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Freude beim Anhang: Der TSV Allershausen kickt nach dem Sieg im Entscheidungsspiel in der kommenden Saison wieder in der Kreisliga.

„Das Momentum war bei uns“

TSV Allershausen: Stiller (45) wird gefeiert und will weniger spielen

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Ganz am Ende wurde es Michael Stiller doch zu viel. 3:1 hatten die Fußballer des TSV Allershausen das Relegationsspiel gegen den SV Vötting-Weihenstephan gerade gewonnen und waren im Nachsitzen als Tabellenzweiter doch noch in die Kreisliga zurückgekehrt – nach zwei Jahren eine Liga tiefer.

Allershausen – Und wie es sich gehört, sollte auch jeder sehen, dass der Trainer, erst seit vergangenem Sommer Verantwortlicher am Amperknie, daran einen nicht unwesentlichen Anteil hatte. So warfen ihn seine Spieler im Freudentaumel in die Höhe. „Reicht schon“, winkte Stiller aber recht bald ab. Man merkte dem 45-Jährigen die vorausgegangenen 90 Minuten an. Glücklich, aber geschafft genoss der TSV-Coach den Erfolg lieber bei einem Kaltgetränk und einer Zigarette. „Wenn man die 90 Minuten ansieht“, holte Stiller also tief Luft, „dann ist die bessere Mannschaft aufgestiegen.“

Es war freilich kein Feuerwerk, das die Allershausener abgerufen hatten, Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 waren die Herausforderer sogar ins Wanken geraten, nur kurz jedenfalls. „Insgesamt“, ergänzte Stiller, „war das Momentum aber bei uns.“ Noch im Winter habe er überhaupt nicht daran geglaubt, die Kreisliga realisieren zu können“, erklärte der 45-Jährige. „Aber im Grunde war das Spiel heute das Finale der ganzen Rückrunde.“

Seine Elf sei immer mehr zu einer Einheit gewachsen, jeder einzelne habe auch während des Relegationsspiel seinen Teil beigetragen. „Allein, dass zwei Joker-Tore dabei waren, zeigt doch vieles“, so Stiller stolz.

Stiller bedankt sich bei seiner Mannschaft

Auch Kapitän Dominik Kopp hätte in der Winterpause noch keinen Pfifferling auf eine Kreisliga-Rückkehr gewettet. „Dann haben wir aber eine super Rückrunde gespielt“, schwärmte das TSV-Urgestein. „Und dass wir dann heute das Relegationsspiel gewonnen haben, das war das Tüpfelchen auf dem i – fast noch besser als Meister zu werden.“ Gegner Allershausen habe es ihnen nicht leicht gemacht, musste Kopp zugeben. „Vötting hat schon extrem dagegen gehalten. Warum man die Freisinger am Ende dann doch deutlich mit 3:1 dominiert hatte, dafür hatte Kapitän Kopp auch gleich eine Antwort parat. Entscheidend sei wohl der Wille gewesen, „das hat man vorher schon in der Kabine gespürt.“

Dort, wo Trainer Michael Stiller vielleicht die passenden Worte gefunden hatte. „Ich habe mich“, gewährt der Coach einen Einblick, „bei meiner Mannschaft bedankt, dass ich so was nochmal auf dem Platz erleben durfte.“

Wie es in der nächsten Saison weitergehen wird, davon hat Stiller auch schon eine Ahnung. Zum einen freut sich Allershausens Trainer auf die Duelle mit dem FC Eitting – jenem Klub, mit dem er 2009 ebenfalls im ersten Jahr über die Relegation den Aufstieg gepackt hatte, damals sogar in die Bezirksliga. Und Stiller hat dann auch vor, nicht mehr bei jedem Match aktiv auf dem Platz zu stehen. Er wolle, dass seine Mannschaft die Dinge mal alleine auf dem Platz regeln könne, dass er sich auf die Tätigkeit als Coach konzentrieren könne. „Angst brauchen wir sicher keine haben“, blickte Stiller am Abend der erfolgreichen Relegation auf die Kreisliga. „Einzig ans Tempo werden wir uns gewöhnen müssen.“

Dass ihn seine Spieler vor Freude hochwarfen, nur daran hatte sich Stiller nicht gewöhnt.

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