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Auf einer Welle des Erfolgs reiten aktuell Maximilian Off (M.) und die Fußballer von Vatanspor Freising – und das kommt keineswegs von ungefähr.

Kreisklasse

Vatanspor Freising gegen Nandlstadt: „Erster echter Stresstest für unsere Jungs“

Bei Vatanspor Freising läuft es momentan richtig gut. Doch das Spiel gegen den Tabellenführer TSV Nandlstadt wird laut Abteilungsleiter Bulkurcu „ein echter Stresstest“.

Freising – Zwei Liga-Siege nach dem Re-Start und ein fünfter Tabellenplatz: Bei Vatanspor Freising läuft es momentan richtig gut. Am Sonntag (15 Uhr) ist nun der Spitzenreiter TSV Nandlstadt zu Gast im Stadion Savoyer Au – „und das wird ein erster echter Stresstest für unsere Jungs“, betont Abteilungsleiter Tamer Bulkurcu.

„Wir haben unser Team radikal ausgemistet“

Fragt man nach den Gründen für die aktuelle Erfolgsserie, setzt Bulkurcu in der Vergangenheit an: „Die Weichen dafür haben wir eigentlich bereits vor zweieinhalb Jahren gestellt.“ Zu undiszipliniert sei die Mannschaft damals gewesen – daher musste sich etwas Grundsätzliches ändern: „Wir haben unser Team radikal ausgemistet. Wir wollten einen neuen Zusammenhalt.“ Es habe sich seitdem ein neuer Mannschaftskern – und damit ein neuer Geist gefunden. „Uns ist wichtig, dass sich die Spieler wohlfühlen.“ Und das sehe man auf dem Platz: „Unsere Moral ist inzwischen echt gigantisch – kein Team braucht sich bei einer Führung gegen uns einzubilden, es habe das Spiel schon gewonnen.“

Außerdem sei man stolz darauf, eine internationale Mannschaft aufbieten zu können. „Wir haben uns einen neuen Ruf erarbeitet“, sagt der Vatanspor-Fußballchef. „Inzwischen wollen auch Deutsche ohne Migrationshintergrund bei uns spielen. Das war vor ein paar Jahren noch undenkbar.“ Und all das machte sich auch sportlich bemerkbar: In der vergangenen Saison wurde man souverän Meister in der A-Klasse 6.

Klassenerhalt ist Ziel der Saison

Zu Beginn der Saison habe sich das Team noch ein wenig schwer getan mit der neuen Liga: Am zweiten Spieltag verlor man mit 1:7 in Ilmmünster. Danach folgte eine Reihe von Punkteteilungen. So gelang es im Hinspiel in Nandlstadt, dem Gegner ein Unentschieden abzuringen. Kurioserweise holte allerdings auch Schlusslicht Eichenfeld seinen bisher einzigen Punkt in dieser Saison gegen Vatanspor. „Wir haben zu oft zwei Zähler liegen gelassen“, sagt Bulkurcu. Trotzdem sei man mit Platz fünf nach der Hinrunde zufrieden gewesen. Schließlich sei der Klassenerhalt erstmal das Ziel in dieser Saison.

Trotz dieser bescheidenen Maßgabe schlug Vatanspor ordentlich auf dem Transfermarkt zu und holte unter anderem die Sturmtalente Leart Bilalli und Mehmet Cay, die zuvor jeweils höherklassig gespielt hatten. „Das waren tolle Transfers, die Jungs spielen sich jetzt langsam ein und schlagen voll ein.“ Die beiden komplettieren nun die starke Offensivabteilung mit dem Liga-Toptorschützen Erkal Üsküplü (25 Treffer). „Wir haben drei ganz unterschiedliche Spielertypen vorne drin. Die Offensive ist unsere große Stärke. Da können wir uns auch mit Nandlstadt messen.“

„Wir haben die Jungs seit dem Wochenende auf das Spiel vorbereitet“

Der TSV stellt mit 50 Saisontoren zusammen mit Au den besten Angriff der Liga, was Bulkurcu viel Respekt abverlangt. „Die Nandlstädter haben eine tolle Mannschaft, die uns vor allem eines voraus hat: Sie sind eingespielt.“ Doch mit Vatanspor ist zu rechnen. „Wir haben die Jungs seit dem Wochenende auf das Spiel vorbereitet und ihnen gesagt, sie sollen gesund essen und sich mental auf die Partie einstellen. Es wird ein heißer Tanz.“

Sebastian Bergsteiner

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