Vatanspor Freising will im neuen Jahr in die Kreisliga aufsteigen
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Will auch im neuen Jahr wieder jubeln - die Mannschaft von Vatanspor Freising.

2020 mit mehr Pflichtspielen als jeder andere Kreisklassist

Vatanspor Freising: Aufstieg in die Kreisliga immer noch möglich

  • vonRedaktion Freising
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Vatanspor Freising will im neuen Jahr noch einmal oben angreifen und aufsteigen. Nach dem starken Jahr 2020 ist dieses Ziel durchaus realistisch.

Freising – Kein Kreisklassist hat im Jahr 2020 mehr Pflichtspiele als Vatanspor Freising absolviert – ganze sieben Partien bestritt der Tabellenfünfte. Damit nicht genug: Den einzigen Punktverlust erlitt die Mannschaft von Trainer Erhan Masat gegen den damaligen Spitzenreiter TSV Nandlstadt. Und noch ein Superlativ: Mit Erkal Üsküplü – er steht mittlerweile bei 28 Saisontoren – stellt das Team den mit Abstand treffsichersten Fußballer der Kreisklasse 3.

„Die Mannschaft ist so einig wie seit Jahren nicht mehr“

Dementsprechend zufrieden blicken Teammanager Tamer Bulkurcu und Sportlicher Leiter Mustafa Kaykac auf 2020 zurück: „Die Mannschaft ist so einig wie seit Jahren nicht mehr bei Vatanspor“, betont Bulkurcu. Das führen die beiden auf die gelungene Transferpolitik zurück: „Im letzten Winter haben wir uns punktuell mit Spielern verstärkt, die inzwischen absolute Leistungsträger sind. Ein Mehmet Cay, Nick Günaydin oder Deniz Sari – die sind inzwischen unverzichtbare Größen“, sagt Kaykac. Nun stieß mit Ridwan Bello nach Leart Bilalli ein zweiter Spieler vom ehemaligen Bezirksligisten FC Erding zur Mannschaft – er soll das letzte fehlende Puzzleteil im Defensivverbund werden.

„ Wir haben gut 17 aktive Spieler, die alle genug Spielzeit bekommen werden.“

Um Fußballer dieser Qualität an Land zu ziehen, waren die Vatanspor-Verantwortlichen Bulkurcu, Kaykac und Bülent Balci regelmäßig auf den Sportplätzen im Umkreis zu Gast und beobachteten potenzielle Kandidaten. Angst davor, dass die ambitionierten Neuzugänge zu hohe Erwartungen haben und für Unruhe sorgen könnten, hat Bulkurcu nicht: „ Wir haben gut 17 aktive Spieler, die alle genug Spielzeit bekommen werden.“ Zudem versuche man, die Kicker weiter zu disziplinieren: „Das sieht man auch daran, dass es kaum noch Rote Karten oder Probleme mit Zuschauern und Schiedsrichtern bei uns gibt.“

Sportlich habe die Mannschaft einiges drauf, betont Bulkurcu: „Wir müssen uns vor niemandem in der Liga verstecken.“ Auch nicht vor einem Top-Team wie dem SV Vötting, den man im Ligapokal mit 1:0 bezwang. Der Torschütze: Neuzugang Bilalli.

Vatanspor: Seit der Hinrunde mit überragender Bilanz

Im Kalenderjahr 2020 haben die Freisinger wettbewerbsübergreifend mit 19 Punkten aus sieben Partien die Bilanz einer absoluten Spitzenmannschaft vorzuweisen – und deshalb den Aufstieg noch nicht abgeschrieben: „Das Problem ist, dass wir in der Hinrunde 2019 zu oft Unentschieden gespielt haben.“ Der Abstand zu Aufstiegsrelegationsrang zwei beträgt acht Zähler, wobei die Konkurrenten aus Au, Nandlstadt, Vötting und Marzling bisher nicht dafür bekannt waren, häufig Punkte liegen zu lassen. Trotzdem betont Bulkurcu: „Ich bin der Meinung, es ist immer noch was möglich. Vielleicht ja auch über den Ligapokal, auch wenn ich großen Respekt vor unserem Achtelfinalgegner SV Marzling habe.“

Vatanspor Freising nach wie vor ohne Vereinsheim

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch: Vatanspor Freising steht auch Anfang 2021 noch ohne Vereinsheim da – aber es geht voran. „Nachdem wir unsere Lage öffentlich gemacht haben, haben sich einige Leute bei uns gemeldet, die Vatanspor unterstützen wollen“, freut sich Bulkurcu. Geplant ist, Bürocontainer auf einem kleinen Areal in der Savoyer Au aufzustellen. Momentan arbeiten die Freisinger an einem Architektenentwurf, der dann beim Freisinger Bauamt eingereicht werden soll. Bulkurcu: „Wir hoffen, dass uns da keine Steine in den Weg gelegt werden und wir schon bald wieder eine Unterkunft haben.“

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