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Offensive auf beiden Seiten war Trumpf: Auch TSV-Verteidiger Manuel Joos schaltete sich immer wieder ins Angriffsspiel ein. 

TSV Eching 

Nichts für schwache Nerven

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Eching – Fußballtrainer sind in der Regel nicht glücklich, wenn ihre Mannschaft vier Gegentore kassiert. Erst recht nicht, wenn es bei vier selbst erzielten Toren nicht zu drei Punkten reicht. Beim 4:4-Remis des TSV Eching beim SV Dornach ist das anders gewesen. „Es war ein geiles Offensivspiel“, sagte Gästetrainer Gerhard Lösch.

Eching reiste als Tabellenführer nach Dornach und hatte die beste Offensive der Liga im Gepäck. Dornach, das mit sechs Punkten Rückstand auf die Spitze und einem Spiel weniger in die Partie ging, hat vorne ebenfalls einiges zu bieten. Ein Spektakel war die Folge. „Beide Mannschaften haben offensiv gedacht und nach vorne auf einem sehr hohen Niveau gespielt,“ analysierte Lösch.

Umso ärgerlicher war es für die Gäste, wie sie in Rückstand gerieten. Nach einem Ball in den Fünfmeterraum setzte sich Markus Buck durch und brachte die Dornen in Führung (9. Minute). Für Lösch war Bucks Aktion nicht astrein. „Er hat unseren Torhüter Alex Strecker angegangen. Und über Abseits kann man auch diskutieren“, so der Trainer. Das Schiedsrichtergespann diskutierte zwar, gab den Treffer aber.

Auch beim 0:2 von Manuel Ring in der 13. Minute sah der Zebras-Coach einen Regelverstoß. „Ring stand deutlich im Abseits“, so Löschs Ansicht. „Da machst du es eigentlich gut, liegst aber 0:2 hinten und fragst dich warum.“ Die Reaktion der Echinger war stark. Timo Schaffhauser stellte mit einem Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten auf 2:2. Beim ersten Treffer schloss der 30-Jährige nach einem Pass von Thomas Niggl trocken ab (21.), dem Ausgleichstor ging ein Angriff über die rechte Seite inklusive punktgenauer Flanke von Phil Schuler voraus (26.). In der 39. Minute verwertete Christian Niederstrasser eine scharfe Flanke von der linken Seite zum 3:2 für die Gäste. Das zwischenzeitliche Comeback war perfekt. „Respekt an die Jungs, wie sie sich zurückgekämpft haben. Von der 25. Minute bis zur Halbzeitpause haben wir extrem gut Fußball gespielt“, sagte Lösch.

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Dornacher, warum sie ebenfalls zu den besten Teams der Liga gehören. Manuel Ring in der 47. Minute und Felix Partenfelder vier Minuten drehten das Spiel. „Vor allem den vierten Treffer haben sie mit mehreren Direktpässen stark rausgespielt“, sagte Lösch. Eching gab sich nicht geschlagen und glich in der 62. Minute durch einen von Ante Basic verwandelten Handelfmeter zum 4:4 aus. Dabei blieb es, weil Maxi Ceballos eine große Chance auf das 5:4 verstreichen ließ und die Echinger ihre Überzahl ab der 82. Minute nach einer Gelb-Roten Karte gegen Daniel Mosig (wiederholtes Foulspiel) nicht nutzten. „Es war ein gerechtes Ergebnis, auch wenn wir für unsere Tore mehr tun mussten“, sagte Lösch. Zu sehr gestresst hat ihn das ereignisreiche Spiel nicht. „Ich habe noch Puls.“

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