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Alexander Schwarz vom TSV Au: Typ Gerd Müller mit großer Bodenständigkeit

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Alexander Schwarz,  Kapitän des TSV Au.
Alexander Schwarz: Der Kapitän des TSV Au ist für die ruhenden Bälle zuständig © fupa

Mit Kapitän Alexander Schwarz besitzt der TSV Au einen echten Führungsspieler. Der Stürmer ähnelt nicht nur aufgrund seiner Figur Gerd Müller.

Au – Der Aufsteiger aus Au hatte zu Beginn der Saison eine ganz schwere Zeit. Fast schien es so, als ob die Kreisliga für die Holledauer eine Nummer zu groß sein könnte. Einer der von Beginn an immer vorneweg gegangen ist und wie kaum ein anderer für die Mannschaft steht, ist Kapitän Alexander Schwarz.

Der 28-jährige Rechtsfuß ist schon immer Mitglied beim TSV Au und interessiert sich für Fußball, seitdem er laufen kann. Schon damals kickte er im Hof des elterlichen Familienbetriebs zusammen mit seinem Cousin, der drei Jahre älter ist. Da hieß es schon früh, sich gegen größere und ältere Konkurrenz durchzusetzen, eine Eigenschaft, die ihm auch heute noch zugutekommt. Mit sieben Jahren absolvierte er die ersten Punktspiele für den TSV und dabei ist er bis heute geblieben. Während seiner Schüler- und Jugendzeit hat er alle offensiven Positionen spielen dürfen, die denkbar waren. Lediglich als Torwart und in der Abwehrreihe sei er bislang nicht eingesetzt worden. Am wohlsten fühlt er sich nach eigener Aussage auf der Acht oder Zehn. Nach dem Schulbesuch in Au und anschließend der Realschule in Moosburg, absolvierte der Freund der italienischen Küche eine Ausbildung zum „Nutzfahrzeuge Mechatroniker“. Ein Beruf, den er auch nach seinem Einstieg ins Familienunternehmen 2014 weiter ausübt.

Wegen kleiner Statur unterschätzt

Als Vorbild nennt Alex Schwarz Gerd Müller, weil der auch von der Statur immer unterschätzt wurde und sich trotzdem durchsetzen konnte. Da gäbe es durchaus Parallelen, meint der 1,65 Meter große Rechtsfuß. Alex galt schon immer als großes Talent, wird von seinem Trainer, was Trainingseifer, Leistungsbereitschaft und Charakter angeht, als Vorzeigespieler bezeichnet. Im Mannschaftskreis wird der Kapitän von allen anerkannt und geschätzt. Dass er nach so vielen Jahren immer noch in Au spielt, hat etwas mit seinem Wesen zu tun. Angebote habe es schon einige gegeben, sagt der Blondschopf, aber letztendlich habe er sich nach Rücksprache mit seiner Familie immer dagegen entschieden. Bereut habe er das noch nie. „Jetzt hab ich es mit dem TSV geschafft, in die Kreisliga aufzusteigen und ich glaub, das ist viel mehr wert, wenn man es mit seinem eigenen Klub schafft“, meint er und meint es auch so. „Der TSV gehört zu mir und ich andersrum auch, deshalb werde ich den TSV immer unterstützen, egal ob ich noch aktiv bin oder nicht. Das ist mein Verein und da werde ich immer ein großer Fan davon sein.“

Klassenerhalt das große Ziel

Erstmal gilt es aber für den aktiven Fußballer seinen Verein in der Kreisliga zu halten. Der Teamgeist, die Beharrlichkeit und der unbedingte Wille der Mannschaft hätten dazu geführt, dass man auf Platz 10, einem Nichtabstiegsplatz, überwintert. Diese Position müsse nun verteidigt werden, sagt der Kapitän: „Ich selbst möchte auf alle Fälle noch einige Tore mehr schießen als die vier bisher. Da ist der Anspruch an mich selber da, und ich hab mir auch schon ein Ziel gesetzt.“ Das hört Trainer Christian Hobmeier sicher gerne. Auch wenn der nur zu gut weiß, dass er noch nicht alle Potenziale des „Kopfball-Ungeheuers Schwarz“ ausschöpft: „Ja, ich weiß, Alex hat trotz seiner Minimalgröße ein gutes Timing zum Kopfball. Aber was er extrem gut kann, sind die ruhenden Bälle. Seine sehr gute, harte und präzise Schusstechnik ist bei Standards enorm wichtig. Deswegen ist mir das trotz seiner Kopfballstärke wichtiger, dass er der Spieler ist, der die Bälle nach innen tritt.“ meint der Übungsleiter augenzwinkernd. (Josef Fuchs)

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