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Trainerbruder Martin Held eröffnete mit dem 1:0 den Torreigen und wurde entsprechend gefeiert.

5:0-Scheibenschießen: Olching überrollt Grünwald

Vom ersten ganz großen Kaliber, vom Prüfstein TSV Grünwald, hatte Olchings Trainer Peter Held im Vorfeld gesprochen. Doch die als Spitzenteam eingestuften Gäste waren bei ihrem 0:5-Debakel selbst als Trainingspartner überfordert.

Mit dem Kantersieg hat es der SCO vor knapp 100 Zuschauern noch gnädig sein lassen. Je zweimal Andreas Bartl und Martin Held sowie Ender Dag hatten bei ihren Toren nicht viel Widerstand zu überwinden. Nur in den ersten zehn Minuten bewiesen die Münchner Vorstädter an diesem Nachmittag Bezirksligatauglichkeit, tauchten ein paar Mal in der Nähe des Olchinger Strafraums auf. Mit dem 1:0 von Trainerbruder Martin Held war dieses Strohfeuer jedoch wirkungsvoll gelöscht.

In der Folgezeit bewiesen die Olchinger ihrem Coach nicht nur, dass sie nachsetzen können. „Wir haben diesmal auch unsere Möglichkeiten sehr konzentriert genutzt“, zeigte sich Held zufrieden. Nicht selbstverständlich war in etlichen Partien bisher aus Olchinger Sicht auch, dass hinten die Null stand. So lobte Held ebenfalls: „Ohne Gegentor, eine ganz starke Vorstellung.“ Die konzentrierte Leistung der Defensivabteilung trug neben den gut gelaunten Offensivkollegen dazu bei, dass die Partie nach einer halben Stunde bereits gelaufen war.

Grünwalds Andreas Eger war von der Vorstellung seiner Truppe so bedient, dass er sie in einer Trinkpause weithin hörbar zurechtwies: „Jeder spielt hier wie ein Egoist, nicht wie in einer Mannschaft.“ Es half nichts, denn Grünwalds tapferer Keeper Raphael Ott wurde bis zum Seitenwechsel von seinen Vorderleuten noch zwei weitere Male schmählich im Stich gelassen. Dass in der zweiten Hälfte der Dampf trotz Gelb-Roter Karten für Maximilian Lutter (SCO) und Robert Rudnik (TSV) raus war, erklärte Trainer Held nicht nur mit den sommerlichen Temperaturen.

„Mit dem Pokal hatten wir im August nur englische Wochen.“ Da sei es kein Wunder, dass man kürzer trete, wenn man es sich leisten könne. Doch auch, nachdem die Olchinger mehr als bloß zwei Gänge zurückgeschaltet hatten, bekamen sie Spiel und Gegner noch besser in den Griff. So mussten sich die Besucher zwar mit einer torlosen zweiten Halbzeit zufrieden sein. Andererseits blieb den Grünwaldern so ein Debakel erspart, hätte der SCO seine Gangart aus der ersten Hälfte durchgezogen. Für Trainer Held blieb die Erkenntnis: „Wir werden uns daran gewöhnen, dass wir jetzt selbst zu den großen Kalibern gehören.“

Quelle: fussball-vorort.de

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