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Kreisjugendleiter Stefan Erl skizzierte Pläne, um dem Spielerschwund entgegenzuwirken.

Rabiate Trainer und andere Ärgernisse

Jugendleiterversammlung in Zolling: Vereinsvertreter bekommen Hausaufgaben

Sinkende Spielerzahlen, Konflikte mit rabiaten Trainern und ein Ausblick auf die neue Saison: Es wurde am Dienstag bei der Pflichtversammlung der Fußball-Jugendleiter im Zollinger Sportheim ein langer Abend.

Erstmals war heuer Donau/Isar-Kreisjugendleiter Stefan Erl zu Gast. Neben den Ehrungen der Kreisliga-Meister, die in diesem Jahr allerdings ohne Landkreis-Team vonstatten gingen, hatte er einige Statistiken und Zukunftspläne mit im Gepäck. Aufzeigen wollte der Kreisjugendleiter insbesondere die Entwicklung der Spielerzahlen nach Jahrgang. Und dort fällt auf, dass vor allem von der B- zur A-Jugend ein deutlicher Schwund festzustellen sei – in manchem Verein seien am Ende teilweise nur noch 40 Prozent der Akteure, die angefangen haben, übrig.

Doch zumindest in Oberbayern gibt es Pläne, dem entgegenzusteuern: „In einem Pilotversuch sollen die Jahrgänge um eine Altersstufe nach unten gerückt werden“, legte Stefan Erl dar. Heißt: Die A-Jugend werde zur U 18, die B-Jugend beispielsweise zur U 16. „Ob das dann den gewünschten Erfolg bringt, wird sich zeigen“, sagte Erl.

Stephan Fox, im Landkreis zuständiger Jugendleiter für das Großfeld, führte die Meisterehrungen der Kreisklassen- und Gruppen-Sieger durch. Zudem gab’s für die anwesenden Jugendleiter aber auch einige Hausaufgaben – die sollen beispielsweise bei Spielverlegungen sorgfältiger planen. „In manchen Ligen gibt es bis zu 50 Prozent an Spielverlegungen“, rügte Fox, „einige auch viel zu kurzfristig.“ Er wolle nicht mehr so kulant wie bisher sein, mahnte der Jugendspielgruppenleiter. „Vor allem bei Verlegungen im November werde ich das nun ans Sportgericht weiterleiten.“

Torsten Horn, der für den Kleinfeldbereich sprach, ging insbesondere auf die U 9 ein. Denn dort hatte der Verband eigentlich angeregt, ab sofort in 14er-Ligen zu kicken – mit jedoch nur sieben Spieltagen, um, so munkelt man, interne Tabellen zu vermeiden. „Wir spielen allerdings trotzdem in Gruppen mit sieben respektive acht Mannschaften“, versprach Horn. „Ich bin schon als Revoluzzer bekannt, aber das ist mir wurscht.“

Thomas Lindner repräsentierte das Jugendsportgericht. In der Saison 2018/19 gab es hier mit 411 Fällen zwar tendenziell weniger Beanstandungen. „Allerdings waren dieses Jahr auch weniger Nichtigkeiten dabei.“ Und das bedeutet: Es hat rund um die Juniorenspiele durchaus gerappelt. Immer wieder kam es zu Spielabbrüchen, teilweise provoziert durch Diskussionen zwischen Trainern und Schiedsrichtern. „Es wäre schön“, so hoffte Lindner, „wenn das auf ein Minimal-Maß reduziert werden könnte.“

Ins gleiche Horn stieß Jochen Jürgens, Vertreter der Unparteiischen. „Wir haben einen ähnlichen Schwund wie bei den Spielern“, konstatierte Jürgens – vor allem, weil es viel Ärger mit Trainern und Betreuern gebe. „Das muss aufhören“, forderte er. „Ich möchte von solchen Problemen eigentlich nichts mehr hören.“ Ansonsten, so die logische Konsequenz, müsse es irgendwann mal einen runden Tisch geben. Ausgang: ungewiss.

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