Christian Grüll ist nicht mehr Trainer beim Kreisligisten TSV Moosburg.

Differenzen mit dem Verein

Grüll: Immerhin, ich war ein ganzes Jahr Trainer beim TSV Moosburg

  • vonMatthias Spanrad
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Christian Grüll verlässt den TSV Moosburg nach einem Jahr. Er sollte eigentlich bis Saisonende bleiben, in beidseitigem Einvernehmen trennte man sich doch schon jetzt.

Moosburg - Am Ende kann Christian Grüll die Sache doch mit Humor nehmen. „Immerhin, ich war ein ganzes Jahr Trainer hier.“Über 365 Tage ist es her, da waren die Verantwortlichen beim TSV Neustadt stolz, den damals 50-Jährigen als neuen Trainer vorzustellen. Grüll, heute 51, hat einen Namen im Landkreis, hat schon den BC Attaching und den SVA Palzing trainiert, war bei der BSG Taufkirchen. Alles mindestens Kreisliga, alles wunderbare Fußballklubs. 

Braun: Sind absolut im Positiven auseinandergegangen

Grüll sollte nach etwas turbulenten Jahren in der Neustadt für Ruhe sorgen und den TSV hin zu alten Meriten führen. Nun ist vorzeitig Schluss in der Dreirosenstadt. Zunächst hatten beide Parteien abgemacht, dass sich die Wege am Ende der Saison trennen würden, dann sickerte durch, dass die Liaison bereits mitten in der Corona-Pause aufgelöst wurde. In beiderseitigem Einvernehmen, wie es im Fußball-Deutsch so gern heißt. „Wir sind absolut im Positiven auseinandergegangen“, bestätigte Spielleiter Martin Braun.

Grüll: Moosburg war kein Fehler

Dass es nicht ganz gepasst hat zwischen Grüll und dem TSV Moosburg, wurde rasch deutlich. Schon kurz nach Saisonstart – Moosburg war mit mehr Niederlagen als Siegen gestartet – stand der 51-Jährige kurz davor, das Handtuch zu werfen, machte dann aber weiter. Nun folgte die Trennung, und auch Grüll bestätigt, dass man im Guten auseinander gegangen sei. „Moosburg war kein Fehler“, beschwichtigt der Trainer, „am Ende haben wir uns aber zusammengesetzt und gemeinsam entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist.“ Über die Gründe für die Trennung mag Grüll nicht viele Worte verlieren. Da waren Absprachen, die nicht eingehalten wurden, Spieler, die für ein weiteres Jahr zugesagt hatten, „dann aber drei Tage vor dem Trainingsstart doch aufhörten.“ Zudem fehlte Grüll die ernste Trainingsbeteiligung, um in der Kreisliga Erfolg zu haben. „Im Durchschnitt lagen wir bei 40 Prozent – das ist gar nichts.“ In manchen Trainingseinheiten konnte Grüll gerade einmal vier Leute um sich scharen. „Klar haben alle einen Beruf“, relativiert Grüll. „Aber von den anderen Vereinen kenne ich das so nicht.“

Das alles in der Summe hatte nicht zum Weitermachen gereicht. Von der Bildfläche verschwinden wird Grüll diesen Sommer indes nicht, Gespräche mit einem neuen Verein laufen momentan, den 51-Jährigen soll es zu einem Kreisklassisten ziehen. (MATTHIAS SPANRAD)

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