: TSV-Trainer Alfred Ostertag nimmt planmäßig nur noch sechs Mal am Spielfeldrand Platz. Diese Meldung vermag zu überraschen, schienen doch die Weichen für ein weiteres Jahr gestellt.

Doch nun kommt alles anders: „Ich habe Strömungen bei der designierten neuen Vorstandschaft, aber auch innerhalb der Mannschaft wahr genommen“, berichtet Ostertag. Konkret hätten wohl einige Akteure angekündigt, den Verein verlassen zu wollen, wenn Ostertag Trainer bliebe.

Stehen in Eching ähnlich chaotische Verhandlungen an, wie in den finalen Wochen der Spielzeit 2013/14, als letztlich Spielertrainer Janis Hoffmann und zahlreiche Akteure entnervt dem Club den Rücken kehrten beziehungsweise kehren mussten?

Parallelen zu „damals“ sind unverkennbar. Es mangelt komplett an einem klaren, transparenten Konzept seitens der Vereinsführung. Mit einigen Spielern des aktuellen Kaders wurde jetzt, gegen Ende April, noch gar nicht verbindlich über die neue Saison gesprochen, während dies anderswo weitestgehend abgeschlossen sind.

Der Mangel an Unterstützung aus der TSV-Chefetage missfällt Ostertag. „Ich habe doch fast alles gemacht. War Busfahrer bei Auswärtsspielen, Betreuer, habe Gehälter für die Spieler ausgehandelt und ihnen bei Roten Karten wieder Geld abgezogen“, gewährt Ostertag einen Einblick in seine Aufgaben.

Mangels Bereitschaft übernahm er zusätzlich auch noch das Amt des Abteilungsleiters. „Für mich war es eine Herzensangelegenheit, dem TSV Eching zu helfen, als es vor zwei Jahre gar nicht gut aussah“, unterstreicht der Coach nochmals, wie wichtig ihm die Tätigkeit bei den Zebras war und ist. „Aber ich habe mich aufgearbeitet. Es hat wahnsinnig viel Kraft gekostet, auch gesundheitlich.“

Gar nicht gefallen hat dem Trainer, was sich zum Teil hinter den Kulissen abgespielt haben muss. „Einige im Verein haben meine Gutmütigkeit komplett ausgenutzt“, schimpft Ostertag. Namen wollte er freilich keine nennen, aber es wisse jeder im Verein, wer gemeint ist. Auch könne es nicht sein, dass Spieler zwei bis drei Mal während der Saison in den Urlaub fahren oder sich wegen jeder Kleinigkeit vom Training abmelden. „Die Einstellung, mit welchem Aufwand mancher meint, Landesliga spielen zu können, ist der Wahnsinn“, findet Ostertag deutliche Worte.

Gespannt darf auf die Reaktion der Mannschaft gewartet werden – am Samstag ab 15 Uhr gegen den TuS Geretsried.

Quelle: fussball-vorort.de

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