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Coach Michael Stiller zählt mit seiner Mannschaft zu den Gewinnern des Jahres.

Fußball

TSV Allershausen: Starke Truppe, starke Ergebnisse

Die Kreisliga-Fußballer des TSV Allershausen haben im Jahr 2020 den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Doch es gab einen Schönheitsfehler.

Allershausen – Die Kreisliga-Truppe des TSV Allershausen ist nach den vier Spielen des vergangenen Kalenderjahres ihrem Saisonziel ganz nahe: Trainer Michael Stiller wollte mit seinem Team möglichst über den Abstiegsrelegationsplätzen stehen. Mit drei Siegen aus vier Partien hat sich der TSV in der Tabelle von Position zehn auf Platz sieben vorgearbeitet. Der Vorsprung auf den ersten Relegationsrang ist von vier auf mittlerweile neun Zähler angewachsen.

Michael Stiller ist mit seiner Mannschaft dementsprechend sehr zufrieden. Und dass, obwohl es im ersten Ligamatch Mitte September gegen Eitting gleich eine satte 1:5-Heimniederlage setzte. „Nein, in Sorge war ich deshalb nicht“, erinnert sich der 47-Jährige. „Ich kenne die Mannschaft ja schon etwas länger. Wenn jeder Spieler 100 Prozent seiner Leistung bringt, sind wir zurecht in der Liga und werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Das haben wir dann in den nächsten Spielen auch auf den Platz gebracht.“

Stiller: „Wenn wir ohne Fehler spielen, sind wir schwer zu schlagen.“

Besonders gut hat Stiller dabei die Defensivarbeit seiner Fußballer gefallen: „Wenn wir ohne Fehler spielen, sind wir schwer zu schlagen, denn nach vorne spielen wir schon immer guten Fußball. Als wir im Sommer wieder in die Vorbereitung eingestiegen sind, hat man schon gesehen, dass wir auf einem guten Weg sind. 90 Prozent der Mannschaft war absolut fit, sodass wir in den Partien dann auch mal wichtige Leute wie Maciej Machi oder Dominik Kopp ersetzen konnten. Das ist das, was uns auszeichnet, dass jeder Akteur auf seiner Position seine Stärken ins Spiel einbringt. Wir sind als Mannschaft, als Einheit stark.“

Umso mehr schmerzt es den TSV Allershausen, dass momentan wieder alle Kontakte beschränkt sind. „Das ist eine völlige Katastrophe, dass man nun seit Wochen keinen Spieler mehr gesehen hat. Es gibt auch kein Hallentraining oder Hallenturnier, wo man mal zusammen ist“, beschreibt der Spielertrainer seine Gemütslage. „Es ist schon schwierig, man verliert die Mannschaft völlig aus den Augen. Im Moment kann man als Trainer nur sagen, dass sich die Jungs selber fit halten sollen.“

Der Coach hofft natürlich, dass seine Kicker zum anvisierten Trainingsauftakt Mitte Februar ein gewisses Fitnesslevel haben. Der 47-Jährige möchte, wenn es Corona wieder zulässt, nicht erst die läuferischen Grundlagen legen müssen, sondern gleich mit Fußball anfangen. Es liege an jedem Einzelnen, die Vorbereitung beginne bei Null – und alle hätten die gleichen Chancen, in der ersten Elf zu stehen – Veränderungen im Kader seien aktuell nicht vorgesehen. Stiller selbst trainiert jeden Tag fleißig. Er hat sich sogar ein Spinning-Rad gekauft, da ihm ansonsten die Decke auf den Kopf fallen würde.

Die ersten Gegner im Jahr 2021 haben es in sich

Auch der Vorbereitungsplan stünde schon. Zwischen Mitte Februar und Ende März sind fünf Testspiele geplant. Denn das Auftaktprogramm in der Kreisliga Ende März ist recht schwierig: Zum Start muss Allershausen gleich beim Tabellenführer FC Langengeisling antreten, danach kommt Attaching. „Da können wir die Meisterschaft etwas spannend machen“, meint Stiller. „Wir haben gegen beide Teams das Hinspiel verloren – das wollen wir besser machen.“

Das Saisonziel, den direkten Klassenerhalt, werde sein Team 100-prozentig schaffen, da ist der 47-Jährige felsenfest davon überzeugt. Zumal die Ausgangslage deutlich günstiger sei als vor einem Jahr.

Einen Schönheitsfehler hatte das Jahr 2020 beim TSV Allershausen aber: Im Ligapokal bei der ST Scheyern erwischte die Truppe einen schlechten Tag und verlor mit 1:3. Nach dem Abbruch der Ligapokal-Vorrunde sorgte diese Niederlage zusammen mit dem Unentschieden gegen Kranzberg dafür, dass der TSV ausschied. Die Anwendung der Quotientenregelung bei weniger als 50 Prozent der Partien ist für den Trainer schwer zu akzeptieren: „Das müssen wir halt so hinnehmen. Mit einer normalen Lösung im Sinne des Fußballs hat das aber nichts zu tun. Das ist ja, wie wenn ich ins Casino gehe. Auf sportlicher Ebene kann ich das gar nicht richtig bewerten.“

Josef Fuchs

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