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Maxi Huber nennt sich selbst einen Egoisten, doch auch dank seiner Tore ist der TSV Wolnzach mittlerweile ein Aufstiegskandidat.

TSV-Goalgetter im Gespräch

Wolnzach-Knipser Max Huber: „Ich bin ein Egoist“

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Neuzugang Max Huber wechselte erst im Sommer vom Lokalrivalen SV Geroldshausen zum TSV Wolnzach. Fussball Vorort sprach mit dem Topstürmer der Hinrunde und erfuhr, weshalb Egoismus die Mannschaft weiter bringt.

Du hast in 14 Spielen bereits 14 Tore erzielt. Das ist eine überragende Quote, oder? 

Luft nach oben gibt es immer, aber an sich bin ich zufrieden. Am Anfang war es schwer für mich. Als ich neu zur Mannschaft gekommen bin, standen wir am Anfang. Ein neuer Trainer, dazu noch ein neues System und neue Kollegen – all das braucht Zeit, um komplett seine Leistung abzurufen.

Wo geht die Reise des TSV Wolnzach in dieser Saison noch hin?

Mindestens Platz drei muss am Saisonende locker drin sein. Wir sind mittlerweile eine eingespielte Truppe und setzen die Dinge, die vom Trainer verlangt werden, gut um. Mit Hilfe der Konkurrenz ist vielleicht noch mehr möglich.

Wie würdest du dich als Spielertyp charakterisieren? 

Ich bin ein Egoist. Das ist nicht immer gut für die Mannschaft. Das eine oder andere mal wäre es besser gewesen, meine Mitspieler einzubeziehen. Das muss ich offen zugeben. Aber egoistisch zu sein, als Stürmer vor dem Tor, ist nicht immer von Nachteil. Das ist kein negativer Egoismus. Wenn die Bälle rein gehen, helfe ich der Mannschaft.

Wie motivierst du dich vor einem anstehenden Spiel? 

Ich schaue vor dem Spiel immer auf die Torjägerliste. Das ist Motivation genug. Ich möchte überall vorne sein und gewinnen.

Wo spielst du ab der nächsten Saison? 

Ich werde zu 95 Prozent hier spielen. Ich hatte bereits vielen Mannschaften abgesagt, als es Anfragen von Bezirksligisten gab. Ich möchte hier bei Wolnzach bleiben. Es sei denn, es kommt ein finanziell unmoralisches Angebot.

Wie fühlt es sich an, den eigenen Bruder in der Mannschaft zu haben? 

Sehr gut, Alex war der Entscheidungsgrund für meinen Wechsel. Ich wollte schon immer mit ihm zusammen spielen. Aber da er zwei Jahrgänge hinter mir spielte, war es schwierig, dies zu realisieren. Vor meinem Wechsel sagte er, ich soll nach Wolnzach kommen. Das hat geklappt und jetzt ist mein Bruder auch mein Kapitän. Unser Verhältnis ist ziemlich cool. Jeder weiß, was der andere kann. Bei Niederlagen muss ich mir das ein oder andere mehr anhören, als andere Spieler. Insgesamt ist unser Verhältnis aber human.

Zu Beginn der Saison stotterte der Motor noch gewaltig. Mittlerweile habt ihr euch zum Aufstiegskandidaten gemausert. Gab es einen Schlüsselmoment für die Mannschaft? 

Wir sind in den ersten beiden Spielen bodenlos untergegangen. Da haben wir richtig verkackt. Danach hat unser Trainer seinen Unmut geäußert und eine höhere Konzentration gefordert. Die lieferten wir auch im Training. Dank guter Trainingsbeteiligung haben wir uns aus dem Sumpf heraus gezogen. Nun kennen wir die Laufwege, die von uns gefordert werden. Danach halfen uns eine Reihe von positiven und glücklichen Ereignissen im Spiel. So konnten wir den Schalter umlegen.

Was hältst du von 15 Kisten ERDINGER Weißbräu auf einen Schlag? Diese Belohnung erhält der Torschützenkönig am Ende der Saison.

Ich könnte sie alle versaufen (lacht). Nein im Ernst, die Tore schieße ich selten allein. Daran hat die gesamte Mannschaft einen Anteil. Mit der kompletten Mannschaft werde wir damit feiern.

Text: Fabian Schönrock.

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