Die Mauer des TSV Eching springt hoch.
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Die Mauer stand gut, sonst gab’s noch einige Defizite: Die Echinger Fußballer müssen gehörig zulegen.

Böse Schnitzer gegen Manching

Abseitsfalle funktioniert nicht: TSV Eching bringt sich in Manching selbst um den Lohn

  • VonMoritz Stalter
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Der TSV Eching ist mit einer 1:3-Niederlage beim SV Manching in die neue Bezirksliga-Saison gestartet. Individuelle Fehler und Schnitzer zerstören das Konzept.

Eching - Die Zebras patzten nach 20 Minuten zweimal und als sie wieder hinschnupperten, passten sie nicht auf und brachten sich so um ein besseres Ergebnis. Die Echinger starteten gut in ihr erstes Ligaspiel seit neuneinhalb Monaten. „Wir hatten in zehn Minuten lang mehr vom Spiel“, sagte Trainer Michael Schütz. Das war wichtig für die Sicherheit, denn die neu formierte Mannschaft ist ein wackliges Gebilde. Deutlich wurde dies rund um die 20. Minute. Nach einem Ballverlust ließen sich die Zebras auskontern. Benedikt Vollnhals umkurvte Torhüter Alessandro Kestler und brachte Manching in Führung.

Ehe sich die Gäste sammeln konnten, lag der Ball schon wieder im Tor – erneut nach einem Konter und zum zweiten Mal, weil die Abseitsfalle der Zebras nicht funktionierte: Rainer Meisinger hatte frei vor TSV-Keeper Kestler keine Mühe. „Da auf Abseits zu spielen, das geht einfach nicht. Wir hätten die Situationen sicher zu Ende verteidigen müssen“, so Schütz.

Zwei Gegentore zeigen Wirkung - Eching wurde wieder mutiger

Die Gegentore wirkten. Eching brauchte Zeit, um sich von den beiden Tiefschlägen zu erholen. Gegen Ende der ersten Halbzeit wurden die Gäste wieder mutiger und offensiver. Manching verteidigte robust und brachte den Schiedsrichter durch die körperbetonte Spielweise gelegentlich in die Zwickmühle – laufen lassen oder Foul pfeifen. In der 37. Minute entschied der Unparteiische nach einem Rempler auf Freistoß zentral vor dem Manchinger Strafraum. TSV-Kapitän Florian Höltl legte sich den Ball zurecht, zirkelte ihn mit rechts um die Mauer und via Innenpfosten ins Tor. „Danach waren wir wieder besser im Spiel“, sagte Schütz.

„Das Gegentor hat uns die Moral geraubt.“

Eching-Coach Michael Schütz

Nach dem Seitenwechsel wollte die Echinger an die guten letzten Minuten vor der Pause anknüpfen. Dann passten sie nicht auf und Manching schlug eiskalt zu. Der SVM spielte sich auf links durch und flankte auf den langen Pfosten. Said Magomedov nahm den Ball volley mit der Innenseite und traf ins kurze Eck. Kestler war zum dritten Mal chancenlos. Mit dem 1:3 war die Partie aus Echinger Sicht entschieden. „Das Gegentor hat uns die Moral geraubt“, sagte Schütz. In der vergangenen Saison haben die Echinger Rückstände gedreht, in dieser Saison fehlt dieses Selbstverständnis noch, genau so die Durchschlagskraft in der Offensive. „Wir hatten eine junge Mannschaft auf dem Platz und brauchen noch Zeit“, so der TSV-Trainer. Mit Philippe Göbel und Maximilian Mayer standen zwei 18-Jährige in der Startelf. Matthew Atkinson (19) und Daniel Amannsberger (20) sind nur etwas älter. (Moritz Stalter)

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