Ausfall: Der formstarke Philipp Böhm wird den Paunzhausenern am Samstag beim FC Moosburg fehlen.
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Ausfall: Der formstarke Philipp Böhm wird den Paunzhausenern am Samstag beim FC Moosburg fehlen.

Übungsleiter Alexander Sulzberger hat sich beim TSV gut eingelebt

TSV Paunzhausen: Trainer-Debüt von Alexander Sulzberger geglückt

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In seiner ersten Partie als Spielertrainer des TSV Paunzhausen holte Alexander Sulzberger mit seiner Mannschaft einen Punkt gegen den Aufstiegsfavoriten SV Vötting.

Paunzhausen – Es war ein erfolgreiches Debüt für Alexander Sulzberger. In seiner ersten Partie als Spielertrainer des TSV Paunzhausen holten seine Jungs einen Punkt gegen den Aufstiegsfavoriten SV Vötting. „Ich bin sehr zufrieden. Ein super Auftakt für mich als Trainer“, sagt der Löwen-Fan. Der TSV ist Sulzbergers erste Trainerstation. Mit seinen 28 Jahren hat er schon einige Clubs hinter sich: „Meine Jugend habe ich beim FC Ingolstadt verbracht“, erzählt er. „Dann bin ich über Zwischenstationen in Regensburg und Eching in Jetzendorf gelandet. Das war wohl meine erfolgreichste Zeit. Wir sind in der Relegation zur Landesliga knapp gescheitert.“ Nach den Stationen bei Eching und in Pfaffenhofen entschloss er sich 2018, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Der FSV hatte sehr hohe Ziele.“ Deswegen wurde Sulzberger Co-Spielertrainer in Scheyern: „Dort konnte ich schon ein bisschen in das Trainergeschäft reinschnuppern.“ Und jetzt – nach drei Jahren in Scheyern – wurde es Zeit, selbstständig als Trainer zu fungieren. Die Stelle in Paunzhausen bezeichnet er deshalb als einen „seichten Übergang“.

Alexander Sulzberger: „Ich war fast überrascht, wie gut wir ins Spiel gefunden haben“

Aber warum Paunzhausen? „Wegen der Liebe“, erzählt Sulzberger. Vor zwei Jahren zog er zu seiner Freundin: „Wir wohnen direkt neben dem Sportplatz, und da hab ich dann schon ab und an mal rüber gelurt. Und meine neuen Freunde hier haben mich auch immer wieder gelockt.“ Ab vergangenem Herbst stand dann fest: Sulzberger übernimmt die Paunzhausener Elf als Spielertrainer. Natürlich eine Herausforderung: „Am Anfang hatten wir natürlich Probleme mit der langen Pause und Verletzungen, und das hat sich auch in den Ergebnissen gezeigt, aber spätestens in den letzten Wochen haben wir sehr gut reingefunden.“ Höhepunkt dieser Entwicklung war das 3:3 gegen die Vöttinger am zweiten Spieltag. „Ich war fast überrascht, wie gut wir ins Spiel gefunden haben. Wir waren 90 Minuten lang konzentriert, sind immer wieder in Führung gegangen und haben am Ende auch die Moral gehabt, das 3:3 zu erzielen.“ Strategisch agierte der TSV vor allem mit langen Bällen: „Das ist eine legitime Strategie. Nach den Schlägen kann man gut herausrücken und den Gegner in Unordnung bringen.“ Der wichtigste Grund für den Sieg war laut Sulzberger aber: „Wir haben gefightet bis zum Schluss.“ Der Kampf, das scheint das Grundmotiv von Sulzbergers Spielphilosophie zu sein: „Ich war selber ein Spieler, der über den Kampf ins Spiel kommt. Das zweite Jahr in der Kreisklasse ist das schwerste. Wir werden gegen den Abstieg spielen und deshalb kämpferisch auftreten müssen. Dann werden wir auch respektiert. Deswegen sag ich meinen Jungs immer wieder: Wer nicht kämpft, hat in der Kreisklasse nichts zu verlieren.“

Alexander Sulzberger: Nochmal eine Schippe drauflegen

Diese Aufopferungsbereitschaft will der Coach auch in der Partie in Moosburg sehen. Genauso wie gegen den SV Vötting vergangene Woche, geht es gegen einen Aufstiegsaspiranten, der bei der 0:3-Niederlage in Zolling allerdings zuletzt einen Dämpfer hinnehmen musste. Trotzdem findet Sulzberger, „dass wir wohl nochmal eine Schippe drauflegen müssen. Es wird heiß werden und wir spielen auswärts auf einem deutlich größeren Platz.“ Doch dafür ist der TSV gut gewappnet. Die Stammspieler Thomas Popp, Stefan Fuchs und Michael Geyer kehren zur Mannschaft zurück. Nur der formstarke Philipp Böhm wird sicher ausfallen. „Wir werden langsam auch komplett. Ich bin optimistisch, dass wir auch in Moosburg was mitnehmen können“, sagt Sulzberger.

(SEBASTIAN BERGSTEINER)

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