+
Trainer Christian Hobmeier: Der Sieg in Marzling war sein persönliches Jahreshighlight.

Fußball - Kreisklasse

Titelkandidat TSV Au: „Wir haben es selber in der Hand“

Die Kreisklassen-Fußballer des TSV Au setzen im Meisterrennen auf mehrere Faktoren. Einer davon ist Trainer Christian Hobmeier, der bis 2022 verlängert hat.

Au/Hallertau – Zumindest ergebnistechnisch kann es laut Christian Hobmeier (47), Trainer des Fußball-Kreisklassisten TSV Au, 2021 gerne genauso weitergehen wie im Vorjahr: „Natürlich war das wegen Corona auch für uns ein schwieriges Jahr – aber rein sportlich war es großartig.“ Die Hallertauer blieben 2020 ungeschlagen. Außer dem Türk SV Pfaffenhofen in der letzten Ligapokalpartie konnte kein Gegner dem TSV einen Punkt abtrotzen. Das Resultat: Die Auer überwintern mit 43 Zählern an der Tabellenspitze.

Das liegt laut Hobmeier an mehreren Faktoren: „Ein ganz großes Plus ist, dass wir inzwischen einen Kader mit 15, 16 gleichwertigen Spielern haben, die ich immer bringen kann.“ Zu diesem Kader wird zum Vorbereitungsstart auch noch Stürmer Max Bausch stoßen, der wegen einer Knieverletzung im Herbst ausgefallen war. 

Wichtiger Sieg im Topspiel beim SV Marzling

Den Vorteil dieser ausgeglichenen Mannschaftsstruktur habe man im Spitzenspiel in Marzling gesehen, als Johannes Bauer schon nach fünf Spielminuten angeschlagen vom Platz musste. „Dies hätte uns das Genick brechen können, aber wir sind souverän geblieben.“ Die Hallertauer gewannen diese Partie mit 3:0 und eroberten den ersten Platz. „Das Spiel war ein krönender Abschluss und mein persönliches Jahreshighlight.“

Als zweiten Grund für den jüngsten Erfolg sieht Hobmeier eine angepasste Führungsphilosophie: „Ich habe gelernt, die Jungs eher an der langen Leine zu lassen – sie sollen Bolzplatzkinder bleiben. Das bedeutet natürlich nicht, dass mein Job überflüssig ist.“ Das scheint auch der Verein so zu sehen: So habe man beschlossen, die Zusammenarbeit bis 2022 fortzusetzen. „Beide Seiten sind sehr zufrieden, wie es läuft. Da war die Verlängerung letztlich logisch“, erzählt der 47-Jährige, der zufrieden auf seine bisherige Amtszeit zurückblickt: „Als ich vor gut zweieinhalb Jahren begonnen habe, waren uns gerade sechs Stammspieler weggebrochen. Das erste Jahr stand dann erstmal unter dem Motto Kennenlernen und Wiederaufbau. Nun sieht unser Fußball langsam so aus, wie ich mir das vorstelle. Die Mannschaft ist mit Fleiß bei der Sache.“

Drei entscheidende Duelle stehen dem TSV Au noch bevor

Neben einer guten Fitness werde auch Können nötig sein, um die Tabellenspitze zu verteidigen. Denn die Spiele gegen die Konkurrenten Nandlstadt, Vötting und Vatanspor stehen noch bevor. „Wir sind in der glücklichen Position, die Gejagten zu sein. Wir haben es selber in der Hand.“ Hobmeier vertraut vor allem auf die Erfahrung: „Einige haben bereits Aufstiegsrennen mitgemacht. Die Jungs wissen, worum es geht.“

Sebastian Bergsteiner

Lesen Sie auch: Jugendfußball: U19-Kicker nur noch ab Bezirksoberliga aufwärts 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare