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Echings Trainer mit seinem Torjäger: Gerhard Lösch und Jose Maximiliano Andrade Ceballos

TSV Eching, SpVgg Kammerberg und SVA Palzing auf der Jagd nach Punkten

So gut wie alles im Lot - Landkreis-Trio vor dem Jahresausklang

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An diesem Wochenende gehen die Teams aus der Bezirksliga Nord zum letzten Mal in diesem Jahr auf die Jagd nach Punkten. Zeit, um Bilanz zu ziehen.

VON MORITZ STALTER

Landkreis – Der TSV Eching, die SpVgg Kammerberg und der SVA Palzing, dessen Heimspiel gegen Eichstätt II abgesagt wurde, stehen in völlig unterschiedlichen Tabellenregionen – und dennoch sind die Trainer zufrieden. Bei Echings Gerhard Lösch ist das keine Überraschung. Er steht mit seiner Mannschaft an der Tabellenspitze. „Mein Fazit fällt natürlich positiv aus. Wir stehen besser da, als ich es vor der Saison erwartet hatte“, sagt er.

Gegenüber der vergangenen Saison haben sich die Zebras deutlich gesteigert: Sie holten an den ersten 19 Spieltagen 40 Punkte – sieben mehr als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr. Mit 56 Treffern stellen sie die beste Offensive der Liga. Den größten Teil steuerte Maxi Ceballos bei, der mit acht Treffern der torgefährlichste Echinger ist. „Maxi ist ein Führungsspieler, es sind dieser Saison aber auch andere Spieler rausgestochen“, sagt Lösch.

Da wäre Routinier Phil Schuler, der mit 14 Torbeteiligungen (fünf Tore, neun Vorlagen) der beste Zebras-Scorer ist. Oder Christian Niederstrasser, der als Rechtsverteidiger Schuler absichert und auch vier Tore erzielt hat. „Unsere rechte Seite ist sehr stark in dieser Saison“, lobt Lösch das Duo.

Sommerzugang Maxi Völke ist für Lösch kurz vor der Winterpause „der große Gewinner“. Der 22-Jährige kam vom Kreisligisten Rot-Weiss Oberföhring und fand sich sofort zurecht. „Er ist will lernen, jedes Trainingsspiel gewinnen und hat die meisten Trainingsbeteiligungen“, sagt Lösch. Völkes Vorteil: „Er ist eigentlich ein Sechser, in den letzten Wochen hat er aber Innenverteidiger gespielt – und das sehr stark.“ 1352 Minuten stand Völke in dieser Bezirksliga-Saison auf dem Platz – länger als jeder andere Echinger Spieler.

Auch Kammerbergs Trainer Matthias Koston hat wenig auszusetzen am Auftreten seiner Mannschaft. „Wir wollten nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Beim Ziel, so schnell wie möglich die 40 Punkte zu holen, sind wir auf einem guten Weg“, sagt Koston, der das Traineramt im Sommer von Manuel Haupt übernommen hatte. Die Kammerberger waren 18-mal im Einsatz, 33 Punkte häuften sie auf ihrem Konto an. Nun schielen sie nach oben: „Wir wollen so lange wie möglich vorne dranbleiben, denn keiner will an den letzten Spieltagen um die Goldene Ananas spielen.“

Robin Streit hat einen großen Anteil daran, dass die Kammerberger 13 Zähler mehr geholt haben als vor einem Jahr. Der Knipser spielt eine Karriere-Saison: Er markierte 18 Tore in 18 Spielen, hat bereits so oft getroffen wie in der kompletten vergangenen Saison und führt die Torschützenliste der Liga mit großem Abstand vor Dornachs Robert Rakaric an (13 Tore). Streits kongenialer Partner Sebastian Waas war zehnmal erfolgreich und liegt unter den besten Torschützen der Liga auf Rang sieben. Streit hat auch bei den Spielminuten die Nase vorne: Er verpasste neben Thomas Eichenseer als einziger Kammerberger noch keine Sekunde in dieser Saison.

Ebenfalls positiv ist, wie sich die Zugänge integriert haben. „Das sind überragende Charaktere“, sagt Koston. Was ihm auch gefiel: „Wir haben viele Spiele gehabt.“ Luft nach oben sieht er im Defensivverhalten. „Obwohl wir mit Tim Bürchner und Benjamin Hofmann zwei sehr gute und erfahrene Innenverteidiger haben, bekommen wir zu viele Gegentore. Ich sehe das als mannschaftliches Problem. Wir nehmen uns manchmal Auszeiten. Die müssen wir abstellen“, fordert Koston.

Auszeiten nahmen sich beim Aufsteiger Palzing die Stürmer Thomas Eckmüller und Markus Weinbacher – allerdings unfreiwillig. Beide fielen zu Saisonbeginn verletzt aus, Eckmüller auch aktuell wieder. Für Trainer Sepp Summerer war dies einer der Gründe, weshalb es bisher „nur“ zu 19 Punkten und dem 14. Platz reichte. „Dass unsere beiden Stürmer gefehlt haben, war bitter. Trotzdem machen wir es als Team bisher gut. Wir waren in keiner Partie chancenlos“, sagte Summerer.

Obwohl die Palzinger auf dem besten der drei Abstiegsplätze stehen, wirken sie stabil. Einen großen Anteil daran haben die Radlmaier-Brüder Marcel und Fabian. Letzterer führt mit fünf Toren die interne Torschützenliste an (dazu sechs Assists), Kapitän Marcel ist mit sieben Torvorlagen der Top-Zulieferer und mit 1696 Minuten der Vielspieler. Summerer glaubt an seine Mannschaft: „Wir haben schnell das Bezirksliga-Niveau erreicht. Wenn wir jetzt noch anfangen, zu Hause zu gewinnen, sieht es ganz gut aus.“ Der Hintergrund: Während die Palzinger mit 18 Punkten das zweitbeste Auswärtsteam der Liga sind, holte zu Hause kein Team weniger Punkte (ein Zähler).

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