Peter Huber führte seinen TSV Allershausen in der Saison 86/87 bis in die Entscheidungsspiele um den Bezirksliga-Aufstieg.
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Peter Huber führte seinen TSV Allershausen in der Saison 86/87 bis in die Entscheidungsspiele um den Bezirksliga-Aufstieg.

TSV Allershausen kämpfte um A-Klassen-Aufstieg

1987: TSV Allershausen schlägt SVA Palzing dramatisch und spielt um Aufstieg

  • vonArthur Viol
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Der TSV Allershausen und der SVA Palzing mussten in der Saison 1986/87 wegen Punktgleichheit in einem dramatischen Entscheidungsspiel ermitteln, wer um den A-Klassen-Aufstieg spielen darf.

Allershausen –Die Saison 1986/87 in der A-Klasse (jetzt Kreisliga) war ein besonderes Jahr für Teams aus dem Ampertal. Der SV Kranzberg setzte seinen Triumphzug aus der C-Klasse mit einem weiteren Titelgewinn fort und kickte fortan in der Bezirksliga. Nach einem 6:3 beim SC Moosen war der Elf schon einen Spieltag vor dem Saisonfinale die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen.

Um Rang zwei duellierten sich die punktgleichen TSV Allershausen und SVA Palzing. Die Entscheidung am letzten Spieltag fiel im Landkreis Erding, Palzing musste zu den abstiegsgefährdeten Schwaigern, Allershausen hatte mit dem direkten Verfolger TSV Erding (nur ein Punkt dahinter) die wesentlich schwerere Aufgabe vor sich.

500 Zuschauer beim Entscheidungsspiel in der Savoyer Au 

Doch keines der beiden Teams patzte, Palzing siegte 2:1, Allershausen 3:1. Es musste ein Entscheidungsspiel her, das den Teilnehmer der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Bezirksliga ermittelte. Spielort war das Stadion in der Savoyer Au, 500 Zuschauer verfolgten die Partie und wurden arg auf die Folter gespannt, bis der neue Vizemeister feststand. Es ging bis ins Elfmeterschiessen.

Am Ende jubelten die Allershausener und ihr Trainer Max Springer. „Ein super Spiel, den Sieg hätten sich beide verdient gehabt“, war der Ex-Echinger letztlich aber glücklich, dass es für seine Elf reichte.

Vier Tore innerhalb von 27 Minuten

Die Dramatik nahm erst im zweiten Durchgang Fahrt auf. Innerhalb von 27 Minuten fielen vier Tore, es stand 2:2. Dabei blieb es auch nach 120 Minuten trotz Chancen auf beiden Seiten und einer umstrittenen Szene, als ein Allershausener das Leder im Strafraum mit der Hand wegschlug. Danach standen die beiden Torhüter – Beppo Sixt für Allershausen, Erwin Stich für Palzing – im Blickpunkt. In den 120 Minuten zeigten beide bereits mehrfach ihr Können, waren aber auch jeweils einmal bei einem Gegentor beteiligt. Sixt war im übrigen auch noch der etatmäßige Elfmeterschütze beim TSV. Achtmal war er im Saisonverlauf am Punkt angetreten und hatte alle Elfer versenkt. Damit war er zweiterfolgreichster Torschütze der Mannschaft, nur Mittelstürmer Rintisch traf öfter. Das Erfolgsrezept von Sixt war einfach: „Ich bin mehr für Gewalt“. Und so eröffnete Sixt planmäßig das Elfmeterschießen – und traf. Das bessere Ende hatte wiederum Sixt, der genauso wie Stich einen Elfmeter entschärfte, beim letzen Schuss aber nicht mehr eingreifen brauchte, da dieser vorbei ging.

TSV Allershausen verliert Aufstiegsfinale gegen FC Arnsberg

Im ersten Entscheidungsspiel um den Aufstieg gegen den Bezirksligisten FT Ingolstadt-Ringsee hatte Sixt dann weitaus weniger Arbeit in seinem Tor. Die Allershausener gewannen in Geisenfeld 4:0 (Tore durch Wagner, Rintisch, Berchthold, Huber). Das Aufstiegsfinale – erneut in Geisenfeld – gegen den FC Arnsberg ging aber 0:1 verloren. „Von uns hatte an diesem Abend einfach kein einziger Normalform, wir waren noch nie in solch einer Situation“, war Springer über den verpassten Aufstieg schwer enttäuscht. Doch der Triumph über den Lokalrivalen Palzing im Elfmeterschießen bleibt für immer haften.

Text: Arthur Viol

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