Die Abgebrühtheit eines Oldies fehlt

- SCO: Nullnummer gegen Gräfelfing

Oberweikertshofen (dm) - In einer schwachen Begegnung zeigten am Samstagnachmittag sowohl der SC Oberweikertshofen als auch der Gast vom TSV Gräfelfing eine äußerst dürftige und an Tormöglichkeiten arme Partie. Während der Aufsteiger aus Gräfelfing mit dem Auswärtspunkt zufrieden sein kann, ist die Punkteteilung für die Teschke-Elf aber unter dem Strich zu wenig, um sich ein Stück ins Mittelfeld vorzuarbeiten.

"Drei, vier todsichere Chancen müssen einfach reichen, um so ein Spiel zu entscheiden", trauerte SCO-Spielertrainer Carsten Teschke nach dem Schlusspfiff drei Punkten nach. "Das ist nach wie vor unser Manko. Wir müssen uns vorn einfach besser behaupten."

Beide Teams hatten von Beginn an Probleme im Spielaufbau. Kein Wunder also, dass es kaum gelungene Aktionen zu bewundern gab, und auch Torraumszenen Mangelware blieben. Hüben wie drüben reihte sich Fehlpass an Fehlpass. Die Teschke-Elf wirkte bemühter und hatte im ersten Abschnitt den größeren Willen, das Spiel zu machen, agierte aber über weite Strecken einfallslos.

Dennoch hatten beide Mannschaften die Chance, in Führung zu gehen. Nach einem von Andreas Klausnitzer getretenen Freistoß, den Gräfelfings Keeper Sebastian Kolbeck gerade noch zur Ecke klären konnte, hatte Mario Pranjic beim anschließenden Eckball viel Pech: Sein Schuss klatschte an die Querlatte. Drei Minuten vor der Pause bewahrte schließlich der angeschlagene SCO-Keeper Robert Brauer seine Elf vor einem Rückstand, als er einen Schuss von Jürgen Maier abwehrte.

Nach dem Wechsel änderte sich wenig - außer dass die Gäste jetzt leichte Feldvorteile hatten, ohne aber zwingende Chancen herauszuspielen. Für Brauer stand nun der 37-jährige Wolfgang Oswald zwischen den Pfosten. Der ehemalige Keeper des SCO, der seine Fußballstiefel schon länger an den Nagel gehängt hatte, sprang kurzfristig ein. Bei den wenigen Aktionen, die er zu überstehen hatte, strahlte der Oldie aber Ruhe und Sicherheit aus. Diese Abgeklärtheit hätte Tobias Knabenbauer benötigt, als er kurz nach dem Wiederanpfiff die wohl dickste Chance im gesamten Spiel vergab und völlig freistehend das Leder verzog. Die zweite und zugleich letzte erwähnenswerte Chance erhielt Mario Pranjic nach einem Traumpass von Andreas Klausnitzer. Doch auch Pranjic scheiterte an einem Gräfelfinger Abwehrspieler.

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