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Kammerberg will „gruselige“ Heim-Auftritte wiedergutmachen - Palzing ohne Furcht ins Spiel

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Wieder im Einsatz: Florian Höltl ist wichtiger Offensivspieler für den TSV Eching, der als aktuell Vorletzter im Heimspiel gegen Feldmoching Zählbares braucht.
Wieder im Einsatz: Florian Höltl ist wichtiger Offensivspieler für den TSV Eching, der als aktuell Vorletzter im Heimspiel gegen Feldmoching Zählbares braucht. © michalek

Der TSV Eching, SVA Palzing und die SpVgg Kammerberg haben etwas gemeinsam: Sie stehen im letzten Tabellendrittel und treffen am Wochenende auf Teams aus den Top-Sechs.

Der TSV Eching macht den Anfang und empfängt am Samstag (14.30 Uhr) die SpVgg Feldmoching. Eching geht von Platz 14 in das Duell, die Gäste stehen auf Rang drei. Feldmoching hat Qualität und ist gut drauf“, sagt Alexander Günther, der Co-Spielertrainer der Zebras. Die Münchner gewannen ihre vergangenen drei Partien. In Palzing und Kammerberg sowie gegen Rohrbach demonstrierte die Elf von Trainer Gökhan Karakaya, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden kann. Für die Zebras macht es das nicht einfacher, zumal die SpVgg nicht zu den Lieblingsgegnern gehört. Seit Echings Abstieg aus der Landesliga im Jahr 2017 begegneten sich die Konkurrenten viermal in der Bezirksliga. Der TSV holte nur zwei Punkte, zuletzt gab es zwei Niederlagen – darunter das 0:1 im Hinspiel. Eine Nullrunde können sich die Zebras nicht erlauben. Was die Leistung angeht, sieht Günther die Echinger im Aufwärtstrend. „Seit Dornach geht es bergauf“, so der Co-Spielertrainer.

Kapitän Flo Höltl kehrt wieder zurück ins Team nach überstandener Muskelverletzung. „Flo ist wichtig für unsere Offensive“, sagt Günther. Es folgt das große Aber: Innenverteidiger Luka Topic fällt verletzungsbedingt aus. „Damit fehlt uns ein ganz wichtiger Mann hinten“, so Günther. An der Ausgangssituation ändert sich aber nichts. „Für uns zählt jeder Punkt. Wir wollen unbedingt was Zählbares holen“, sagt Günther.

Der SVA Palzing hat in der laufenden Saison nur zehn Punkte geholt – die wenigsten aller Teams der Bezirksliga Nord. Am Sonntag geht es gegen den Tabellenführer TSV Jetzendorf. Auch die Palzinger müssen eigentlich punkten, trotz der auf den ersten Blick unlösbaren Aufgabe. „Wir müssen keine Angst haben, sondern uns an das Hinspiel erinnern“, sagt SVA-Coach Sepp Summerer. Die Palzinger hatten die Partie zwar mit 1:3 verloren, dem Landesliga-Absteiger aber alles abverlangt und erst in der Schlussphase das Spiel verloren. Summerer hat sich bei seinem Kollegen Toni Plattner Informationen eingeholt. Dieser hatte mit seinem SV Dornach vor drei Wochen mit 3:0 in Jetzendorf gewonnen. „Toni hat ein bisschen was erzählt, er hat aber eine andere Qualität im Team als wir“, so Summerer. Der SVA kann den TSV nicht so bespielen, wie es der SV Dornach getan hat.

Bei Palzing steht Tobias Wirth auf der Kippe. Ivan Rakonic könnte gegen seinen Ex-Verein zu einer Option im Sturmzentrum werden. Noah Staudts Einsatz ist offen, wäre aber wichtig. Mit ihm quirligen Dribbler würde die dünn besetzte SVA-Offensive an Qualität gewinnen. Das Tor wird erneut Christian Berghammer hüten. Beim 0:2 in Eichstätt am vergangenen Wochenende gehörte der Schlussmann zu den besten Palzingern – nicht nur wegen eines gehaltenen Elfmeters. Berghammer wird gegen Jetzendorf erneut im Fokus stehen, auch wenn der Gegner zuletzt stolperte. Nur ein Sieg aus den vergangenen fünf Partien sind zu wenig, um die Tabellenspitze gegen den ASV Dachau und den formstarken SV Dornach auf Dauer zu verteidigen. Jetzendorf muss gewinnen. „Wir sind nach dem Hinspiel gewarnt. Und zu dieser Jahreszeit gibt es bestimmt angenehmere Spiele als in Palzing“, sagt Jetzendorfs Spielertrainer Alexander Schäffler.

Die SpVgg Kammerberg hat in den letzten beiden Auftritten auf dem eigenen Sportplatz wenig gezeigt. Zu wenig. „Die letzten beiden Heimspiele waren gruselig. Es gibt einiges gut zu machen“, sagt Trainer Matthias Koston vor dem Duell am Sonntag (14 Uhr) gegen den VfB Eichstätt II. Das Hinspiel gewannen die Gäste. „Wir haben noch eine Rechnung offen“, so Koston.

Die Kammerberger waren am vergangenen Wochenende spielfrei. Die Partie gegen Dachau wurde weit im Vorfeld wegen der Hochzeit von ASV-Spieler Andreas Roth verlegt. Koston und seine Spieler hatten zwei Wochen Zeit, die schmerzhafte 1:4-Heimniederlage gegen Feldmoching aufzuarbeiten. „Wir haben das Spiel ausführlich analysiert. Es gibt Sachen, die wir besser machen müssen. Die Körpersprache hat mir überhaupt nicht gefallen“, sagte Koston.

Gegner Eichstätt geht als Tabellensechster in das Duell. In diese Tabellenregion gehört er nach den gezeigten Leistungen. Beim 2:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen Palzing blieben die Eichstätter im fünften Spiel in Folge ungeschlagen. „Eichstätt ist stark besetzt und spielt eine sehr gute Saison“, sagt Koston. Dann ergänzt er: „Aber das Spiel beginnt bei 0:0.“ Die Kammerberger wollen ihre Fans mit einem guten Spiel für die dürftigen vergangenen Heimauftritte entschädigen. „Es wird Veränderungen geben“, kündigt der Trainer an. Er hat seinen Spielern noch einmal eingetrichtert, wie wichtig die Einstellung ist. Lukas Schmitt und Niklas Kiermeier sind fraglich für die Partie. Die Kammerberger spielten in dieser Saison aber häufig dann stark, wenn die Voraussetzungen nicht optimal waren.

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