Trainer Gedi Sugzda steht an der Seitenlinie und beäugt argwöhnisch das Spiel seiner Mannschaft.
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An dieses Ergebnis wird er sich noch lange erinnern: Trainer Gedi Sugzda (stehend) hat seine Lehren aus dem 1:7-Debakel beim TSV 1860 München II gezogen. In Ismaning spielen „die Männer, die defensiv denken“.

Jetzt gehts ins Derby gegen FC Ismaning

VfB Hallbergmoos: Nach dem Debakel bei den kleinen Löwen gehts zum Derby

  • VonNico Bauer
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Nach dem 1:7-Desaster beim TSV 1860 München II ist beim VfB Hallbergmoos im Frühschoppen-Derby in Ismaning Wiedergutmachung angesagt.

Hallbergmoos – Mit sechs Spielen ohne Niederlage hat der VfB Hallbergmoos den letzten Platz in der Bayernliga losgebracht. Doch dann kam der große Rückschlag. Das Frühschoppen-Derby beim FC Ismaning (Sonntag, 11 Uhr) ist nun auch ein Aufarbeiten des 1:7-Desasters unter der Woche beim TSV 1860 München II.

Trainer Gedi Sugzda macht deutlich, dass man nach so einer Niederlage nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne. „An so ein Ergebnis erinnert man sich auch in fünf Jahren noch“, betont der Hallbergmooser Coach. Und vielsagend schiebt er hinterher, „dass manche Spieler lernen und andere eben nicht. Ich beobachte das sehr gerne.“ Der Trainer hat für sich abgespeichert, wer am Mittwoch defensiv mitgearbeitet und wer sich in der zweiten Halbzeit aufgegeben hat.

Der eine oder andere VfB-Kicker wird seine Rotationschance versiebt haben

„Wir stehen jetzt auf, auch wenn es wehtut“, versichert der VfB-Trainer. Sugzda sagt weiter, dass jeder Schuld trage, „ich für die Rotation und die Spieler für die gemachten Fehler“. Und er macht deutlich, wer es in Ismaning in die Startaufstellung schaffen wird: „Dort spielen die Männer, die defensiv denken.“ Unter dem Strich ist davon auszugehen, dass der eine oder andere Hallbergmooser Kicker seine Rotationschance gründlich versiebt hat.

Eigentlich war das Gastspiel beim FC Ismaning als einer der Höhepunkte des ersten Jahres in der Bayernliga gedacht. In vier Landesliga-Partien zwischen den beiden Clubs gewannen die Hallbergmooser zweimal zu Hause und holten in zwei Auswärtsspielen nur einen Zähler. Dazu kommen noch zwei VfB-Niederlagen im Pokal gegen den jahrzehntelang höherklassig spielenden Nachbarverein, dem die lange unterklassig angesiedelten Hallberger 2014 erstmals in einem Pflichtspiel begegnet sind. Auf VfB-Seite gewinnt das Match eine besondere Bedeutung, weil noch heute einige Ex-Ismaninger im Kader stehen. Maximilian Zeisl stammt aus einer alteingesessenen Ismaninger Familie, und auch Kapitän Dennis Hammerl wurde beim nächsten Gegner groß.

VfB Hallbergmoos: David Küttner könnte in die Startelf rutschen

„Die Jungs kennen sich untereinander alle gut“, sagt Gedi Sugzda. Das sei genauso wie bei Partien gegen Freising oder Moosinning, „das macht das Spiel spannend“. Mit dem teilweise inflationär verwendeten Begriff „Derby“ geht der Trainer jedoch sparsam um, „denn dessen Ursprung war ein Spiel von zwei Vereinen, die 200 Meter voneinander entfernt waren“. In dem Fall sind es eine Haltestelle mit der Flughafen-S-Bahn oder etwa zehn Kilometer auf einer Straße ohne Kurve.

Für die Rückrotation in der Mannschaft bieten sich nun neben den geschonten Spielern (Diranko, Werner) auch andere Akteure an, die wieder zur Verfügung stehen. Für die Mittelfeldzentrale ist David Küttner ein Thema, und nach einigen Wochen Verletzung brennt auch Christoph Mömkes auf seinen ersten Einsatz. Er könnte auf den Außenbahnen für Schwung sorgen.

Angesichts der kuriosen Anstoßzeit am Sonntag um 11 Uhr witzelt Sugzda, „dass da sonst eigentlich nur die D-Jugend kickt“. 2019 hatte man einmal zu ähnlicher Zeit in Passau gespielt und mit 3:0 gewonnen. Diesmal würde als Wiedergutmachung schon ein 1:0 reichen. (Nico Bauer)

Mögliche Aufstellung:

VfB Hallbergmoos: Kozel – Zeisl, Opitz, Beierkuhnlein, Mühlrath (F. Schrödl) – Kostorz, Petschner (Küttner), Edlböck – Werner, Diranko – Aygün.

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