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Auf zum Endspurt: Georg Krojer (l.) und die Mauerner Kicker wollen nach einer guten Rückrunde im Nachsitzen den Klassenerhalt schaffen.

Fußball – Relegationsspiele im Kreis Freising

Von Mauern bis Moosburg: Duelle der ewigen Rivalen 

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Showdown im Fußballkreis Donau/Isar: Die nächsten neun Tage stehen ganz im Zeichen der Relegation – und dabei rückt eine Partie ganz besonders in den Fokus.

Mauern/Gammelsdorf – Die Ausgangslage vor der anstehenden Relegation ist klar: Für die SpVgg Mauern und den VfB Hallbergmoos II besteht doch noch die Chance, den Klassenerhalt „im Nachsitzen“ zu schaffen, während bei der FVgg Gammelsdorf, bei der SGT Istanbul Moosburg und beim SV Dietersheim das Ziel Aufstieg lautet. Zum Auftakt duellieren sich am heutigen Abend die ewigen Rivalen aus der Holledau, wenn sich der Kreisliga-Zwölfte aus Mauern und Kreisklassen-Vizemeister Gammelsdorf im Driescher-Sportpark beim FC Moosburg gegenüberstehen (18.30 Uhr).

Im Vorfeld der Partie fielen Begriffe wie „Hochsicherheitsspiel“, auch wurde über einen zusätzlichen Ordnungsdienst oder gar Polizeikräfte nachgedacht. Doch woher stammt diese Einschätzung eigentlich? FVgg-Fußballchef Erwin Pichlmeier kann es sich auch nicht erklären. „Meines Wissens gibt es da von früher nichts“, erinnert sich Pichlmeier. Erst in jüngerer Zeit haben beide Vereine mal mit vereinzelten Sachbeschädigungen zu tun gehabt. „Das wurde aber hinterher vernünftig gelöst“, so der Gammelsdorfer Abteilungsleiter. „Aber es stimmt, auf dem Platz geht es schon zur Sache, und auch unter den Zuschauern ist die Atmosphäre aufgeheizt. Ist doch klar – keiner will gegen den Nachbarn verlieren“, bestätigt Pichlmeier eine „gesunde Rivalität“. Von einem Problem- oder gar Hassspiel will er jedoch nichts wissen. „Das ist nicht so. Im Gegenteil: Viele jüngere Spieler haben in der JFG Team Holledau zusammengespielt – und einige von ihnen sind miteinander befreundet.“

Ähnlich sieht es Mauerns Spielertrainer Volker Lippcke, der das Derby zwischen Palzing und Kirchdorf als Vergleich bemüht. „Das war früher mit den Älteren ja auch ganz anders“, schmunzelt er und fügt hinzu, dass sich die Jungs untereinander ja verstünden. „Ich bin da eh nicht so involviert“, sagt der gebürtige Freisinger, „und genau das will ich auch meiner Mannschaft vermitteln.“

Volker Lippcke richtet den Fokus klar auf den sportlichen Teil, „und da bin ich ohnehin stolz auf meine Mannschaft“. Denn: Wer hätte zur Winterpause auch nur einen Pfifferling auf die SpVgg gesetzt, stand Mauern doch mit mageren acht Zählern am Tabellenende? Zwar blieb der Relegationsrang stets in Reichweite, doch das rettende Ufer war nicht in Sicht. „Nach zuvor vier Jahren, in denen wir immer oben mitgespielt haben, mussten wir Lehrgeld zahlen“, gesteht Lippcke. „Doch nach der Winterpause hat sich dann die Einstellung innerhalb der Mannschaft verbessert. Außerdem haben wir das Team konditionell auf ein Level gebracht, um mithalten zu können.“ Der Lohn: In der Rückrundentabelle belegte das Team mit 18 Punkten Platz neun.

Vielleicht erweist sich die Fitness – je nach Relegationsverlauf – in den zwei oder drei auszutragenden Matches als Faustpfand. Denn aufs Ganze braucht heute Abend noch keine der beiden Mannschaften zu gehen. „Es wäre was anderes, wenn der Verlierer heute weg wäre“, verweist Lippcke auf den Modus. Denn wer den Moosburger Rasen als Sieger verlässt, erhält noch zwei weitere Chancen, den Kreisliga-Startplatz zu ergattern. Aber auch der Verlierer schaut nicht in die Röhre und bestreitet immerhin noch ein „Endspiel“ – möglicherweise sogar erneut gegen den gleichen Gegner. „Wir wollen vorlegen und dann gegen Wörth den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen“, gibt der 43-jährige Coach, der mit zehn Saisontoren treffsicherste Kicker der SpVgg, als Marschroute vor. „Mein Vorteil ist, dass ich in meiner Karriere nie schwer verletzt war und für mein Alter noch relativ fit bin“, sagt Lippcke. Er könne zwar die Wege von früher nicht mehr gehen, habe aber noch immer den Ehrgeiz wie eh und je.

Negativ ist aktuell nur Lippckes Bilanz gegen die FVgg: Drei Siegen und einem Remis stehen vier Niederlagen gegenüber. Aus seiner Sicht soll keine weitere dazukommen.

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