Noah Staudt gelang der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer für den SVA.
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Noah Staudt gelang der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer für den SVA.

Vermeidbare 1:2-Niederlage bei Schlusslicht Alte Haide

„Wir wollten zu viel“: SVA in der Nachspielzeit ausgeknockt

  • VonMoritz Stalter
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Der erste Auswärtspunkt war in greifbarer Nähe. Nur noch die Nachspielzeit – und der SVA Palzing hätte erstmals in dieser Saison in der Fremde feiern dürfen.

Palzing – Doch es ist nichts geworden aus dem erfolgreichen Finale der Englischen Woche. Schlusslicht FC Alte Haide-DSC München hat spät getroffen, weshalb die Palzinger nach der 1:2-Niederlage mal wieder mit leeren Händen dastanden.

Keine Überraschung war die Reaktion der Gäste – trotz aller Enttäuschung: „Im letzten Spiel haben wir spät gejubelt. Dieses Mal der Gegner. So ist Fußball“, sagte SVA-Trainer Sepp Summerer.

Den Ampertalern fehlten wichtige Akteure: Torhüter Manfred Bullok, Thomas Eckmüller, Fabian Radlmaier und Ivan Rakonic mussten verletzt passen. Dafür hatte der SVA durch zwei Heimsiege in den Partien gegen Eching (4:1) und Pfaffenhofen (2:1) Selbstvertrauen getankt. Doch gerade dieses Hochgefühl könnte ein Grund für die Niederlage beim Tabellenletzten gewesen sein. Die Palzinger waren in der Schlussphase zu gierig, nachdem sie sich in die Partie zurückgekämpft hatten.

SVA Palzing spielt auf Sieg und wird bestraft

Philipp Lechner brachte den FC Alte Haide in der 36. Minute per 16-Meter-Schuss in Führung. Vorausgegangen war ein Missverständnis in der Palzinger Hintermannschaft – nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab ihn sicher“. Die Palzinger erspielten sich in der Folge Chancen. Eine davon nutzte Noah Staudt: Der Mittelfeldspieler dribbelte von links in den Strafraum, machte einen Haken nach innen und zog ins kurze Eck ab – 1:1 (66.). Für Staudt war es der vierte Treffer in dieser Saison.

Palzing war nun am Drücker. Die Gäste merkten: Hier geht was, heute ist nicht nur der erste Auswärtspunkt möglich, sondern sogar ein Sieg. Im Nachhinein musste Summerer zugeben: „Wir wollten zu viel. Wir haben es ungeschickt gemacht. Auf einen Punkt zu gehen, wäre cleverer gewesen.“

Denn als in der Schlussphase die Kräfte und damit die Konzentration nachließen, erzielte Roman Gertsmann den Siegtreffer für die Münchner (90.+1). In der gleichen Minute, in der Palzing am vergangenen Spieltag gegen Pfaffenhofen zum 2:1 getroffen hatte. „Wir sind sehr enttäuscht. Schade. Es ist schon ernüchternd, weil ein Punkt gegen einen direkten Konkurrenten wichtig gewesen wäre“, so der Coach.  (Moritz Stalter)

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