Manfred LosekDer Haager Jugendleiter fordert Eltern zur Mithilfe auf.
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Manfred LosekDer Haager Jugendleiter fordert Eltern zur Mithilfe auf.

Lohsek: „Ich bin schon froh, wenn sich für jede Mannschaft wenigstens ein Trainer findet“

VfR Haag: Trainer brauchen Mithilfe der Eltern

  • vonRedaktion Freising
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Auch beim VfR Haag herrscht Trainermangel. Manfred Lohsek richtet sich deshalb im Interview direkt an die Eltern und hat eine Bitte.

Als Jugendleiter ist Manfred Lohsek für den Nachwuchs beim VfR Haag zuständig. Im Gespräch mit dem Freisinger Tagblatt wurde deutlich, welch große Anstrengungen selbst die Ermöglichung des regulären Spielbetriebs erfordert.

Trainermangel ist auch beim VfR Haag ein Problem

Herr Lohsek, wie können denn Eltern Ihre Arbeit als Jugendleiter unterstützen?

Lohsek: Im Kleinfeldbereich haben wir circa 50 Kinder, doch ich bin schon froh, wenn sich für jede Mannschaft wenigstens ein Trainer findet. Da brauchen wir die Hilfe der Eltern. Zuschauen wollen die Meisten ja gerne. Gerade jetzt mit den Infektionsschutzauflagen wäre es wichtig, dass sich die Eltern von sich aus bereit erklären mitzuhelfen. Kein Trainer kann bei den ganzen Vorgaben alleine ein Training leiten.

Trainermangel ist ja bei vielen Vereinen ein Problem. Mussten Sie deshalb schon mal Kinder enttäuschen, weil Sie keinen Spielbetrieb anbieten konnten oder gar Teams abmelden?

Als ich mal drei F-Jugenden melden wollte, war es richtig eng. Es wollten viele Kinder bei uns Fußball spielen, aber niemand sie trainieren und betreuen. Die meisten Eltern bringen ihre Kinder zur Anlage und freuen sich, dann zwei Stunden Zeit zum Einkaufen zu haben. Hinterher holen sie die Kids wieder ab, und der Fall ist für sie erledigt.

Das Sommerfest soll Eltern überzeugen

Haben Sie eine Idee oder sogar schon Maßnahmen ergriffen, um Eltern für die Mitarbeit im Verein zu begeistern? Immerhin geht es ja um die eigenen Kinder.

Dafür gibt es beim VfR Haag ein großes Sommerfest mit 80 bis 100 Kindern und Eltern. Da sind dann die Getränke frei, das Essen ist frei. Doch leider führt das dann nicht zu großen Verbesserungen. Wenn sich wenigstens ein paar Eltern finden würden, wäre mir schon geholfen.

Apropos helfen. Letzten Sommer haben Sie eine Vorrunde im Merkur CUP ausgerichtet. Konnten Sie da auf die Mitarbeit der Eltern zählen.

Es hat dann schon gepasst. Die Arbeitsverteilung lag bei circa 70:30 Verein und Eltern. Die haben den Verkaufsstand betreut. Die Hauptarbeit lag aber beim Verein, wie zum Beispiel das Herrichten der Plätze, was dann von den ehrenamtlichen Jugendtrainern übernommen wurde.  jj

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