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Lange Zeit auf Augenhöhe: Die Echinger – hier (v.  l.) Maxi Ceballos im Kopfballduell mit Onur Tas und Mathias Reinbacher – taten sich schwer mit den Palzingern, gewannen am Ende aber deutlich.

Fußball - Bezirksliga

TSV Eching gewinnt 5:1 beim SVA Palzing: „Der Sieg war zwei Tore zu hoch“

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Eine Stunde lang war zwischen dem Bezirksliga-Aufsteiger SVA Palzing und dem Spitzenteam TSV Eching kein Unterschied erkennbar. Am Ende hat sich der Favorit mit 5:1 durchgesetzt. Die beiden Trainer waren sich bei ihrer Analyse in einigen Punkten einig, doch es gab auch unterschiedliche Meinungen.

Palzing/Eching – Für Echings Gerhard Lösch gab es am Spieltag zwei Nachrichten, die sich auf die Startaufstellung auswirkten: „Ante Basic hat mich angerufen und mir mitgeteilt, dass seine Frau kurz vor der Geburt des Kindes steht und er ins Krankenhaus muss.“ Für Basic, der im Angriff neben Alexander Beer angefangen hätte, rutschte Maxi Ceballos ins Team. „Maxi war Ende der Vorbereitung im Urlaub, er wäre eigentlich zunächst draußen geblieben“, erklärte Lösch. Dass Alex Strecker das Tor hüten darf, erfuhren die Echinger ebenfalls am Tag der Partie. Strecker hatte nach einer Tätlichkeit im letzten Testspiel eine Sperre erhalten. „Es wurde entschieden, dass die Sperre nur für Privat-, also Freundschaftsspiele, und nicht für die Liga gilt“, sagte Lösch.

Sepp Summerer, der Trainer der Palzinger, hatte seine Truppe gut eingestellt. Zehn Minuten brauchte der SVA, um sich zu sortieren – in dieser Phase ging Eching durch Ceballos in Führung (10.). „Danach haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Viel besser können wir es nicht machen“, sagte Summerer. Seine Spieler investierten viel, kamen zu Chancen und glichen in der 16. Minute durch einen Foulelfmeter von Simon Stephan aus. Weil Thomas Kaindl den Ball in der 26. Minute ins eigene Netz beförderte, lief Palzing erneut einem Rückstand hinterher. „Wir hatten drei gute Möglichkeiten und haben ihnen die beiden Tore aufgelegt – es ist schade, dass wir für den Aufwand nicht belohnt wurden“, sagte Coach Summerer über die ersten 45 Spielminuten.

Sein Gegenüber sah Palzing nicht besser, wusste jedoch, dass seine Truppe keine gute Halbzeit abgeliefert hatte. „Wir waren in der ersten Hälfte nicht auf dem Platz. Es war sehr hektisch, kein einziges Mal ging es auf beiden Seiten über sechs, sieben Stationen. Sie haben viel lang gespielt, wir auch. Das war wie im Tennis“, sagte Lösch.

Nach der Pause wurden die Zebras besser. Spätestens, als Lösch in der 62. Minute Mittelfeldspieler Julien Santana-Mielke für Stürmer Alexander Beer einwechselte, hatten die Gäste die Zentrale im Griff. Die Echinger eroberten nun auch zweite Bälle, die bis dahin fast ausschließlich bei den Palzingern gelandet waren. „Das haben die Palzinger sehr gut gemacht. Sie sind am Anfang auch sehr viel gelaufen. Vielleicht ging ihnen am Ende etwas die Kraft aus“, sagte der TSV-Trainer.

Das nutzte seine Mannschaft aus: Thomas Niggl (70.), Florian Höltl (75.) und noch einmal Niggl (81.) entschieden die Partie mit drei weiteren Treffern. „Der Sieg war zwei Tore zu hoch. Wir hätten uns auch über ein Unentschieden nicht beschweren dürfen. Aber das ist Interpretationssache“, so Lösch. Die Palzinger trauerten den Möglichkeiten in der ersten Halbzeit nach. „Schade, denn wir hätten zur Halbzeit führen können. Wir waren lange auf Augenhöhe – jetzt steht eine Klatsche in der Bilanz“, resümierte SVA-Trainer Sepp Summerer.

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