Gegen den FC Lengdorf wäre es optimal, wenn wir mit dem ersten Dreier anfangen würden. Dominik Gessler
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Gegen den FC Lengdorf wäre es optimal, wenn wir mit dem ersten Dreier anfangen würden. Dominik Gessler

Schlusslicht ist am Sonntag fast schon zum Siegen verdammt

TSV Moosburg: „Es ist derzeit nicht einfach für uns“

  • VonRedaktion Freising
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Der TSV Moosburg steht momentan auf dem letzten Platz in der Kreisliga. Kapitän und Urgestein Dominik Gessler erklärt die Gründe im Interview.

Moosburg – Der Kapitän des TSV Moosburg hat momentan kein leichtes Amt: Das Team von Dominik Gessler ziert das Tabellenende der Kreisliga 2, hat noch keine Partie gewonnen und kassiert im Schnitt mehr als drei Gegentore. Der 29-Jährige ist ein echtes TSV-Urgestein, hat dort in der F-Jugend mit dem Fußballspielen begonnen. Zwischendurch war er nach der A-Jugend ein paar Jahre beim FC Ergolding und spielte dort bis 2013 in der Landesliga und Bezirksoberliga. Danach kehrte Gessler aus beruflichen Gründen zu seinem Heimatverein in die Neustadt zurück.

Herr Gessler, der TSV Moosburg ist derzeit die Schießbude der Liga. Woran liegt’s?

Wir schaffen es momentan über weite Strecken einfach noch nicht, unser eigenes Spiel aufzuziehen, Passstafetten reinzubringen und einen vernünftigen Spielaufbau zu gestalten, sodass wir den Gegner auch mal von unserem Tor weghalten. Und wenn die gegnerische Mannschaft andauernd auf unser Tor drückt, dann kannst du es irgendwann nicht mehr verteidigen. Da sind die Teams in der Kreisliga halt einfach zu gut. Dazu kommt natürlich auch noch der eine oder andere individuelle Fehler in der Abwehr, der zum Toreschießen einlädt. Außerdem gelingt es uns derzeit auch nicht, aus den wenigen guten Chancen, die wir haben, auch einmal frühzeitig und effektiv Tore zu machen.

Wie fühlt es sich als erfahrener Spieler an, wenn man so einen Negativlauf hat?

Es ist derzeit nicht einfach für uns. Aber es gibt beim Fußball immer die Zeit des Umbruchs, dass Spieler oder Trainer aufhören und dafür Neue kommen. Bei uns waren es vor der Saison sehr viele Veränderungen – und natürlich haben wir gehofft, dass wir schneller in die Spur finden, Spiele gewinnen und nicht so viele Gegentore bekommen. Aber wir arbeiten hart, hängen uns im Training voll rein und sehen zu, dass es besser wird. Das ist die Herausforderung und unser Ziel.

Auf dem Platz hat es noch nicht so geklappt. Sieht man im Training schon Fortschritte?

Die Trainingsbeteiligung hat sich im Vergleich zu den Vorjahren stark verbessert. Wir sind immer mindestens 15 oder 16 Leute. Die Leistung, der Einsatz und die Stimmung im Training sind super. Da macht unser neuer Trainer Emrah Kirkulak wirklich einen guten Job – er hat es gut drauf, uns positiv einzustellen. Nur schaffen wir es derzeit noch nicht, das, was er uns vorgibt, am Wochenende optimal umzusetzen.

Gegen Finsing sah es mit Ihnen als Abwehrchef ganz gut aus. Wäre die Position für Sie eine dauerhafte Option?

Diese Position war nichts Neues für mich, weil ich sie in der vergangenen Saison auch schon ab und zu spielen musste. Es ist immer wieder mal so, dass ich da spiele, wo Not am Mann ist. Für mich ist das eine Position, die ich jederzeit auch gerne bekleide – genauso wie Sechser oder generell im Mittelfeld. Da, wo ich am meisten gebraucht werde, da spiele ich.

Als Nächstes steht am Sonntagnachmittag das Kellerduell gegen den FC Lengdorf an. Wie geht der TSV das Spiel an?

Gegen den FC Lengdorf wäre es natürlich optimal, wenn wir mit dem ersten Dreier anfangen würden. Wobei ich sagen muss: Die Lengdorfer stehen aus meiner Sicht schlechter da, als sie sind. Die haben in der vergangenen Saison um den Aufstieg mitgespielt und hatten einfach einen schlechten Start. Ich denke, das wird für uns ein ganz schweres Spiel, und ich sehe Lengdorf auch als leichten Favoriten. Aber wir haben ein Heimspiel und müssen uns auf alle Fälle steigern und an die gute Leistung aus der Finsing-Partie anknüpfen. Dann ist am Sonntag auch was für uns drin.

Interview: Josef Fuchs

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